Beiträge von und über Hennefer Vereine

„Einmal Tanzmariechen sein!!!“
 
Dies ist der Traum vieler junger Mädchen, welche die Leichtigkeit der Tänzerinnen beim Tanz und die tollen Tanzkostüme - gerade in der Karnevalszeit - bei ihren Bühnenauftritten bestaunen.
 
Stets mit einem Lächeln im Gesicht und einer unwiderstehlicher Ausstrahlung präsentieren die Tanzmariechen, aber auch die Gardisten, professionellen Gardetanz der oberflächlich betrachtet über die Anstrengungen hinwegtäuscht.
 
Gardetanz ist Leistungssport auf höchstem Niveau!!!
 
Unterjährig studieren die Tänzerinnen und Tänzer karnevalistischer Vereine neue Tänze ein und „feilen“ unentwegt an den bereits im Repertoire vorhanden Präsentationen. In der Regel trifft man sich unterjährig mindestens einmal wöchentlich und kurz vor der Karnevalszeit bzw. zur Vorbereitung an Meisterschaften auch gerne mal öfters, um auch noch die letzte Unsicherheit zu beseitigen.
 
Vorhandene Kondition ist dafür unerlässlich. Aber Gardetanz ist viel mehr als nur eine festgelegte Schrittfolge und das Vorhandensein von Kondition. Es kommt auf die Körperspannung, die richtige Haltung, die Technik und die Synchronität an.
Dies alles eingebettet in den choreografischen Rahmen, der durch die Trainerin/den Trainer überwacht wird.
 
Akrobatische Variationen wie Hebefiguren, Beinschwünge, Spagatvariationen und Räder machen diesen Tanz zu etwas Besonderen.
 
Atemberaubend ist darüber hinaus die – insbesondere in den letzten Jahren vermehrt auftretende – Luftakrobatik. Hier werden die Tanzmariechen gerne mal von den Gardisten durch die Luft gewirbelt und Sprünge bis unmittelbar unter der Saaldecke sind nicht ungewöhnlich.

Diese Form der Akrobatik entwickelte sich jedoch erst in den letzten Jahren und ist mit der ursprünglichen Form des Gardetanzes nicht vergleichbar.
 
Der heutige Gardetanz ist auf die Tanzdarbietungen der Revuetheater aus den 1920 er und 1930 zurückzuführen. Aber auch militärische Einflüsse finden ihren Ausdruck in der Geradlinigkeit und der einheitlichen Schrittfolgen der Tänze.
Musikalische Grundlage ist zumeist der Marsch. Gerne fließen aber auch Polka-Elemente mit in den Tanz ein. Beim Schautanz sind die musikalischen Einflüsse vielseitiger.
 
Neben den karnevalistischen Auftritten der Tanzgruppen finden regionale, nationale und internationale Turniere statt. Anhand von festgelegten strengen Bewertungskriterien wird die jeweilige Präsentation durch eine fachkundige Jury bewertet. In den Kategorien Paartanz, weibliche Garde, gemischte Garde, Tanzmariechen und seit einigen Jahren Schautanz zeigen die Teilnehmer ihr Können.
 
Ausgetragen werden die Wettkämpfe in verschiedenen Verbänden. Hierzu gehören u.a. der Bund Deutscher Karnevalisten (BDK) und der Regionalverband Karnevalistischer Korporationen (RKK). Bis hin zur Weltmeisterschaft führen die Wettkämpfe.
Die Bewertungskriterien sind umfangreich. Beim Gardetanz werden u.a. Aufmarsch, Uniform, Choreografie und  Schwierigkeitsgrad bewertet.
 
Beim Schautanz werden u.a. Kreativität, Kostüm, Choreografie und Ausführung bewertet.
Weitere Kriterien fließen in das Ergebnis ein.
 
Gute Gardetänzer verstehen es, sich schnell an unterschiedlichen Gegebenheiten eines Veranstaltungsortes anzupassen. Das Ausfüllen großer Bühnen und die räumliche Organisation unter eventueller Anpassung des Tanzes bei kleineren Bühne zeichnet den Profi aus.
 
In der Karnevalssession sind mehrere Auftritte, die teils eng getaktet sind, an einem Tag der Regelfall. Oftmals sind die Vorbereitungen für den nächsten Auftritt nur in den angemieteten Vereinsbussen möglich und am Abend merken die TänzerInnen sicherlich, was sie geleistet haben.
 
Auch das Verletzungsrisiko ist nicht zu vernachlässigen.
 
Trotz der körperlichen Belastungen und den Anstrengungen übermitteln die TänzerInnen aber stets ein Lächeln an das Publikum und verzaubern mit ihrer Ausstrahlung und Professionalität. Sie tanzen sich in die Herzen der Jecken und leben den Karneval mit ihrer vorbildlichen und positiven Einstellung. Ohne diese Karnevalisten und Sportler würde im Karneval und Fasching etwas fehlen.
 
Die Tanzgruppen im Karneval nehmen eine herausragende Stellung ein.
Darüber hinaus ist dies auch eine Sparte im Karneval, die einen hohen Stellenwert in der Nachwuchsförderung einnimmt.
Hennef verfügt über genau solche Tanzgruppen/Vereine, die sich dieser Herausforderung stellen.
 
Hierzu gehören u.a.:
 
- die TSG Tanzsportgruppe Rot-Weiss Söven
- die KG Rot Weiss Bröl incl. Showtanzgruppe „Jecke Kalver Schnütche“
- die Tanzflöhe Happerschoß
- die Westerwaldsterne, die in der Karnevalszeit Auftritte in halb Deutschland hat und weit über die Grenzen von Hennef    bekannt sind
 
Darüber hinaus verfügt Hennef mit den Hennefer Stadtsoldaten und der Geistinger Garde noch über eine Gruppe männlicher Karnevalisten die mit ihren Tänzen ebenfalls begeistern.
 
Unmittelbar hinter der Stadtgrenze Hennefs besteht noch eine hervorragende Tanzgruppe, die gern gesehene Gäste in Hennef sind und hier auch benannt werden sollten. Die Grün-Weißen Funken vom Zippchen, die ebenfalls Gardetanz auf höchstem Niveau zeigen.
 
All diesen Tanzgruppen:
 
Ein herzliches Dankeschön und höchster Respekt für eure Leistung.
Eine schöne Session und wir freuen uns auf EUCH!!!
 
Text und Foto: Frank Specht
Motiv: Auftritt Westerwaldsterne aus dem letzten Jahr

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Beiträge von und über Hennefer Vereine

 

Die SKC-Pänz

SKC – Kinderprinzenpaar und SKC-Pänz spielen eine wichtige Rolle im Verein -

In 2017 wird der Sövener-Karnevals-Club (SKC), der 1957 als All Sövener Kinder (ASK) gegründet wurde, sein 60-jähriges Bestehen feiern. Seit 1961, also bereits wenige Jahre nach Gründung des Vereins, fand die Wahl des Kinderprinzenpaares durch die Sövener Schulkinder statt.
In der jeweils laufenden Session wird das Kinderprinzenpaar durch die Mitglieder des SKC begleitet und der Verein übernimmt die Organisation aller Tätigkeiten und Koordination der Termine des Kinderprinzenpaares. Bis zum heutigen Tage wurde das Verfahren zur Wahl des Sövener Kinderprinzenpaares beibehalten.
Im Sommer wählen die Sövener Schulkinder aus ihren Reihen das Kinderprinzenpaar. Wenn die Kinder die Wahl annehmen und deren Eltern zustimmen, erfolgt ein Gespräch mit den Vertretern des SKC, in dem die Details der kommenden Session festgelegt werden.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des SKC, war die Gründung der Kinder- und Jugendabteilung, den SKC-Pänz, im Jahre 2012. Somit werden die SKC-Pänz im nächsten Jahr ihr fünfjähriges Bestehen feiern dürfen.

Die Gründung der SKC-Pänz war nur konsequent, denn bereits der Verein All Sövener Kinder wurde 1957 gegründet, um für die Kinder einen Karnevalszug zu organisieren und die SKC-Pänz sind natürlich eine tolle Ergänzung zum Kinderprinzenpaar.

Doch der Grundgedanke des SKC-Vereinsvorstandes 2012 unter Leitung des damaligen Präsidenten Mario Hirt für die Gründung der Kinder- und Jugendabteilung war noch umfangreicher und bereits sehr zukunftsorientiert.

Die Gründunginitiatoren wollten den Kindern und Jugendlichen das Brauchtum Karneval und das Vereinsleben näher bringen. Gemeinschaftliche Aktivitäten – auch außerhalb der Karnevalssession – sollten durchgeführt werden.

2012 war es dann soweit.
Auf den Aufruf des SKC bekundeten 12 Kinder im Alter zwischen 7 – 15 Jahren ihr Interesse und am 24. Juni 2012 erfolgte mit den Kindern und deren Eltern, sowie seitens des SKC dem Präsidenten Mario Hirt und zahlreichen Vorstandmitgliedern die Gründungsversammlung im Sövener Hof.

Nachfolgende Aktivitäten sahen die Planungen vor, von denen seit Gründung bis heute die meisten Tätigkeiten umgesetzt wurden:

- Tradition Karneval erkunden
- Wagenbau und Zugteilnahme
- Ausarbeitung und Durchführung einer Kindersitzung
- Sketche oder Büttenreden oder Tänze einstudieren
- Orden selber herstellen
- Gestaltung eines Kostümwettbewerbes auf unserer Karnevalsparty
- Karnevalsveranstaltungen in unserer Umgebung besuchen
- Rheinische Mundart und Kölsche Lieder kennenlernen
- Spiel und Spaß ( wie z.B. Kegeln ) im Erlebnisraum Hennef
- Handwerksworkshops

Aktivitäten in der Gemeinschaft, die Bildung von Teamfähigkeit und das Einbeziehen auch der Eltern sind neben dem Näherbringen des Brauchtums Karneval und des Vereinslebens dabei bis heute ein wesentlicher Aspekt der SKC-Pänz.

Die Idee kommt bei den Kindern und Jugendlichen an.

Insbesondere der jährliche Bau eines eigenen Karnevalswagens, genießt große Beliebtheit bei den SKC-Pänz. Hierzu treffen sich die Kinder im Sommer vor der Session in der Wagenhalle, wo sich der zu gestaltende Karnevalswagen befindet. Nachdem die Dekorationen des Vorjahres entfernt wurden, erfolgt die gestalterische Umsetzung des neuen Mottos, welches zuvor durch die SKC-Pänz gemeinschaftlich festgelegt wurde.

Bewaffnet mit Pinsel, Schraubenzieher, Dekorationsmaterialien und weiterer Werkzeuge wird das Motto umgesetzt und das Ergebnis lässt sich dann sonntags im Sövener Karnevalszug und an Rosemontag im Hennefer Zug bewundern.

Die Kosten für das benötigte Wurfmaterial der Karnevalszüge, an denen die Kinder teilnehmen, wird jährlich durch eine Sammlung in Söven und einiger Sponsoren finanziert. Auf diese Beteiligung der Sövener MitbürgerInnen sind die SKC-Pänz angewiesen und für die bisherige Unterstützung der Sövener und der Sponsoren kann man nur großen Dank aussprechen. Es zeigt aber auch das Miteinander in einer intakten Dorfgemeinschaft, wo jeder seinen Beitrag einbringt.

In der Karnevalssession besuchen die SKC-Pänz und deren Betreuer auch gerne Veranstaltungen befreundeter Karnevalsvereine. Die Kindersitzung der KG Bröl und das Kinderfest der Großen Geistinger KG und der Ersten Hennefer KG in der Meiersheide und weitere Veranstaltungen standen bereits in der Vergangenheit auf dem Programm.

Nicht zu vergessen ist aber auch die eigene Kindersitzung (zuletzt im Jahre 2015). Hier wurde der Elferrat durch die SKC-Pänz gestellt und die Kinder und Jugendlichen führten eigenständig durch die Sitzung. Angefangen von der Moderation bis hin zur Präsentation von Tänze, Sketsche und einstudierten Büttenreden. Aber auch Gastbeiträge und Auftritte befreundeter Vereine waren Bestandteil der Sitzung.
Eine sehr erfolgreiches und professionelles Ergebnis, welches die Gäste der Kindersitzung erleben durften.

Außerhalb der Karnevalssession wird u.a. Kegeln und Spiele- und Filmeabend geboten und somit umfasst das Vereinsleben der SKC-Pänz ganzjährige Aktivitäten.

Einigen ehemaligen SKC-Pänz gefiel dieses Vereinsleben und das Brauchtum Karneval so gut, dass sie in die „Erwachsenenabteilung“ des SKC wechselten.

Gerne werden aber auch neue SKC-Pänz begrüßt und bei einem bewusst niedrig gehaltenen Vereinsbeitrag von nur 6,-- Euro im Jahr wird den Kindern viel geboten und sie gewinnen Vereinserfahrungen für die Zukunft.

Die SKC-Pänz haben sich zwischenzeitlich im Sövener Karneval etabliert. Für einen Verein ist es immer wieder eine große Herausforderung sich der Kinderarbeit zu stellen. Der zeitliche und ehrenamtliche Einsatz, die Übernahme von Verantwortung und die entstehenden Kosten spielen hierbei eine Rolle. Doch es ist auch eine Investition in die Zukunft des Vereins und der Jugend und von daher kann man diesen Einsatz von Vereinsmitgliedern nur positiv würdigen und unterstützen.

Neben den weiteren Hennefer Vereinen, erfolgt auch beim SKC eine vorbildliche Kinder- und Jugendarbeit, die es gilt fortzuführen.

Text: Frank Specht
Fotos: SKC

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Häuser für Waisenkinder e.V.

Ein gemeinnütziger Verein, der Völker verbindet und humanitäre Hilfe in Kenia leistet.

 

Seit 1987 besucht der Hennefer Heiko Wäsche das afrikanische Kenia. Im Rahmen seiner regelmäßigen Reisen in das Land, erhielt er immer tiefere Einblicke in das kenianische Leben und die sozialen und gesellschaftlichen Probleme. Mit den gewonnen Eindrücken entstand dann der Wille und die Idee, die Bevölkerung mit Maßnahmen und Projekten zu unterstützen.

Im Jahre 2007 wurde in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftsschule Hennef, eine Patenschaft mit der kenianischen Grundschule „Mbaga Primary Mixed“ geschlossen, um die ansässige Schule mittels Spendengelder und baulicher Erweiterung zu unterstützen.

Aus dieser Patenschaft wurde dann in 2011 durch Heiko Wäsche der gemeinnützige Verein „Häuser für Waisenkinder e.V.“ mit Sitz in Hennef gegründet.

Ein wesentliches Ziel des Vereins ist es, den Bau und Betrieb von Waisenhäusern und einer neuen Schule sicher zu stellen. Der Bau der Gebäude erfolgt in Lehmbauweise. Dies unter Förderung und Einsatz von erneuerbaren Energien und damit verbunden ist die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Ausbildung von jungen Menschen zum Lehmbautechniker eine weitere Zielausrichtung. Darüber hinaus ist der Verein zukünftig auch um die Organisation und Vermittlung von Gruppenpatenschaften bemüht.

Michael Owino bei Gründung der Patenschaft

 

In Kenia unterstützt wird der gemeinnützige Verein aus Hennef durch die Bevölkerung und insbesondere durch den pensionierten Lehrer Michael Owino, der ebenfalls als ehemaliger Bezirkspolitiker, großes Engagement bei der Umsetzung und Unterstützung der Ziele zeigt.

 

 

Michael Owino war es auch, der 1986 im Rahmen eines Studentenaustausches den sympathischen und von der Sache überzeugten Vorsitzenden des Vereins „Häuser für Waisenkinder e.V.“ , Heiko Wäsche kennen gelernt hat.

In Afrika ist die Anzahl von Waisenkindern extrem hoch. Neben der mangelnden medizinischen Versorgung und der Nahrungsmittelknappheit, spielt auch die erhebliche Verbreitung von HIV infizierten Menschen dabei eine erhebliche Rolle. Nach offiziellen Angaben aus 2008, sind ca. 8 % der 15 – 49 jährigen Menschen in Kenia HIV positiv. Die inoffizielle Dunkelziffer dürfte jedoch ein Vielfaches dieser Angaben sein. Dies führt auch dazu, dass die durchschnittliche Lebenserwartung der Kenianer per 2009 bei 58 Jahre lag und die Elternteile somit sehr früh versterben und Kinder zu Waisen werden. Da durchschnittlich jede kenianische Frau ca. fünf Kinder gebährt, verschärft dies zusätzlich die Situation und führt dazu, dass per 2009 ca. 42 %  der Kenianer unter 15 Jahre alt sind.

 

Anhand dieser statistischen Angaben erkennt man die Not in diesem Land, welches über ca. 40 Mio. Einwohner verfügt.

Heiko Wäsche beim Botschafter von Kenia in Berlin

Grundrissplanung Baumaßnahme

Modell Waisenhaus in Lehmbauweise

Genau hier greift das Konzept des Vereins aus Hennef ein. Für diese Waisenkinder sollen  vier Gruppen von Waisenhäuser für jeweils acht Kinder und eine Grundschule für acht Klassen kostengünstig in modifizierter Holz- und Lehmbauweise vor Ort errichtet werden. Nach umfangreichen Verhandlungen, wurde hierzu bereits ein 10.000 qm großes Grundstück zur Verfügung gestellt und das Vorhaben mit den ansässigen Behörden abgestimmt. Um den Betrieb auch zukünftig finanziell sicher zu stellen, soll die Schule auch Kinder aufnehmen, die nicht im ansässigen Waisenhaus wohnen. Dadurch können weitere staatliche Fördergelder generiert werden.

 

 

Darüber hinaus sieht die Planung vor, dass eine eigene Photovoltaikanlage errichtet wird, die eine derzeitige lückenhafte Stromversorgung zukünftig sicherstellt. Diese soll die bereits jetzt vorhandene und gespendete kleinere Anlage ablösen. Zuviel produzierter Strom kann dann in das Netz eingespeist und verkauft werden. Somit ist auch dadurch eine weitere finanzielle Einnahmemöglichkeit gegeben.

 

Auch bestehen Überlegungen, Regenwasser zu sammeln und ggf. Brunnen zu bohren, um die tägliche Wasserversorgung sicher zu stellen.

Neben Heiko Wäsche als gelernter Architekt mit Auslandserfahrung in Kenia, steht der 2. Vorsitzende des Vereins, Ulrich Hahn als fachlicher Berater zur Verfügung. Herr Hahn ist Politikwissenschaftler und Maurermeister.

Die Umsetzung der Arbeiten vor Ort erfolgt nach ökologischen und ökonomischen Gesichtpunkten durch Arbeitskräfte, die ortsnah leben. Dadurch werden Arbeitsplätze geschaffen und junge Menschen erlernen das Handwerk des Lehmbautechnikers.

Durch dieses Konzept haben Kinder wieder ein zu Hause, Menschen vor Ort erlernen einen Beruf und es werden Arbeitsstellen geschaffen. Durch die integrierte Schule erhalten die Kinder auch eine schulische Ausbildung und damit eine Perspektive für das Leben.

Großen Wert legt der Hennefer Verein auf die Nachhaltigkeit des Projektes. Den einzelnen Betroffenen wird ein langfristig angelegtes Konzept geboten, was mit der Aufnahme der Kinder in das Waisenhaus beginnt und über die schulische Ausbildung bis hin zur möglichen Berufsausbildung geht. Hierbei wachsen die Kinder in familienähnlicher Obhut auf.

oben: Mitarbeiterin vor Ort

unten: Heiko Wäsche mit Freunden vor Ort

Derzeitige Behausung der Kinder. Acht Kinder teilen sich eine Hütte auf engsten Raum.

Herr Wäsche berichtete im Gespräch, dass zur Zeit teilweise acht Kinder auf engsten Raum leben und schlafen. Dokumentiert wurden diese Aussagen durch vorgelegte Bilder, die diese menschenunwürdige Gegebenheit dokumentieren. Teilweise werden durch einheimische Mitmenschen auch sogenannte Zimmer zur Verfügung gestellt. Als Entschädigung wird von den untergebrachten Kindern jedoch erwartet Gelder heranzuschaffen, um sich die Unterkunft zu verdienen. Hierbei ist der Abstieg in die Kriminalität und ggf. Prostitution mit der Gefahr der HIV-Ansteckung vorprogrammiert. Außerdem wird dadurch den teilweise sehr jungen Kinder die Möglichkeit des Besuches einer Schule verwährt, da sie mit der Beschaffung von Geldern beschäftigt sind. Ein Teufelskreis, den es gilt zu durchbrechen.

 

Entschädigt werden die zur Zeit ca. 20 aktiven Vereinsmitglieder nur durch die Herzlichkeit und Dankbarkeit der Kenianer. Doch dies ist sicherlich eine unvergessliche Entschädigung für die Mühen der Beteiligten.

Um dieses Konzept umsetzen zu können, benötigt der Hennefer Verein jedoch Spendengelder, damit auch weiterhin diese Menschen eine Zukunft haben. Eine Zukunft mit Möglichkeiten der Grundversorgung, die für Menschen in Deutschland meist selbstverständlich ist. Auch wurden Gelder aus Fördermittel in Deutschland beantragt.

Aufgrund des sehr geringen Verwaltungsapparates, werden die Spendengelder nahezu komplett zur Umsetzung der Ziele und Projekte herangezogen. Teilweise werden Kosten auch durch die Vereinsmitglieder privat gezahlt, um möglichst viele Gelder zur Umsetzung der Maßnahmen zur Verfügung zu stellen, so der 1. Vorsitzende Heiko Wäsche.

Nähere Angaben zu einer Vereinsmitgliedschaft und/oder zu den Spendenmöglichkeiten sind auf der Homepage des Vereins zu entnehmen oder unter Tel.-Nr. 02242/873275 zu erfragen. Der Verein würde sich auch über weitere Vereinsmitglieder freuen, die unterstützend tätig werden.

Homepage des Vereins: www. haeuser-fuer-waisenkinder.org 

21.05.2013

Text: Frank Specht

Bilder: Heiko Wäsche, Häuser für Waisenkinder e.V.

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