Eventberichte 1/2016

Veröffentlichungsdatum:

19.11.2016 Prinzenproklamation

31.10.2016 Dada Matinée

29.10.2016 Kunstpunkte 2016

18.09.2016 Stadtfest Hennef

21.08.2016 33 Jahre Hennefer Stadtsoldaten

03.07.2016 11. Kult-Open-Air

26.06.2016 SommerOpenAir Part II

25.06.2016 SommerOpenAir Part I

12.06.2016 Faces of Musical

30.05.2016 The Joy of Soul Vol. II

21.05.2016 Ingolf Lück im Kurtheater

12.03.2016 Viel Schönes

28.02.2016 Hennef zeigt Herz

05.02.2016 Prinzenpaarempfang in der Kreissparkasse

05.02.2016 Damensitzung der Schmetterlinge

31.01.2016 Rathauserstürmung und Prinzenpaarempfang

30.01.2016 Kostümsitzung Westerwaldsterne

28.1.2016 Prunksitzung Quer durch de Waat

25.01.2016 Sitzung Kunterbunten

24.01.2016 Häresitzung

17.01.2016 Sitzung Fidele Flotte

10.01.2016 Rejimentsappell

09.01.2016 Proklamation und Sitzung in Bröl

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Prinzenproklamation

 
Voller Erwartung auf die Bekanntgabe des neuen Hennefer Prinzenpaares besuchten am gestrigen Abend viele jecke Gäste die nahezu ausverkaufte Meiersheide.
Erstmalig wurde die Prinzenproklamation nicht nur vor geladenen Gästen zelebriert, sondern im Vorfeld hatten alle interessierten Jecken die Möglichkeit, für einen geringen Preis Eintrittskarten zu kaufen.
 
In diesem Jahr stellt die KG Grosse Geistinger das Prinzenpaar, die sich im jährlichen Wechsel diese Ehre mit den beiden Komiteevereinen Quer durch de Waat und Erste Hennefer KG teilen und auch in diesem Jahr wurden die Namen des Hennefer Prinzenpaares bis zuletzt Geheim gehalten.
 
Doch bevor das Geheimnis gelüftet wurde, wurde dem Prinzenpaar der Session 2015/2016, Michael I. & Claudia V. für ihre erfolgreiche Session nochmals bedankt. Dem folgend, durften die Gäste ein buntes karnevalistisches Bühnenprogramm genießen, welches den Rahmen für die Prinzenproklamation bot.
 
Sprachgewandt und mit viel humoristischen Pointen präsentierte sich Klaus Rupprechter mit seiner Bauchrednerpuppe „dem Affen Willi“ auf der großen Bühne der Meiersheide und mit seinem - teils im Reim gehaltenen - Vortrag hatte er die Lacher auf seiner Seite.
 
Für die musikalische Unterhaltung sorgten die Räuber und die Cöllner an diesem Abend.

Schnell verwandelten beide Bands die Meiersheide in einen Saal mit schunkelnden, tanzenden und singenden Jecken.
Mit tänzerischem Können entführten die Westerwaldsterne das Publikum in die Welt des Gardetanzes mit herausragenden akrobatischen Einlagen.
 
Die Stimmung war sehr ausgelassen und nach dem Bühnenprogramm war es an der Zeit, den Höhepunkt der Veranstaltung einzuläuten. Nachdem der Präsident der Grossen Geistinger, Christoph Morell verteilt über den Abend den Spannungsbogen aufgebaut hatte, sollte nun das Geheimnis des Hennefer Prinzenpaares 2016/2017 gelüftet werden. Die Proklamation stand bevor.

Die Türen der Meiersheide öffneten sich, die Gäste erhoben sich von den Stühlen und es marschierte in Begleitung der Geistinger Garde und der Hennefer Stadtsoldaten das noch designierte Prinzenpaar der Stadt Hennef ein. Der Einzug erfolgte von hinten kommend durch die vielen jecken Besucher quer durch die Meiersheide. Während die Jecken im hinteren Bereich als Erste das Prinzenpaar sahen, gaben die Gäste in den vorderen Reihen, die das Prinzenpaar noch nicht sehen konnten, ihre Vermutungen und Tipps ab.

Der Einzug war sehr ausgiebig, denn die Freude über das neue Prinzenpaar war/ist enorm.
 
Nachdem das designierte Prinzenpaar sich den Weg durch die Menge gebahnt hatte, standen sie nun auf der Bühne und der Hennefer Bürgermeister Klaus Pipke konnte die Proklamation vollziehen. Hennef hat ein neues Prinzenpaar und hierbei handelt es sich um
 
Prinz Christoph I. & Prinzessin Anja I. aus dem Hause Morell
 
Nach der Proklamation durfte dann auch das Hennefer Prinzenpaar erstmalig in ihrer neuen Funktion das Wort ergreifen. Man sah beiden Tollitäten die Freude am neuen Amt an und die Bewährungsprobe vollendeten sie äußerst erfolgreich.
Zunächst ergriff Prinz Christoph I. das Wort. In seiner einzigartig liebenswerten Art zog er sofort die Sympathien der Jecken auf sich. Redegewandt, wie man ihm in der Funktion als Präsident der Grossen Geistinger KG kennt, begeisterte er und auch seine Prinzessin Anja I. überzeugte mit einer hervorragenden Ansprache und dies, obwohl es für sie eine Premiere war, vor so vielen Jecken zu sprechen.
 
Bereits jetzt kann man behaupten, dass diese Session von einem herausragenden Prinzenpaar geprägt sein wird. Es macht Spaß den beiden Tollitäten auf der Bühne zuzuschauen.
 
Nach dem offizielle Teil der Prinzenproklamation, nahm das Prinzenpaar noch die Gratulationen entgegen und im Foyer der Meiersheide wurde weiter gefeiert. Der erste offizielle Auftritt des Prinzenpaares nach der Proklamation findet im Rahmen der Sessionseröffnung der Hennefer Stadtsoldaten auf dem Stadtsoldatenplatz statt.
 
Vita Hennefer Prinzenpaar 2016/2017
 
Prinz Christoph I. (Christoph Morell)
 
Der Prinz ist 46 Jahre alt und als Verkaufsleiter im Autohaus Schorn in Hennef tätig, wo er bereits seit 26 Jahren angestellt ist.
Als 2. Kind von Karin und Berthold Morell, wurde ihm der Fasteleer in die Wiege gelegt. Vater Bertold war 27 Jahre lang Präsindent der Grossen Geistinger KG. Mit seiner Frau Karin war er vor genau 30 Jahren (1987) das Prinzenpaar der Stadt Hennef und ist als Ehrenpräsident der KG Grosse Geistinger immer noch aktiver Karnevalist.
 
Christoph steht der Grossen Geistinger KG seit 2003 als Präsident vor.
 
Sein Hobby ist das Golfen. Als aktives Mitglied im Golfclub Rhein-Sieg e.V. ist er Captain der Herrengolfmannschaft.
 
Prinzessin Anja I. (Anja Morell, geb. Fiegen)
 
Die Prinzessin ist 44 Jahre und ein Geistinger Mädchen.
Als Friseurin arbeitet sie im Salon ihrer Schwester Monika ("Monikas Frisörlädchen", Buisdorf) u.a. mit ihrer Schwester Agnes, die 2011 Prinzessin (Agnes I.) in Hennef war.
 
Ihr Hobby ist das Reiten.
 
Das Prinzenpaar ist seit 2000 verheiratet und wohnt in Hennef - Oberhalberg.

Die Beiden kennen sich seit 1986, als sie gemeinsam die Schule in Geistingen besuchten und sind seitdem ein Paar.
Ihr Sohn Matti Bruno erblickte 2013 das Licht der Welt.
 
Prinzenführer: Jörg Reinhardt (Geschäftsführer der Gesellschaft)
Adjutanten: Mario Schüller, Andreas Flöhl, Christian Rötzel, Torsten Tamm, Alexander Welsch, Günter Heimann, Frank Sieling und Dirk Graupmann

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​Dada Matinée bei der Ateliergemeinschaft KUNSTWERK


»Jolifanto bambla ô falli bambla [...]«, rezitierte der Mann in Frack und Zylinder und das Publikum lauschte mit Staunen. Ja, wer von der Kunstrichtung Dada bisher nicht viel gehört hatte, war möglicherweise verwundert, vielleicht auch befremdet von dem, was das Atelier KUNSTWERK zu den Kunstpunkten am Sonntag präsentierte. Dabei ist Dada gar nichts
revolutionäres Neues, sondern runde hundert Jahre alt - gegründet im Zuricher Cabaret Voltaire im Februar 1916.

Vom Cabaret Voltaire in die Hennefer Gartenstraße also. Die Ateliergemeinschaft hatte zur Dada-Matinée geladen und erinnerte so an jenen Jahrestag auf unterhaltsame und lehrreiche Weise. Geboten wurden Dada-Klassiker, wie Hugo Ball und Hans Arp, künstlerisch Verwandte, wie Ernst Jandl und Alfred Jarry, sowie zeitgenössische Neuschöpfungen -
letztere von ihren Autoren persönlich interpretiert. In einem kurzen Vortrag führte Humberto Brentano kenntnisreich in die Thematik ein.

Auch das Bühnenbild stand ganz im Zeichen von Dada: Ein bestrumpftes Damenbein sang ins Mikrofon, der rosafarbene Rumpf bewarb die »Dada Messe«, während ein weiblicher Torso mit Gasmaske den schweigenden Chor
mit einem Rührbesen dirigierte.

Zu ihrem großen Einsatz kam die stumme »Dirigentin« mit Aufführung des - Originalton: »atonalen Intermezzos ohne Komponist Nr. 3 für wortlosen Sopran, Theremin, Klavier und Vater Ubu, begleitet vom neu gegründeten,
ersten Hennefer Schweigechor«. Marielle Lansinck am Theremin, Stephanie di Giuseppe am Piano und Humberto Brentano mit seiner klingenden Skulptur »König Ubu« sorgten für einen musikalischen Beitrag mit viel Improvisationsreichtum und schrägem Humor. Ulrike Biermann und Ursula Novotny-Schmandt, Mitglieder der Ateliergemeinschaft, rundeten die
Matinée mit gekonnten Interpretationen von Arp und Jandl ab.

Die Ausstellung der Ateliergemeinschaft mit Werken ihrer Mitglieder und Gastausstellern ist auch am Dienstag, 1.11.2016 (Allerheiligen) geöffnet.

Ateliergemeinschaft KUNSTWERK, Gartenstr. 10, 53773 Hennef

Text: N.N.; Bilder: Renate Steimel

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​Kunstpunkte 2016

Kunstpunkte und Ausstellung "Augenblicke" in Hennef

Die Ausstellungseröffnung der fünften Kunstpunkte Hennef fand heute im Hennefer Rathaus statt, welches nicht nur als Veranstaltungsort für die Eröffnung der diesjährigen Kunstpunkte diente, sondern bis zum 25.11.2016 auch als Ausstellungsort der Ausstellung "Augenblicke" des Eitorfer Künstlers Ray Wilkins.
 
Bereits vor der offiziellen Eröffnung zeigten sich die Gäste interessiert an den Werken des Künstlers, der bereits an internationalen Ausstellungen teilnahm und betrachteten die ausgestellten Bilder im Foyer aufmerksam.
 
In der Ausstellung gezeigt werden - wie der Name es vermuten läßt - Bilder deren Mittelpunkt die menschlichen Augen bzw. die Ausstrahlung der Augen sind.
"Die Augen sind der Spiegel der Seele" lautet eine weit verbreitete Aussage unserer Gesellschaft. Tatsächlich wirken die Bilder des Künstlers beim Betrachten so, dass man Emotionen hineininterpretieren kann. Zuversicht, Freude, und Kraft sind dabei nur einige Emotionen, die der Betrachter mit den Bildern verbinden kann.
Aber die Bilder dokumentieren auch die Perfektion künstlerischen Könnens mit all den Darstellungen und Techniken, die in der Gesamtheit des jeweiligen Kunstwerkes sowie im Detail in jedem einzelnen Bild überzeugen.
 
Der gebürtige Engländer Ray Wilkens ist Gründer der "People and Art Factory" in Eitorf.  Darüber hinaus ist Wilkins Songwriter, Coach und Lehrtrainer, Certifed Master-Trainer NLP, Heilpraktiker, anerkannter Experte für Gesundheit und Referent auf zahlreichen Fachkongressen.
 
Die offizielle Eröffnung der Ausstellung und der Kunstpunkte Hennef erfolgte durch Bürgermeister Klaus Pipke. In seiner Rede würdigte er den Künstler Ray Wilkins als sympathische und künstlerisch kompetente Persönlichkeit, die auch über der Region große Anerkennung genießt. Pipke stellte aber auch die weiteren Programmteile der Kunstpunkte 2016 vor und nahm Bezug auf die Beliebtheit der Ausstellungen im Rathaus Hennef. Die Beliebtheit ist auch dadurch dokumentiert, dass bis Ende 2018 bereits die Ausstellungsflächen im Foyer ausgebucht sind.
 
Kunsthistorikerin Claudia Feldhaus übernahm in ihrer Rede im Rahmen der Vernissage der Ausstellung "Augenblicke" die fachliche Würdigung der Kunstwerke des Künstlers Ray Wilkins.
 
Auch Landrat Sebastian Schuster war bei der Eröffnung zugegen und zeigte sich interessiert an dem Programm der Kunstpunkte und den ausgestellten Bildern in der Galerie des Hennefer Rathauses.
 
Im Rahmen der Kunstpunkte ist die Ausstellung "Augenblicke" im Foyer des Hennefer Rathauses neben den Regelöffnungszeiten, auch heute noch bis 16.00 Uhr um am Sonntag 30.10.16 von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr zu sehen.
 
Kunstpunkte:
Gemeinsam mit der Gemeinde Eitorf präsentieren sich diverse Künstler im Rahmen der Ausstellung Kunstpunkte im Zeitraum vom 29.10.2016 - 06.11.2016 in Hennef und vom 04.11.2016 - 06.11.2016 in Eitorf. Die Ausstellungsorte sind vielseitig und über die gesamten Stadtgebiete verteilt. So präsentieren sich und ihre Kunstwerke die Hennefer Künstler im Hennefer Rathaus, im KUNST-WERK-Atelier in der Gartenstr. 10 und in der Meys Fabrik. Aber auch Hennefer Einzelhändler stellen ihre Geschäftsräume bzw. Schaufenster als Ausstellungsbereich zur Verfügung und die teils farbenfrohen Werke der Künstler machen somit einen Schaufensterbummel zu einem abwechslungsreichen und künstlerischen "Wanderweg". Im Einzelnen werden im diesem Jahr in Hennef nachfolgende Ausstellungen durchgeführt:
 
Rathaus Hennef:
Ausstellung „Augenblicke“ von Ray Wilkins in der „Galerie im Foyer“
 
Meys Fabrik:
Herbstausstellung der Initiative Kunst
 
KUNST-WERK-Atelier, Gartenstr. 10.:
offenes Atelier incl. Ausstellung
 
Atelier Keller, Sanddornweg 10 (Stoßdorf):
offenes Atelier incl. Ausstellung
 
Optik Frohn, Frankfurter Str. 98d:
Collagen von Angelika Heimermann
 
READY4STAGE, Frankfurter Str. 95a:
Gemälde von Rudolf Kaplan
 
Modehaus Kümpel, Frankfurter Str. 69:
Gemälde von Bettina Sonnenburg
 
Naturkostladen Susanne Hüsgen, Auf der Sandkaule 17 (Süchterscheid):
"Pflanzendevas" von Monika Werres
 
Darüber hinaus zeigt das Kulturamt der Stadt Hennef in Kooperation mit Hennefer-Inspirationen die Online-Ausstellung "Graffitikunst im Stadtbild und in Kooperation mit Elisabeth Schneider und Hennefer-Inspirationen die Online-Ausstellungen "Die malerischen Vier Jahreszeiten" und "Malerischer Spaziergang durch Hennef".
 
Alle Veranstaltungen und Ausstellungen sind einen Besuch wert und sicherlich wird - wie in den vergangenen Jahren - das Interesse sehr groß sein. Im Rahmen der Veranstaltungen sind auch die Künstler anwesend und freuen sich darauf, Gäste begrüßen und Fachgespräche führen zu können.
 
Die offizielle Eröffnung der Kunstpunkte Eitorf findet am 04.11.2016 um 19.00 Uhr in der Schoeller-Halle statt. Auch in Eitorf werden interessante Ausstellungen geboten und es lohnt sich sicherlich einen Ausflug in die befreundete Nachbargemeinde vorzunehmen.
 
Text und Fotos: Frank Specht

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Stadtfest Hennef


Für viele Menschen gehört das Hennefer Stadtfest zu den regionalen Höhepunkten des Jahres. An diesem Wochenende ist/war es erneut soweit und der gestrige Samstag sorgte wieder für ausgelassene Stimmung auf dem Stadtfest. 900 Meter lang präsentierten sich zahlreiche Buden entlang der Frankfurter Straße. Auf mehreren Plätzen und Bühnen wurde für gute Unterhaltung gesorgt, wobei das musikalische Hauptprogramm auf den beiden Hauptbühnen jeweils am Anfang und am Ende der Frankfurter Straße stattfand. Aber auch auf den kleinen Bühnen im JaJa- und Ready vor Stage-Bereich, wurden durch die Tanzschulen und die Musikschule das Können der Schüler näher gebracht. Auf den Hauptbühnen hatten sich samstags die Tom Cats, Crosshagen, DJ Cue, Spökes, Der letze Schrei, die Rheinlandverfahren, Ex´n Rock, Reverse Reaction, Big Maggas und John Diva & The Rockets of Love angesagt.


Mit mitreißender Musik und einen vollen Stadtsoldatenplatz sorgte Samstagabend der Party-Tower auf dem teilweise überdachten Eventbereich für erneut gute und ausgelassene Stimmung.
Tolle Party durch DJ Wolfgang.

Doch zunächst erfolgte die Eröffnung der Veranstaltung durch den Fassanschlag. Neben den Hennefer Bürgermeister Klaus Pipke, würdigten auch Irmgard Gräf, Vorsitzende der Werbegemeinschaft und Thorsten Peters vom Stadtmarketing Hennef das Stadtfest als besonderes Ereignis und eine hervorragende Möglichkeit, den Einzelhandel und die Stadt zu präsentieren. Hennef verfügt über einen vielseitigen und qualifizierten Einzelhandel. Das Angebot ist umfangreich und auf dem Stadtgebiet sind ausreichend Parkplätze vorhanden, die den Besuch der Hennefer Geschäfte unkompliziert ermöglichen. Alle Geschäfte sind fußläufig gut zu erreichen und Cafe´s, Bäckereien und Restaurant laden zum Verweilen ein.
Bereits gestern konnten sich die Besucher des Stadtfestes über das Angebot der Einzelhändler informieren. Einige Einzelhändler präsentierten ihr Angebot auch im Außenbereich der Geschäfte. Insgesamt wurden für das Stadtfest 220 Stände aufgebaut, wovon 80 Stände durch Hennefer betrieben werden/wurden.

Es ist bereits Tradition, dass nach dem Fassanschlag, der dieses Jahr durch Thorsten Peters vollzogen wurde, die Offiziellen, Mitglieder der Vereine und interessierte Bürger sich über das Angebot auf dem Stadtfest persönlich in Form einer Begehung informieren und so machten sich diese Gruppe auch in diesem Jahr auf den Weg, die 900 Meter der Frankfurter Straße abzugehen und sich an einigen Ständen zu informieren und einige Verköstigungen vorzunehmen.

Neben dem Stadtfest findet auch die Hennefer Kirmes auf und um Marktplatz statt und dies sogar bis zum Montag. Die offizielle Eröffnung fand am Samstag um 15.00 Uhr traditionell am Stand der Ersten Hennefer KG statt und auch dort erfolgte der obligatorisch Fassanstich, diesmal durch Bürgermeister Pipke.

Viele Fahrgeschäfte zogen gestern insbesondere Jugendliche auf die Kirmes. Autoscooter, Wilde Maus oder Nessy, sowie weitere beliebte Fahrgeschäfte trafen die Interessen der Besucher und wurden gut besucht. Zwischendurch konnte das Glück an den Losbuden und das Können an den Schießbuden ausprobiert werden.

Unter den ganz Mutigen des Stadtfestes befanden sich bereits gestern einige Besucher, die das Angebot eines Bungee-Sprunges wahrnahmen. Vor dem Sprung genossen Sie in schwindelerregender Höhe vielleicht auch den tollen Überblick über das Stadtfest und die faszinierende Aussicht. Übrigens: Auch ohne Sprung kann man mit den Korb in die Höhe fahren.

Das Wetter spielte zumindest bis zum Abend mit. Aber von dem einsetzenden Regen ließen sich die Besucher nicht beeindrucken und das Bühnenprogramm sorgte für Sonnenschein im Herzen und volle Bereiche vor der Bühne.
Selbst Roy Ostermann, Frontmann der Big Maggas war fasziniert davon, wie schnell sich und wie viele Besucher sich zum Konzert einfanden. Während der Umbauphase vor dem Konzert waren kaum Besucher vor dem Bühnenbereich, bereits 10 Minuten nach Beginn des Konzertes bot sich den Künstlern ein Bild von endlosen Zuhörern vor der Bühne. Das Ende der Menschenmassen konnte nur erahnt werden und die Zuhörer brachten ihre Regenschirme im Takt der Musik zum "schunkeln".

Das Hennefer Stadtfest ist geprägt durch ein vielseitiges Angebot. Viele Geschäfte und Vereine bringen sich ein und dies macht das Stadtfest – trotz der Größe- zu einem familiären Fest, welches gerne besucht wird.

Wer sich heute hiervon überzeugen möchte, kann dies ab 11.00 Uhr. Bis zum Abend öffnet das Hennefer Stadtfest erneut die Tore mit umfangreichen Angeboten, Verkaufsoffenen Sonntag und vielseitigen Bühnenprogramm. Höhepunkt auf den Bühnen werden sicherlich die Auftritte der Pur-Coverband PurPur auf der Kreissparkassenbühne und der Queen-Coverband The Queen Kings auf der Rhenag-Bühne sein.
Darüber hinaus werden noch die nachfolgenden Bands und Vorführungen erwartet:
- Western Wood Stompers
- Kindertanzgruppe 1. Hennefer Stadtsoldaten
- Living Gospel
- Kindertanzgruppe vom BSC 03
- Verlosung Gewinner der Stadtrallye "Heimat shoppen"
- Tanzgruppe KG Bröl
- Big Bandits
- Hop Stop Band
- Tanzschule Lars Stallnig und
- Stampung Feet

Es lohnt sich also wieder.

Großen Dank an die Sponsoren, die Organisatoren, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Ordnungsamt, Sicherheitsdienst und die vielen helfenden - teils ehrenamtlichen- Hände. Ohne diese Menschen wäre das Stadtfest nicht möglich.

Text und Fotos: Frank Specht

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33 Jahre Hennefer Stadtsoldaten

 

Viele –teils historische und wegweisende- Ereignisse ereigneten sich im Jahre 1983.

Hierzu gehörten u.a.:

  • die Zeitschrift „Stern“ veröffentlichte die gefälschten Hitler-Tagebücher des Konrad Kujau
  • in den USA kam das erste Mobiltelefon auf dem Markt
  • der HSV wurde Deutscher Meister
  • Sänger Andreas Bourani wurde geboren und
  • neun staatze Männer trafen sich am 25.08.1983 zu einer konstituierenden Sitzung in Hennef, zu der Karl-Heinz Decker und Friedhelm Nolden – ganz ohne Mobiltelefon – geladen haben.

Die Sonne schien, als hätte sie geahnt was kommt und sich darüber gefreut, und sicherlich kühlte etwas Kölsch die trockenen Kehlen der anwesenden Teilnehmer der Versammlung, welche aus Karl-Heinz Decker, Friedhelm Nolden, Knut Klinkhammer, Willi Kerschgens, Herbert Kreuz, Franz Grossmann, Hans-Peter Lindlar, Hans-Heinz Birkmüller und Gerd Hieronymus bestand.

Diese Männer setzten an diesem Abend einen kühnen Plan konkret um und gründeten den Karnevalsverein „1. Hennefer Stadtsoldaten vun 1983 e.V.“

Ein historisches und wegweisendes Ereignis halt und eine Bereicherung für die Stadt Hennef!!!

Die erste offizielle Veranstaltung erfolgte dann am 14.01.1984 mit Einkleidung und Vereidigung der neuen Stadtsoldaten in der Winterscheider Mühle. Die Meys Fabrik war zum damaligen Zeitpunkt noch gewerblich genutzt.

Gegenwärtig dient die Meys Fabrik als Refugium dieser Veranstaltung und auch heute noch erfolgt einmal jährlich in einem feierlichen Akt mit Rahmenprogramm, der sogenannte Regimentsappell für geladene Gäste. Hierbei erfolgen Ernennungen, Vereidigungen und die Aufnahme von Mitgliedern.

In den vier nachfolgenden Kategorien wird hierbei unterschieden:

Rekrut (angehender Stadtsoldat in einjähriger Probezeit)

Stadtsoldat (aktives Mitglied)
Legionär (inaktives Mitglied)
Ehrenstadtsoldat (besondere Verdienste im Sinne der Stadtsoldaten)

Vervollständigt werden die Hennefer Stadtsoldaten durch die Regimentskapelle, die Stadtsoldaten-Pänz und das Tanzmariechen, welches traditionell durch einen männlichen Stadtsoldat dargestellt wird.

Schon alleine diese Konstellation macht die Stadtsoldaten - auch über den Grenzen von Hennef - einzigartig.

Die ersten Auftritte erfolgten zwar bereits im stadtsoldatentypischem Outfit mit Uniformen aus dem Kölner Offenbachtheater; als Knabbüs (Gewehr) mussten jedoch Dachlatten herhalten, was der Ausstrahlung keine Abbruch tat.

1985 gab es dann auch den ersten Vereinsorden. Dieser war dem ersten männlichen Mariechen der Stadtsoldaten gewidmet, denn wer hat schon ein so attraktives und gutaussehendes Mariechen, wie es die Stadtsoldaten hatten und haben!?

Eine weitere Besonderheit der Hennefer Stadtsoldaten ist die Vergabe des Stadtsoldatennamens. Diesen bekommt jedes Vereinsmitglied und steht im persönlichen Zusammenhang mit der jeweiligen Person. Der Name könnte Bezug auf eine Eigenschaft, den Beruf, das Hobby oder des Aussehens nehmen und ist stets liebevoll erdacht.

Schnell haben sich die Hennefer Stadtsoldaten in Hennef etabliert und so war es auch nicht verwunderlich, dass 1987, zum 5jährigen Bestehen des Vereins, ein Platz in Hennef nach den Stadtsoldaten benannt wurde. Der damalige Bürgermeister und Ehrenstadtsoldat Emil Eyermann enthüllte das Straßenschild mit dem Namen "Stadtsoldatenplätzchen", welches sich noch heute im Zentrum der Stadt Hennef befindet und wo seit dem 11.11.1988 die jährliche Sessionseröffnung des Hennefer Karnevals erfolgt.

Seit 2002 schmückt nach der Sessionseröffnung zur Weihnachtszeit auch ein großer Weihnachtsbaum den Stadtsoldatenplatz. Bei der Koordination der Termine kann jedoch auch mal etwas Unplanmäßiges geschehen. 2014 stand der Weihnachtsbaum bereits zum Zeitpunkt der Sessionseröffnung auf dem Stadtsoldatenplatz und somit blockierte dieser den Bühnenaufbau und den Aufbau der Fahnenstange zum hießen der Stadtsoldatenfahne. Kurzerhand wurde ohne Bühne eröffnet und Bürgermeister Klaus Pipke diente als Fahnenstange/-halter. Im Folgejahr gab es dann wieder keinen Weihnachtsbaum zur Sessionseröffnung aber die Fahnenstange. Da die KG Rot-Weiß Bröl nicht – wie im Vorjahr - um den diesmal fehlenden Weihnachtsbaum tanzen konnte, wurde stellvertretend der Baas der Hennefer Stadtsoldaten weihnachtlich geschmückt und so konnte die Umtanzung des „Weihnachtsbaums“ dennoch stattfinden. 

1998 kam die Idee auf, im Jahre 2000 an den Steubenparaden in New York und Philadelphia teilzunehmen. Doch wie sollte dies finanziert werden? In der Session 1998/1999 kam dann die Idee, eine Zeitung über die Stadtsoldaten, den Karneval und befreundete Vereine zu erstellen. Werbeanzeigen sollten das inhaltliche Bild abrunden.

Das Konzept von dem damaligen Baas Karl-Heinz Decker und dem Pressewart Paul Jacobs ging auf und mit dem Schreibgenie Franz Schenkelberg wurden die Leser in den Bann der Texte gezogen.
Die erste Ausgabe der "Knabüs" (Anmerkung: damals noch mit einem "b") erschien im Orangeformat im April 1999 und ab der fünften Ausgabe im April 2000 - bis auf wenige folgenden Anpassungen - im heute bekannten Design und mit Doppel-b = Knabbüs.

Da das Konzept der Finanzierung erfolgreich war, nahmen die Stadtsoldaten an den Steubenparaden in den USA teil. Inmitten von Wolkenkratzern bewunderten die Amerikaner die rheinische Kultur und das Tanzmariechen der Hennefer Stadtsoldaten. Nicht nur mit ihrem Auftritt sorgten die Hennefer Stadtsoldaten für Aufsehen, sondern auch mit Mariechen´s Spetzebötzje. Denn natürlich zeigt Mariechen den interessierten Amerikanern, was man/Mann unter dem Tanzdress so trägt. Dies schien wohl auch die US-Polizei zu interessieren, denn diese betrat unmittelbar nach dem Zeigen des Spetzebötzje das Geschehen. Es war für den US-Bürger wohl unüblich, dass Männer in Frauentanzdress ihre "Unterhosen" zeigen, aber alles ging gut.

Der ausführliche "Reise- und Auftrittsbericht" wurde dann in der Ausgabe 8 der Knabbüs/Oktober 2000 dokumentiert.

Weitere Auslandseinsätze folgten. So nahmen die Hennefer Stadtsoldaten am 29.01.2011 z.B. an der Brüsseler Veranstaltung "Brüssel außer Rand und Band" teil.

Aber auch in der Region und in Hennef begeisterten/begeistern die Hennefer Stadtsoldaten stets mit ihren (Tanz-)Auftritten und Veranstaltungen. Ob Rathauserstürmung, Häresitzung, Bühnenauftritte bei befreundeten Vereinen, Sessionseröffnung auf dem Stadtsoldatenplatz oder beim Regimentsappell in der Mays Fabrik.

Legendär auch die Besuche im Kölner Gürzenich, dem Brauhaus Schreckenskammer oder dem Brauhaus Walfisch in Köln. Im Brauhaus Schreckenskammer wurden die Stadtsoldaten jahrelang zu Weiberfastnacht von den Gästen sehnsüchtig erwartet und so manch ein Gast kam nur wegen ihnen in die Lokalität, denn die Tänzer der Stadtsoldaten machten mit der eigenen Regimentskapelle das Brauhaus an diesem Tag zu einer karnevalistischen Hochburg. Auf engsten Raum - notfalls auf den Tischen- wurde Larida & Co. getanzt.

Für verrückte und überraschende Ideen waren/sind die Hennefer Stadtsoldaten natürlich auch immer zu haben. Im Jahre 2000 feierten das Gründungsmitglied und der ehemalige Baas Karl-Heinz Decker seinen Geburtstag. Als besondere Überraschung traten 12 Stadtsoldaten als Tanzformation auf. Jeweils sechs Tänzer als Männer und Frauen verkleidet und tanzten im Hinblick auf die damals bevorstehende Reise in die USA auf den Sinatra-Hit New York, New York und an dem Abend fungierte die Regimentskapelle als Big Band der Stadtsoldaten.

Vor ca. 10 Jahren folgte dann bei den Stadtsoldaten die Überlegung, ein Vereinsheim einzurichten. Dies vor dem Hintergrund, um eine zentrale Anlaufstelle zu haben, wo man Sitzungen, Besprechungen aber auch gesellige Treffen abhalten kann. Gleichzeitig könnte dieses Vereinsheim als Trainingsstätte für die Tänzer dienen. Die Möglichkeit ergab sich dann 2007, als die Hennefer Stadtsoldaten das idyllisch gelegen Kurhäuschen am Kurpark als Vereinsheim übernehmen konnten. Bis zum heutigen Zeitpunkt dient dieses Gebäude als Vereinsheim. Gerne stellen die Stadtsoldaten dieses Gebäude, welches über mehrere Räumlichkeiten, Theke, Küche und aktuell sanierte Toiletten verfügt, für Feierlichkeiten zur Verfügung.

Die Vereinsmitglieder legen seit Bestehen schon großen Wert auf ein kameradschaftliches und geselliges Vereinsleben und dies nicht nur zur Karnevalszeit. Unterjährig werden daher auch gemeinsame Unternehmungen durchgeführt. U.a. gehörten in der Vergangenheit hierzu Wanderungen, Kulturtrip und natürlich das Seemanöver auf dem Ijsselmeer mit gechartertem Boot. Schnell wurde auf dem Ijsselmeer aus den bodenständigen Stadtsoldaten marinetaugliche Seeleute mit einer „Handbreit Wasser unter dem Kiel“ und in den Kehlen.

Ein Seemanöver der anderen Art fand vor einigen Jahren statt. Weltweit nahmen Menschen und Vereine an der Cool Water Challenge teil. Hierbei handelte es sich um eine Spendenaktion im Internet für den Kampf gegen die Krankheit ALS. Die meisten Teilnehmer schütteten sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf und veröffentlichten das dazugehörige Video der Aktion im Netz....und was machen die Hennefer Stadtsoldaten?

Eine Abordnung der Stadtsoldaten nutze kurzerhand eine Waschstraße als Ersatz für den Wassereimer und marschierte durch diese. Natürlich war die Waschstraße angestellt. Nicht bekannt ist jedoch, ob die Programmauswahl „Schonwäsche“ aktiviert war.

Die Hennefer Stadtsoldaten bilden seit einigen Jahren mit vier weiteren karnevalistischen Traditionsvereinen das Komitee Hennefer Karneval. Darin integriert ist die Zugleitung, welche für einen reibungslosen Ablauf der karnevalistischen Termine sorgt. Das Komitee Hennefer Karneval setzt sich für den Erhalt des Karnevals in Hennef ein. Mit dem seit einigen Jahren stattfindenden samstägigen Bühnenprogramm im Rahmen des Hennefer SommerOpenAir (ehemals Europawoche), sorgt das Komitee auch im Sommer für unterhaltsame Stunden für die Hennefer.

Es gibt viele Anekdoten und Geschichten zu den Hennefer Stadtsoldaten. Diese alle aufzuzählen, sprengt jegliche Artikel. Sicherlich werden die Stadtsoldaten in einer Chronik viele dieser Geschichten mal zusammenstellen und veröffentlichen.

Viele Jahre lenkte das Gründungsmitglied Karl-Heinz Decker die Geschicke des Vereins und legte nicht nur den Grundstein des Vereins, sondern baute die Struktur und das "Gebäude" Hennefer Stadtsoldaten auf/aus. Im Rahmen der Vorstandssitzung am 05.07.2012 erklärte Karl-Heinz Decker altersbedingt seinen Rückzug als Baas bei den Stadtsoldaten.

Als Nachfolger trat am 12.01.2013 Paul Jacobs, der zuvor jahrelang als Pressewart im Verein fungierte, die Nachfolge an. Bis zum heutigen Tage leitet er als Baas die Hennefer Stadtsoldaten sehr erfolgreich. Unter seiner "Regie" entwickelten sich die Stadtsoldaten als Familienverein weiter. Die Stadtsoldatenfrauen werden/wurden mehr in den Verein integriert. Dies ist auch der Grund, weshalb sich die Stadtsoldaten selber die Zusatzbezeichnung „Us Famillich“ gegeben haben.

Die Stadtsoldaten-Pänz sind bereits schon seit vielen Jahren Bestandteil der Stadtsoldaten. Mit ihren Tänzen beeindrucken sie und sind die Grundlage für die tänzerische Zukunft der Stadtsoldaten.

Auch sie werden gerne von der Regimentskapelle der Stadtsoldaten begleitet. Die Regimentskapelle ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Vereins und wenn immer möglich, begleiten die Vollblutmusiker die tanzenden Mitglieder in die Säle der Region. Bei allen Veranstaltungen ist live gespielte Musik von einer Kapelle gern gesehen und unschlagbar. Natürlich begleitet die Regimentskapelle im Rahmen der eigenen jährlich stattfindenden Häresitzung der Stadtsoldaten diese in die Meiersheide.

 

Die Jubiläumsfeierlichkeiten:

Nun galt es aber zunächst, die ersten 33 Jahre zu feiern.

... und dies erfolgte an diesem Wochenende. Zwei Tage haben sich die Stadtsoldaten für dieses Ereignis reserviert.

Am Samstagnachmittag begannen die offiziellen Festlichkeiten für geladene Gäste.
Viele Freunde, Gönner und Offizielle haben es sich nicht nehmen lassen, die Hennefer Stadtsoldaten für dieses Ereignis ihre Glückwünsche persönlich auszusprechen.

Auf der der Bühne im Festzelt erfolgte eine Scheckübergabe der Firma Müllerland. Seit einigen Jahren kooperieren die Stadtsoldaten mit diesem Unternehmen und führt im Möbelhaus die jährliche Karnevalsmesse durch.

Der offizielle Teil begann zunächst musikalisch. „Spetzebötzje“ Klaus-Peter Scholz  sang zusammen mit Stadtsoldaten-Pänz Jan Steinhauer das Stadtsoldatenlied, welches eigens für die Hennefer Stadtsoldaten geschrieben wurde.

Dann wurde es offiziell.

Zu den offiziellen Gratulanten gehörte neben Landrat Sebastian Schuster auch der Hennefer Bürgermeister Klaus Pipke, der in seiner Rede das 33 jährige Bestehen des Vereins würdigte und den Stadtsoldaten einen städtisch erarbeiteten Punktekatalog als Auftrag der Zukunft mit  Wünschen an die Stadtsoldaten verbal übermittelte. Dazu gehörte z.B. die wöchentliche - in der Session tägliche- Säuberung des Stadtsoldatenplatzes. Einen entsprechenden Besen brachte Klaus Pipke direkt mit und übergab diesen an den Baas der Stadtsoldaten.

Die Wunschliste an die Stadtsoldaten war lang und es ist fraglich, ob die Erfüllung tatsächlich Realität wird.

Seitens des Komitees Hennefer Karneval übermittelte Jörg Steinhauer, der in diesem Jahr das Amt des jährlich wechselnden Komiteepräsidenten übernommen hat, die Gratulation stellvertretend für die Komiteevereine.

Im Anschluss an den offiziellen Teil und bis zur Eröffnung des Buffets hatten sich die Stadtsoldaten ein buntes Programm für die Gäste ausgedacht. Unterbrochen wurde das Bühnenprogramm durch die Vorstellung von Vereinsmitgliedern. Viele Mitglieder erhielten den Jubiläumsorden der Hennefer Stadtsoldaten, der extra für diesen Anlass geprägt wurde. Auch Mario Wetzels vom Bund Deutscher Karnevalisten (BDK) überreichte Auszeichnungen in Gold an verdiente Vereinsmitglieder.

Den Anfang der Bühnenvorträge machte der Hennefer Journalist Peter Lorber, der in einer umfangreichen Reimrede, den Hennefer Stadtsoldaten würdigte. Die Reimrede beinhaltete eine Art vorweg genommene Berichterstattung über die Jubiläumsveranstaltung. Natürlich tauchten in der Rede auch viele Vereinsmitglieder mit ihren Stadtsoldatennamen auf. Peter Lorber war schon oftmals Gast bei Veranstaltungen der Stadtsoldaten und beeindruckte die anwesenden Gäste stets mit seiner außerordentlichen Redenskunst. Die ca. 250 Gäste im Festzelt genossen das Zuhören und dankten die Wortakrobatik immer wieder mit Zwischenapplaus.

Als nächster Programmpunkt stand ein Bauchredner auf dem Programm, der mit zu den führenden Rednern im Karneval gehört. Zusammen mit seinem Affen begeistert er regelmäßig die Zuhörer. Klaus und Willi gehörte die Bühne und das Publikum war begeistert. Ein Feuerwerk an Pointen und Klaus Rupprecht hatte die Lacher auf seiner Seite.

Als großes Finale und Zugabe hat sich Klaus Rupprecht etwas ganz Besonderes ausgedacht. Der Baas der Stadtsoldaten, Paul Jacobs wurde mit seiner Gattin Monika auf die Bühne gebeten. Klaus Rupprecht nahm mittig stehend beide an die Hand und forderte diese auf, den Mund zu öffnen ohne etwas zu sagen, wenn er die jeweilige Hand drückte.

Der Bauchredner selber imitierte dann die Stimmen der Beiden. Die Gestik von Monika und Paul in Verbindung mit der Stimme von Klaus Rupprecht, machte diesen Vortrag zu einem Höhepunkt des Auftritts und so manch ein Gast konnte das Lachen nicht mehr beenden.

Die nächste Künstlerin ist bereits seit Jahren den Hennefer Stadtsoldaten sehr freundschaftlich verbunden. Viele Male besuchte sie bereits die Stadtsoldaten und natürlich musste sie auch an einen solch wichtigen Tag bei den Stadtsoldaten sein. Marita Köllner brachte das Festzelt zum kochen. Kaum ein Gast hielt es noch auf den Stuhl. Mit ihrer Ausstrahlung und den mitreißenden Hits verwandelte sie das Zelt zur karnevalistischen Hochburg. Die Gäste schunkelten und sangen mit und wollten Marita Köllner nicht mehr gehen lassen. Zugaben waren obligatorisch.

Der Auftritt von Marita Köllner war ein wirklich hervorragender Schlusspunkt für das Jubiläums-Bühnenprogramm. Dies bedeutete jedoch nicht, dass die Veranstaltung beendet war.

Nun wurde ein Essen am Buffet geboten, bevor am Abend dann bei Musik vom DJ die Party ihren Fortgang nahm. In vielen Gesprächen wurde sicherlich auch an nostalgischen Erinnerungen und Erlebnisse der Hennefer Stadtsoldaten erinnert.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten nahmen am Sonntag ihren Fortlauf. Am idyllischen  Kurpark unmittelbar hinter dem Kurhäuschen begangen die Mitglieder der Hennefer Stadtsoldaten, deren Freunde  und interessierte Bürger die durch Pfarrer Lahr abgehaltene Feldmesse. Natürlich ging Pfarrer Lahr mit seinen Worten auch auf die Karnevalisten und deren karnevalistisches Jubiläum ein. Sympathisch die Worte des Pfarrers, welche die Stadtsoldaten würdigten. Kurz vor Beendigung der Feldmesse, segnete Pfarrer Lahr noch die neue Standarte der Stadtsoldaten-Pänz. Musikalisch begleitet wurde die Feldmesse durch den Musikverein Allner.

Nach der Feldmesse, welche zahlreich besucht wurde, sorgte der Musikverein Allner im Rahmen eines ausgelassenen Frühschoppens weiter für gute Unterhaltung.

Auch der Männergesangsverein Geistingen sorgte mit seinen zahlreichen Sängern für einen kurzweiligen Auftritt mit kölscher Musik. Die Stimmung war ausgelassen und die Stadtsoldaten erwiesen sich erneut als sehr gute Gastgeber. Im Kurhäuschen wurde ein Buffet aufgebaut mit Erbsensuppe und weiteren Leckereien und die Stadtsoldatenfrauen boten im Nebenraum ein großes Kuchenbuffet an. Eine kleine Tanz- und Gesangseinlage boten dann noch Peter Wroblewski, Klaus-Dieter Scholz und Dennis Halm, alles Mitglieder der Stadtsoldaten.

Doch der Höhepunkt stand für den Nachmittag an. Seit Monaten trainierten bereits viele Bürger und Freunde der Stadtsoldaten, um an den kühnen Plan der Hennefer Stadtsoldaten teilzunehmen. Der Aufruf kam vor ca. einem Jahr. Die Hennefer Stadtsoldaten planten für ihr Jubiläum die Durchführung einer gigantischen Larida. Nicht nur die Stadtsoldaten sollten diesen Tanz vorführen, sondern hierbei setzte man auch auf die Unterstützung von vielen Menschen, die nicht zum Verein gehören und das Interesse der Bürger und Freunde der Stadtsoldaten war riesig. Mindestens 111 Tänzer wollte man zusammenbekommen und dafür bot man in regelmäßigen Abständen auch ein Training im Kurhäuschen an. Die „Neulinge“ machten ihre Sache im Training hervorragend. Doch konnten die neuen TänzerInnen auch mit den Hennefer Stadtsoldaten und Profis des Tanzes mithalten?

Der Beweis sollte um 15:33 Uhr in der Kurhausstraße erfolgen. Da man für diesen Tanz viel Platz benötigt, wurde kurzerhand ein Abschnitt der Kurhausstraße gesperrt.

Das Wetter spielte mit und dies, obwohl am Vormittag es noch erhebliche Regenabschnitte gab.

Die Aufstellung zum Tanz erfolgte in einer Reihe und dem Betrachter eröffnete sich ein Bild in Form einer Menschenschlange hoch motivierter TänzerInnen. Die Koordination bedurfte der Nutzung eines schnurlosen Mikrophons, welches professionell durch den Baas Paul Jacobs eingesetzt wurde. Nach einer gewissen Zeit –schneller als erwartet- standen die Teilnehmer der Larida in Reih und Glied und erwarteten den Start des Events.

Der Plan war 111 TänzerInnen zusammen zu bekommen, doch was sich dem Betrachter und den Zuschauern nun bot war unvorstellbar. Mit solch einer Bereitschaft den Tanz mit den Stadtsoldaten zu tanzen, hätte kaum jemand gerechnet.

Insgesamt nahmen 228 TänzerInnen und ein Hund (Hund von Irmgard Graef und Frank Kasolowsky) an der Larida teil und nicht nur der Hund war einzigartig.

Während die Stadtsoldaten mit ihren Knabbüs ausgerüstet waren, nutzen die Tanzneulinge kurzerhand stellvertretend Stöcke oder kleine Papierfahnen als Utensil. Die Westerwaldsterne haben sich sogar Holzgewehre selber angefertigt und mit ihrer einfallsreichen Kopfbedeckung aus Papier, stachen sie aus der Menge hervor. Tolle Idee!  Der Musikverein Allner war ebenfalls angetreten, um das Spektakel durch das Liveaufspielen der Larida zu unterstützen.

Nun hörte alles auf das Kommando des Baas der mit dem Abzählen begann und erneut die über 100-Meter-Distanz abging. Man könnte jetzt schon sagen, dass das Ziel der 111 geplanten TänzerInnen erreicht wurde. Nun mussten diese nur noch tanzen. Unterstützend wurden die Profitänzer der Stadtsoldaten in der Reihe verteilt, was aber eigentlich nicht erforderlich war, wie sich beim nachfolgenden Tanz herausstellte.

Das Zeichen zum Start kam und die Regimentskapelle spielte auf. Es bot sich ein tolles Bild, als die Menschenmassen im Gleichklang des Taktes und mit einheitlichen Schrittfolgen ihre Larida tanzten. Das gab es in Hennef und anderenorts noch nie und die Aktion wäre reif für das Guinnessbuch der Rekorde gewesen. Da es so schön war, durften die Teilnehmer gleich noch eine Zugabe geben und den Tanz ein zweites Mal präsentieren.

Applaus gab es von den Zuschauern, die sich für dieses Spektakel umfangreich einfanden.

Es war absolut beeindruckend, was diese Laridaneulinge innerhalb von wenigen Trainingseinheiten erreicht haben und sicherlich wurde bei den Teilnehmern das Interesse geweckt, auch weiterhin Tänze dieser Art durchzuführen und wer weiß, vielleicht vergrößern sich die Stadtsoldaten um weiter aktive Mitglieder!?

Nach dem Tanz konnten die TänzerInnen und Besucher den Spätnachmittag und Abend am Kurhäuschen noch weiter genießen. Sicherlich wurde auch über die jeweiligen Eindrücke des erlebten Laridas gesprochen. Für Essen und Getränke war gesorgt und so konnten die Jubiläumsfeierlichkeiten ausgelassen gefeiert werden.

Den Hennefer Stadtsoldaten kann zum Jubiläum und für die vergangenen 33 Jahre nur gratuliert werden und alles Gute für die mindestens nächsten 33 Jahre wünschen.

Macht weiter so und wir freuen uns auf viele Jahre des dreifachen Ausrufs:

„Soldaten der Stadt ZackZackZackZack“

 

Text: Frank Specht

Fotos: Heike Jentges & Frank Specht

historische Fotos: Hennefer Stadtsoldaten

 

 

 

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1​1. Kult-Open-Air in Uckerath

Das die Hennefer große Veranstaltungen durchführen und ausgelassen feiern können, hat sich zwischenzeitlich auch überregional herumgesprochen. Nicht nur die Veranstaltungen im Hennefer Zentrum, wie z.B. das Stadtfest und das SommerOpenAir des vergangenen Wochenendes (Hennefer-Inspirationen hat berichtet) sind Publikumsmagnete, sondern ein weiterer jährlicher, musikalischer Höhepunkt, ist das Uckerather Kult-Open-Air.

Bereits zum 11. Mal fand am gestrigen Samstag diese durch die KG Westerwaldsterne organisierte Event statt. Das Event-Areal auf dem Parkplatz des Hotels Landsknecht/Schaukelkeller wurde hierzu abgesperrt und mit Getränkeständen, Grillbereich und Bühne bestückt.

In den vergangenen Jahren besuchten über 15 000 Menschen diese 11 Veranstaltungen und alleine in diesem Jahr wurden ca. 1 500 Karten verkauft.

Für die Organisatoren einer solchen Veranstaltung ist es nicht immer einfach, die "Messlatte" für das kommende Programm hochzuhalten. Dies insbesondere, wenn in den Vorjahren so hervorragende Bands wie die Höhner, Brings und die Bläck Fööss auftraten.

Doch mit den Auftritten von Kasalla und der Weseler Rebel Tell Band gelang dies auch in diesem Jahr.
Entgegen der vorherigen Planung, dass die Rebel Tell Band vor Kasalla auftreten sollte, wurde aufgrund des EM-Viertelfinalspiels der Deutschen Nationalelf, das Programm zeitlich geändert und Kasalla trat zuerst auf.
Zunächst stimmte jedoch "Machtin" (Martin Moos)die Gäste mit Liedern der Kölschen Mundart ein. Der Kölner Liedermacher präsentierte Lieder zum Zuhören und überzeugte mit Gesang und der Akustikgitarre.

Der Übergang zu Kasalla erfolgte nahezu fließend und das zahlreiche Publikum konnte gleich in der Kölschen Sprache verbleiben, denn die fünfköpfige Band Kasalla betrat die Bühne.

Kasalla steht für Kölschrock und begeistert stets mit ihren Auftritten. Schnell erreichte auch gestern Kasalla das obere Ende des Stimmungsbarometers. Die fünf Musiker lieferten eine perfekte musikalische Show ab und zeigten sich auf der Bühne hoch motiviert und agil.
Uckerath wurde kurzerhand zur musikalischen Stimmungsmeile deklariert und das Publikum sang und tanzte ausgelassen zu der Musik der Band. Auch ein kleiner Regenschauer konnte diese Stimmung nicht betrüben.
Natürlich durften die Erfolgshits "Pirate", "Häng Hu", "Stadt met K" und das Lied "Marie" nicht fehlen. 90 Minuten Hit auf Hit ließen kaum Zeit zum Verschnaufen und die zahlreichen Gäste dankten es mit viel Applaus und abschließenden Zugabewünschen, die gerne erfüllt wurden.

Für die Jugend der Westerwaldsterne gab es noch einen Höhepunkt, als diese bei den letzten Liedern von Kasalla mit auf die Bühne durften.

Nach dem Auftritt von Kasalla teilten sich die Gäste auf zwischen Zuhörern der Rebel Tell Band und den Freunden des Fußballs, die im Rosensaal das Viertelfinalspiel der Deutschen Nationalelf beim Public Viewing genießen konnten. Im Saal wurde hierzu eine Großleinwand installiert.

Der Musikstil der Rebel Tell Band ist einzigartig. Betreten die Musiker die Bühne, erwartet man zunächst eine Rockdarbietung. Doch weit gefehlt! Im Rock`n`Roll-Rhythmus werden deutsche Schlager zum Besten gegeben. Countryeffekte werden ebenso eingearbeitet wie Stimmungs-und Partyelemente. Sie selber nennen ihren Musikstil "Schlagerbilly". Für manch einen Zuhörer zunächst etwas ungewohnt aber schnell überzeugt die vierköpfige Band. Mit ihrer Musik touren die Musiker durch ganz Deutschland. Energiegeladen - und damit eine wundervolle Fortführung des Kasalla-Auftrittes - präsentierte die Rebel Tell Band ihre mitreißende Show.

Bei der gesanglichen Interpretation durch Frontsänger Frank wird dieser durch seine Bandkollegen Volker, Daniel und Tobi unterstützt und zum Repertoire gehörten gestern Lieder wie "Griechischer Wein", "Du hast mich tausend mal belogen", "Verdammt, ich lieb Dich" und "Atemlos durch die Nacht".
Bei dieser Musik kann man nicht still stehen bleiben. Die Musik geht sofort in die Beine und so wurde auch gestern das Veranstaltungsgelände zu einer riesigen Tanzfläche.

Auch den Musikern sah man ihre Freude am Auftritt an und wer kann schon von sich sagen, Kasalla als "Vorgruppe" gehabt zu haben!?

Die Gäste, die der Rebell Tell Band - statt Fußball- treu geblieben sind, haben dies sicherlich nicht bereut und hatten im Anschluss noch die Möglichkeit, die Beendigung des Viertelfinalspiels zu schauen, da dieses in die Verlängerung und ins Elfmeterschießen ging.

Ein hervorragend organisierter Abend mit tollen Musikern, ausgelassener Stimmung, einem souverän moderierenden und sympathischen Rainer Becker (Präsident der Westerwaldsterne), sowie den Sieg der Deutschen Nationalelf und den damit verbundenen Weiterkommen ins Halbfinale beendete das 11. Kult-Open-Air.
Beendet? Nein, natürlich legte der DJ noch weiter auf und die zwischenzeitlich tanzerprobten Beine blieben weiter in Bewegung.

Es ist immer wieder beeindruckend, was die Westerwaldsterne "auf die Beine" gestellt bekommen und die Verpflichtung und Programmzusammenstellung durch Alfred Heimermann ist stets passend.

Auch für das 12. Kult-Open-Air ist die Planung nahezu abgeschlossen. Dieses findet am 30.06.2017 statt und es konnte die Kölsche Band Miljö verpflichtet werden. Der 2. Act ist noch in Planung.

Text und Fotos: Frank Specht

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SommerOpenAir Part II​

Samstag 25.06.2016/18.00 Uhr in Hennef.

Menschenmassen versammeln sich auf dem Hennefer Marktplatz, um mit Freunden bei guter Musik, Gerstensaft und weiteren Getränken sowie Steaks, Würstchen und sonstigen Leckereien ausgelassen zu feiern. Das Wetter spielte mit und es sei vorweggenommen, dass das diesjährige Hennefer SommerOpenAir (ehemals Bühnenprogramm im Rahmen der Europawoche) ein voller Erfolg wurde.
 
Das SommerOpenAir begann bereits am Freitag mit Auftritten der Musikschule Ready4Stage und einem Gospelfestival (Hennefer Inspirationen berichtete) und wurde am gestrigen Samstag am späten Vormittag fortgeführt. Parallel trafen sich Läufer, um an dem Europawochelauf teilzunehmen. Ab 18.00 Uhr gehörte die Veranstaltung dann den Hennefer Karnevalisten und deren Gästen. Veranstaltet durch das Komitee Hennefer Karneval, verwandelte sich das Areal um den Marktplatz und der aufgebauten großen Bühne zur Sommer-Karnevals- und Stimmungsparty.

Die bereits jetzt zahlreich erschienen Gäste wurden durch die Präsidenten der fünf Karnevalsgesellschaften (KG Quer durch de Waat, KG Fidele Flotte, Grosse Geistinger KG, Erste Hennefer KG und Hennefer Stadtsoldaten) begrüßt. Diese Karnevalsgesellschaften sorgten nicht nur für das dann folgende Programm, sondern übernahmen auch die Versorgung der Gäste mit Getränken, die an diversen Getränkeständen ausgegeben wurden. Seit 2013 übernehmen die Hennefer Karnevalisten die Organisation und Durchführung der abendliche Open Air Veranstaltung. Ein eventuell erwirtschafteter Reinerlös kommt den Teilnehmern des Hennefer Rosemontagszuges zu Gute, denn dadurch kann die Teilnahmegebühr reduziert werden. Da die Gesamtgebühren eines Rosemontagszuges für die Vereine u.a. wegen der Sicherheitsanforderungen und Kauf von Wurfmaterial nicht unerheblich sind, führt die Verrechnung des Reingewinns mit den Teilnahmegebühren zu einer kleinen Entlastung.

Aber zurück zur Veranstaltung.

Das Komitee Hennefer Karneval hatte sich auch für dieses Jahr ein tolles Programm ausgedacht. Ganz im Zeichen von Stimmung, Party, Karneval und Musikevent verwandelten sie mit den Künstlern das Hennefer Zentrum zur Partymetropole. Unter dem runden Zeltdach feierten die Gäste ausgelassen. Bei vielen Gästen zählt diese Veranstaltung zu den Höhepunkten des Sommers und einige planen sogar ihren Urlaub so, dass sie an dem Event teilnehmen können.

Den Anfang des Bühnenprogramms übernahm in diesem Jahr das Duo "Pures Glück".

Seit 2010 sind Ralf und Christian, als Duo „Pures Glück“ unterwegs und unterhalten mit ihrer frischen und sympathischen Art ein generationsübergreifendes Publikum. Schlager und deutschsprachiger Pop   ist das Genre, in dem sich das Duo erfolgreich bewegt. Ihr erstes eigenverantwortlich veröffentlichte Album "Freunde" veröffentlichten die beiden Künstler im Jahre 2014. Auftritte in der Lanxess-Arena Köln, in Bayern, in Luxemburg und auf Mallorca verliefen erfolgreich und schnell verwandelt "Pures Glück" eine Veranstaltung zum Party-Höhepunkt. Hiervon konnten sich auch die Gäste des Hennefer Sommer Open Air überzeugen. Die -teils gecoverten- Lieder, luden das Publikum zum Mitsingen und Mittanzen ein und hiervon wurde auch umfangreich Gebrauch gemacht.
Eine tolle Ergänzung zu den Kölner Kräften des gestrigen Abends.
 
Die Lederhosen, motivierende Stimmungsmache und die Publikumsnähe sind ihr Markenzeichen und seit vielen Jahren gehört die Kölner Kultband "Boore" zu den führenden Stimmungs- und Karnevalsbands in der Region um Köln. Gegründet wurde die Band im Jahre 1998 und der Bekanntheitsgrad erlangte den Durchbruch durch den Erfolgshit "Rut sin de Ruse". Aber auf diesen Erfolg hat sich die Band nicht ausgeruht und weitere Stimmungshits in den letzten Jahren vorgestellt. Im Jahre 2012 ging das Erfolgskonzept "Boore" mit dem neuen Frontmann Hendrik Brock in eine weitere Runde. Mit jugendlichem Elan und sympathischer Ausstrahlung sorgt Brock mit seinen Bandkollegen stets für ausgelassene Stimmung und dies nicht nur bei Auftritten in Deutschland. Zwischenzeitlich haben die Boore auch das österreichische Zillertal und Mallorca mit dem Boore-Fieber angesteckt. Den Spaß bei den Auftritten sieht man den Künstlern an.  Im Rahmen des Hennefer Sommer Open Air bewiesen die Boore erneut ihre Fähigkeiten, das Publikum mit toller Musik zu motivieren und das Stimmungsbarometer zum Steigen zu bringen.

Noch vor einigen Monaten konnten die Gäste des Hennefer Kurtheaters die Paveier mit ihrem unplugged-Programm "Usjestöpselt" erleben und im Rahmen von Hennefer Karnevalsveranstaltungen sind diese Ausnahmekünstler in Hennef gern gesehene Gäste, die jede Veranstaltung zum musikalischen "Hexenkessel" machen. Seit nunmehr 33 Jahren besteht diese Band und lieferte einen Hit nach dem anderen. Erst in diesem Jahr präsentierten die sechs Musiker mit "Leev Marie" einen weiteren Hit. Aber auch Mundart-Balladen wie "Heimat es" führen bei den Zuhörern zu Gänsehaut. Natürlich durften die zahlreichen bekannten Lieder am gestrigen Abend nicht fehlen. Singend und schunkelnd stimmte das Publikum in die Lieder der Paveier ein. Der Auftritt der Musiker war erneut sehr professionell und man sofort, dass es sich um Herzblutmusiker handelt.
 
Nachdem offiziellen Bühnenprogramm des gestrigen Abend war jedoch die große Sommerparty noch nicht beendet. Zusammen mit DJ Cue, der bereits in den Aufbauphasen der Bands für nationale und internationale Musik sorgte und ein hervorragendes Gespür für den richtigen Mix hat, tanzten und sangen die gut gelaunten Gäste weiter. Bis in den frühen Sonntag genossen die Partygäste und die Karnevalisten die Veranstaltung.
 
Erneut bewiesen die Karnevalisten in Zusammenarbeit mit der Stadt Hennef, dass eine solche Veranstaltung ein Publikumsmagnet ist, welches den Durst an kulturellen Grundbedürfnisse stillt.
 
Sehr zufrieden gingen Veranstalter und Gäste nach Hause und die Freunde auf das kommende Jahr, mit einer hoffentlich erneuten Sommerparty gepaart mit den Erlebnissen und Eindrücken des gestrigen Abends, vielen die Menschen vermutlich müde ins Bett.
 
Text und Foto: Frank Specht
 

 

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SommerOpenAir Part I (u.a. mit Gospelfestival)​

​An diesem Wochenende steht/stand Hennef im Zeichen des Sports und der Kultur.


Im neuem Gesicht präsentiert sich die damalige Europawoche unter dem jetzigen Namen "SommerOpenAir". Programmteile des Wochenendes sind/waren u.a. das gestrige Gospelfestival, der heute stattfindende Europawochelauf, Auftritt der Musikschule Sound College und die Party der Karnevalisten mit Boore, Paveier und Pures Glück sowie der morgige Triathlon und Oldies but Goldies. 


Doch den gestrigen Anfang übernahmen die Dozenten und Schüler der Musikschule Ready4Stage.


Künstler an ihren Instrumenten und SängerInnen der Musikschule zeigten, wie talentiert sie sind und das Repertoire reichte von Klassik über Pop bis hin zu Rock. Dabei wurden Sie von den Musikdozenten der Musikschule an den Instrumenten teilweise begleitet. Durch das Programm führte Fidel Gonzáles, Inhaber der Musikschule.


Gemeinsam mit einer Integrationsklasse einer Hennefer Schule, studierten die Schüler und Dozenten der Musikschule den internationalen Song "We are the World" ein und präsentierten diesen gemeinsam auf der Bühne.


Nach einer Umbauphase begann das Gospelfestival.


Die Gospelchöre „River of Joy“, „Living Gospel Choir“ und „New Life Gospel Choir“.
verwandelten den Abend auf dem Hennefer Marktplatz zu einem afroamerikanisch-christlichen Musikevent. Der Rythmus dieser Musik und die Ausstrahlung der Chormitglieder animierten die zahlreichen Zuschauer zum Mitmachen.
Den Anfang machte der Gospelchor "New Life Gospel Choir".


Aus Düsseldorf  war der  Gospelchor "New Life Gospel Choir" mit sieben Sängerinnen und Sängern aus verschiedensten Nationen angereist. Im eleganten schwarzen Outfit präsentierte sich der Chor facettenreich und ausdrucksvoll. Mit soulgeprägten Stimmen überzeugten die Künstler. Die Songs waren nahezu auf die SängerInnen zugeschnitten und verleiteten teilweise das Publikum zum Zuhören. Aber natürlich wurden auch Lieder vorgetragen, die die Besucher zum Mittanzen und Mitsingen animierten. Einen kulturell-musikalischen Ausflug in die Welt des afrikanischen Zimbabwe erlebten die Veranstaltungsgäste, als eine Sängerin mit dem Lamellophon "Mbira" ein afrikanisches Lied darbot.


"River of Joy" tritt regelmässig in Hennef auf, bietet für Interessierte Gospelworhshops an und arbeitet mit internationalen Gospel- und Soulkünstlern zusammen. Erst vor wenigen Wochen konnte man sich in der Hennefer Meys Fabrik von dem hervorragenden Ergebnis eines Gospelworkshops in Zusammenarbeit mit der Sängerin Dorrey Lin Lyles überzeugen.
Um die Weihnachtszeit präsentiert der im Jahre 2009 gegründete Gospelchor jährlich das Ergebnis des Weihnachtsgospelworkshops.
Unter der Leitung von Niko Schlenker und Judith Kaufmann-Schlenker sang der Chor als nächster Programmteil beim gestrigen Gospelfestival eine Vielzahl von u.a. auch eigenproduzierten Gospelstücken. Die Freude am Gesang war den Chormitgliedern ansehbar und übertrug sich sehr schnell auf das Publikum. Bunt wie die unterschiedlichen Songs, war auch die Kleidung der Chormitglieder.


Der Livingospel Choir beeindruckte ebenfalls bereits schon sehr oft mit ihren Auftritten in Hennef. In violett-weißen Gewändern und mit viel Rythmus reißen die Sängerinnen und Sänger regelmäßig das Publikum mit sich. Mit vollem Körpereinsatz polariesiert Naomi Wien stets als Dirigentin des Chors.  Eine Besonderheit von Livingospel Choir ist der Bestandteil einer vierköpfigen Profi-Band zum Chor und in Verbindung mit den ca. 40 Sängerinnen und Sänger füllten sie die Bühne auf dem Hennefer Marktplatz vollends aus. Die gesanglichen Beiträge der Solisten führte bei dem Puplikum zu Bewunderung. Dieser Gospelchor reißt die Zuschauer mit und dies auch bei großen Veranstaltungen, wie die Kölner Lanxess-Arena, wo der Chor anläßlich des 35. Geburtstags der Höhner auftraten. Von dieser Qualität des Gospelchors konnten sich die Besucher des Gospelfestivals gestern erneut überzeugen. Es macht Spaß den Chormitgliedern des Livingospel Choirs bei ihren Auftritten, die von rythmischen Bewegungen und Enthuisasmus geprägt sind, zuzuschauen.


Im großen Finale sangen alle drei Gospelchöre noch einmal gemeinsam.


Das SommerOpenAir geht heute ab 11.00 Uhr weiter.
 

Text und Fotos: Frank Specht
 

 

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Faces of Musical 2016

​Bereits seit Wochen herrschte bei den Künstlern und dem Publikum die Vorfreude auf die erneut in der Meiersheide Hennef stattfindende Musical-Gala „Faces of Musical“.
Die Proben zu diesem Event waren wie bereits in den vergangenen Jahren intensiv und ließen einen professionellen Abend und Ausflug in die Welt der Musicals erwarten und die zahlreichen Gäste wurden im Rahmen der gestrigen Veranstaltung auch nicht enttäuscht.
 
Unter der Leitung von Wolfgang Hardt entführten ca. 150 Chormitglieder des Chors „Musical Voices S.I.E.G.“ in Zusammenarbeit mit der Live-Band „Apollo 7“ und den Solisten Pia Douwes, Andreas Bieber, Jesper Tydén und Wilma Harth das Publikum in ein Potpourri musikalischer Welterfolge. Doch nicht nur gesanglich war die Veranstaltung von besonderer Klasse geprägt. Mit der Ausstrahlung und dem sympathischen Auftreten der Künstler rissen diese die anwesenden Gäste mit. Das Bühnenbild und die Beleuchtung, sowie die zum Musical abgestimmten Kostüme der Chormitglieder rundeten das perfekte Bild ab.
 
Beeindruckend ist die Vielseitigkeit der Künstler, denn in den letzten Jahren wechselten die Inhalte der Musical-Gala. Dieses Jahr wurden z.B. Auszüge aus den Musicals „Jekyll & Hyde“, „Die 3 Musketiere“, „Aida“ und Gaudi" präsentiert. Interpretiert wurden die musikalischen Stücke teils durch die Solisten alleine und gemeinsam. Dies mit großer Ausstrahlung und professioneller Stimme. Unterstützt wurden diese dabei durch den Chor zurückhaltend und als gesanglicher Rahmen im Hintergrund aber auch stimmgewaltig u.a. durch das Werk "La Sagrada Familia" aus dem Musical Gaudi.
 
Richtet der Gast sein Augenmerk auf die ca. 150 Chormitglieder, erkennt er den Enthusiasmus des Einzelnen. Das Verschmelzen der einzelnen Chormitglieder mit der Musik, die rythmischen Bewegungen und die Gestik bei einzelnen Text- und Musikpassagen überzeugten.
 
Nicht zuletzt das harmonische Zusammenspiel von Live-Band, Solisten und dem Chor trugen dazu bei, dass auch am gestrigen Samstag die Musical-Gala „Faces of Musical“ ein großer Erfolg war. Hiervon können sich sicherlich auch am heutigen Sonntag die Gäste überzeugen, wenn es in die „ zweite Runde“ in Form des Zusatzkonzertes geht.
 
Moderiert wurde auch in diesem Jahr die Veranstaltung durch Nicola Reyk. Für die Technik und den Bühnenbau verantwortlich war Markus Steffens.
 
Faces of Musical feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum. Bereits zum fünften Mal präsentiert das Ensemble diese Veranstaltung. In vergangenen fünf Jahren entwickelte sich das jährlich stattfindende Event zu einem der kulturellen Höhepunkte von Hennef und der Bekanntheitsgrad reicht über die Stadtgrenzen Hennefs hinaus. Faces of Musical ist ein kulturelles Aushängeschild der Stadt und trotz leerer Stadtkasse bleibt zu hoffen, dass auch in den kommenden Jahren diese herausragende Veranstaltung weiter stattfinden kann.
Neben der Stadt Hennef sind natürlich auch weitere Sponsoren gerne gesehen.
 
Übrigens:
Ein besonderes Ereignis durfte der Chor „Musical Voices S.I.E.G.“ am 30.01.2016 in der Kirche der Steyler Mission St. Augustin erleben. Im Rahmen des Chor- und Solistenkonzerts „Wunder gescheh´n“, deren Veranstalter die Musical Voices S.I.E.G. war, trat neben weiterer Solisten auch der deutsche Kultstar Nena auf und sang mit dem Chor. Ein sicherlich unvergesslicher Abend für die Chormitglieder.
 
Die Solokünstler:
 
Pia Douwes
Pia Douwes wurde am 05.08.1964 in Amsterdam geboren. Im Alter von 19 Jahren entdeckte sie ihre Liebe zum Tanz. 1983 – 1986 genoss sie in London eine Ausbildung als Baletttänzerin. Die erste Musicalrolle erhielt Pia Douwes 1986 im Musical „Der kleine Horrorladen“. Dem folgte ein Auftritt im Musical „Cats“ im Jahre 1987. Der große Durchbruch gelang ihr im Jahre 1992 als Hauptdarstellerin im Musical „Elisabeth“. Keine andere Künstlerin prägte diese Rolle weltweit, wie Pia Douwes. Diese sympathische Künstlerin war bis zum heutigen Tage bei weiteren Musicalproduktionen als Darstellerin weltweit involviert. Darüber hinaus nimmt sie an Musical-Galaabende teil und steht mit ihrem Sachverstand auch mal Castingshows zur Verfügung.
 
Jesper Tyden
Jesper Tyden wurde am 09.08.1975 in Stockholm geboren und gilt als Musical-Darsteller, Songwriter, Sänger und Gesangslehrer. Professionell verkörperte er Rollen in diversen Musicals in ganz Europa. Hierzu gehörten „Der Glöckner von Notre Dame“, „Miss Saigon“, „Dracula“ und „Jesus Christ Superstar“. 2008 verkörperte der Schwede die Titelrolle im Musical „Tutanchamun“.
Darüber hinaus präsentierte er Soloprogramme und veröffentlichte 2005 seine erste Doppel-Single „Let it ride“ und „How could I“. Aktuell ist Jesper Tyden auch als Lehrer für Gesang und Schauspiel am Königlichen Musikkonservatorium Stockholm tätig und unterrichtet den Musical-Nachwuchs.
 
Andreas Bieber
Geboren wurde Andreas Bieber am 22.12.1966 in Mainz.
Andreas Bieber absolvierte seine Ausbildung in Schauspiel und Gesang am Theater in Wien, wo er auch sein erstes Engagement bekam.
Rollen in Cats, Grease und Ich war noch niemals in New York, sowie weitere Musicals sind Bestandteil seine Biografie. In Deutschland wurde er insbesondere durch seine Hauptrolle im Musical Joseph bekannt.
Neben Auftritten in Musicals hat sich Andreas Bieber auch durch Theaterauftritte einen Namen gemacht. Letztlich kann er auch Rollen in Kino- und TV-Serien/Filme aufweisen.
 
Wilma Harth
Ihre gesangliche Ausbildung erhielt Wilma Harth an der Musikhochschule Köln. 2008 schloss sie erfolgreich eine Zusatzausbildung zum zertifizierten Gesangscoach der „POWERVOICE-ACADEMY“ Hamburg ab. Zu ihrem Repertoire gehören u.a. Partien aus den Musicals „West Side Story“, „Cats“, „Phantom der Oper“ und „Elisabeth“. Zum weiteren Repertoire gehören Partien aus Opern/Operetten wie z.B. „Hänsel und Gretel“ und „Die Lustige Witwe“, sowie Partien aus Werken von Händel und Mozart.
 
 
Text und Fotos: Frank Specht
 
 
 

 

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The Joy of Soul Vol. II​

»Till love and mercy are spread throughout the land«, sang der stimmgewaltige Projektchor, gemeinsam mit dem Hennefer Gospelchor »River of Joy«, und brachte die ausverkaufte Meys Fabrik zum Kochen. Unter der
musikalischen Leitung von Niko Schlenker und seiner Frau Judith boten rund fünfzig Sängerinnen und Sänger und die fünfköpfige Band Soul der Extraklasse, gemeinsam mit der herausragenden Solistin Dorrey Lin Lyles,
Mitglied der weltbekannten Weat...her Girls.

In eindrucksvoller Weise erweckten sie Songs der 70er Jahre zu neuem Leben, von einer Riege legendärer Soul-Größen, wie den Temptations,
Earth Wind and Fire, Stevie Wonder, Bill Withers, Marvin Gaye, Natalie Cole, Diana Ross, Aretha Franklin und einigen mehr. Dafür hatten sich
Niko Schlenker und der Chor in dreimonatiger, intensiver Vorbereitung nicht weniger als fünfzehn Songs mit spirituellem Background erarbeitet - angesichts des anspruchsvollen Materials eine imponierende Leistung.

Nicht nur die Musik stand ganz im Zeichen der 70er, auch das Bühnen-Outfit der Künstler schwelgte in Farben und Accessoires jener
Epoche, wobei Judith Kaufmann-Schlenker wieder einmal mit ebenso präzisem wie engagiertem Dirigat überzeugte. Dass alle Akteure mit so viel mitreißender Spiel- und Sangesfreude auftraten, wurde von einem
begeisterten Publikum zu Recht mit Standing Ovations und konsequenten »Zugabe! Zugabe!« Rufen belohnt.

Wer keine Karten mehr bekam oder von dem sonntagabendlichen Genuss einen
»Nachschlag« möchte, dem bietet sich noch eine zweite Chance: Am Freitag, 24. Juni, gegen 20:15 Uhr, auf der Open-Air-Bühne am Hennefer
Markt, wird das Konzert, im Rahmen des Gospel-Festivals in etwas kürzerer Form wiederholt, leider ohne die großartige Dorrey Lin Lyles, doch dafür mit mehreren Solo-Beiträgen der Chor-Mitglieder.

Für diejenigen, die nicht nur zuhören möchten, sondern mitsingen wollen, wird es im kommenden Jahr wieder einen Workshop geben. Das Motto steht noch nicht fest, wird aber natürlich mit Gospel zu tun haben. Nächste
Gelegenheit zum Einstieg in den Chorgesang der besonders ausdrucksstarken Art bietet der Weihnachts-Workshop, der im September
beginnt.

Text und Fotos: Humberto Brentano

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Ingolf Lück im Kurtheater

Seit über dreißig Jahren unterhält Ingolf Lück das Publikum auf der Bühne und im Funk und Fernsehen. Zeit mit seinem Solo-Programm „Ach, Lück mich doch!“ zurück zu schauen.
 
Am gestrigen Abend konnte das Publikum den Künstler im ausverkauften Kurtheater auf seine Zeitreise begleiten. Dabei führte Ingolf Lück mit Witz und Weisheiten durch Erinnerungen und Erlebnisse seiner beruflichen und privaten Vergangenheit. Eine vielseitige Vergangenheit, mit Stationen als Kabarettist, Moderator, Synchronisator und Schauspieler. Natürlich werden auch seine bekanntesten Stationen Moderator der Musiksendung „Formel Eins“ in den 1980er und „Die Wochenshow“ (1996 – 2002) im Rückblick zum Thema gemacht. Darüber hinaus gab es aber noch viel mehr zu erzählen, denn wenn man sich die Biografie von Ingolf Lück anschaut, wird die Vielseitigkeit und die unzählige Anzahl an beruflichen Projekten erkennbar. Nicht umsonst erhielt Ingolf Lück im Jahre 2014 den Deutschen Comedypreis (Ehrenpreis) und sicherlich kann sich das Publikum auf weitere berufliche Projekte des 1958 geborenen Künstlers in der Zukunft freuen. Natürlich erzählt Ingolf Lück auch über seine privaten Erlebnisse.
Die Erinnerungen wurden durch Requisiten aus vergangener Zeit, welche sich in zwei Holzboxen befanden, aufgefrischt und auch das anwesende Publikum erkannte die Requisiten aus der Kiste und fühlte sich beim Anblick der Gegenstände in die Jugend zurück versetzt.
 
„Ach, Lück mich doch!“ ist ein kurzweiliges – teils selbstironisches, teils selbstkritisches – Bühnenprogramm eines sprachgewandten Allrounders. Es ist aber auch eine „Abrechnung“ mit der Show- und Fernsehbranche. Die Höhen und Tiefen des Ingolf Lück werden durch ihn erzählt, wobei diese in seinem Leben fließend und nicht immer klar definierbar waren. Somit hat dieses Solo-Programm durchaus auch einen nachdenklichen Hintergrund. Die Antwort auf seine Frage:“ Bin ich mit über 50 Jahren die ultimative und hochleistungsfähige Summe meiner Erfahrungen und Kenntnisse – oder bin ich einfach alt“, konnte sicherlich auch am gestrigen Abend nicht abschließend geklärt werden. Fakt ist, dass er über viel (Lebens-)Erfahrung verfügt und das Bühnenprogramm im Kurtheater jugendlich spritzig und überzeugend war. Ein Programm, bei dem sich das Publikum prächtig amüsieren konnte und Ingolf Lück die Lacher auf seiner Seite hatte. Überzeugend war auch Lück´s Gestik und die textreichen Beschreibungen seines Vortrages.
Die gestrige Vorstellung war eine gelungene Fortsetzung seines in 2011 im Hennefer Kurtheater gezeigten damaligen Soloprogramms.
 
Text und Fotos: Frank Specht

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Ausstellung "Viel Schönes"

Frühlingserwachen in der Meys Fabrik

Wer an diesem Wochenende die Räumlichkeiten der Meys Fabrik betritt, wird von einem farbenfrohen Bild begrüßt.

Es sind die Stände und Ausstellungsobjekte der diversen Künstler, die dieses ansprechende Bild vermitteln und obwohl der kalendarische Frühling noch nicht begonnen hat, fühlt man sich diesem ausgesetzt.

Die Kunstobjekte der Ausstellung „Viel Schönes“ umfassen erneut ein breites Spektrum handwerklicher Kunst und natürlich beziehen sich viele Produkte, die man auch käuflich erwerben kann, auf das nahende Osterfest.

Beeindruckend sind insbesondere die kunsthandwerklichen Angebote, welche durch filigrane Darstellungen aus Künstlerhand überzeugen. Detailliert und farblich abgestimmt sind die Kunsthandwerke ein Genuss für das menschliche Auge. Neben den obligatorischen Osterhasen und –eiern, werden aber auch andere frühlingshafte, farbenfrohe Produkte ansprechend präsentiert. Es macht großen Spaß, sich in diesem Meer der Vielfalt zu „stürzen“ und sich mit den ausstellenden Künstlern, die nicht nur aus Hennef kommen, auszutauschen.

Für den Hobby-Bastler bzw. Hobby-Künstler, der diese Ausstellung besucht, halten die Aussteller dabei gerne einige Tipps parat. Inspirationen für die häusliche Dekoration findet man allemal hier.

So werden zum Beispiel durch die Sankt Augustinerin Alice Kunst bemalte Eier und Schneckenhäuser präsentiert. Die mit Acrylfarbe bemalten Eier und Schneckenhäuser bestechen durch die detailgenauen Darstellungen. Um alle Einzelheiten wahrnehmen zu können, bedarf es schon fast einer Lupe. Ganze Waldlandschaften sind teilweise auf einem Ei abgebildet und so unterschiedlich wie die Motive auf den Eiern sind, so vielfältig sind auch die Eier selber, denn Alice Kunst bemalt nicht nur Hühnereier. Auch Strausseneier, Taubeneier und Puteneier dienen als Grundlage der Kunstwerke.

Ein weiterer Stand fällt dem Betrachter gleich am Eingang der Meys Fabrik sicherlich auf, denn dort hat Marion Nigg ihren Stand aufgebaut. Das Besondere an diesem Stand ist, dass man der Künstlerin bei ihrer Tätigkeit zuschauen kann. Am eigens aufgestellten Spinnrad und Webstuhl kann man den Weg der Wolle vom Spinnen bis zur weiteren Verarbeitung am Webstuhl verfolgen. Angefangen hat die Künstlerin vor vielen Jahren mit dem Spinnen der Wolle als vor ca. 10 Jahren sie durch ihren Sohn inspiriert wurde, auch das Weben anzufangen. Alles fing ganz langsam an mit zunächst einem Webrahmen. Schnell suchte Marion Nigg aber die Herausforderung des Webens am Webstuhl. Mittlerweile verfügt die Künstlerin über diverse Webstühle unterschiedlichster Art und Teile ihres Wohnzimmers werden für den größten Webstuhl in Anspruch genommen.

Wer sich die vielen Hebel, Fäden und Einzelteile des aufgestellten Webstuhls anschaut wird von dieser Technik fasziniert sein. Beeindruckend ist auch die umfangreiche Vorarbeit, bevor das eigentliche Weben beginnen kann.

Im Rahmen der offiziellen Eröffnung der Ausstellung durch die Organisatorin Erika Wallowsky und dem stellvertretenden Bürgermeister Thomas Wallau, fasste dieser in wenigen Sätzen die Besonderheit dieser Ausstellung zusammen. Er sprach dabei das hohe Niveau der Kunstgegenstände und die Vielseitigkeit der Angebote an, die zum Verschönern des eigenen Zuhauses beitragen.

Benötigt der Besucher eine kleine Pause von der Vielfalt der Eindrücke, dann kann das eingerichtete Künstlercafe genutzt werden und bei Kaffee, Kuchen und anderen Leckereien die Eindrücke verarbeitet werden.

Die Veranstaltung kann heute noch bis 18.00 Uhr besucht werden.

Veranstaltung heute verpasst? Kein Problem! Auch morgen öffnen sich die Türen der Meys Fabrik ab 11.00 Uhr und bis 18.00 Uhr kann die Ausstellung genossen werden.

Fotos und Text: Frank Specht

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Hennef zeigt Herz

Unterschiedliche Generationen zusammen zu bringen und sich für diese Menschen einzusetzen, ist nicht immer ein einfaches Unterfangen für die Gesellschaft in der heutigen Zeit. Unterschiedliche Interessen, die tägliche Einbindung in den Alltag und der sogenannte Interessenkonflikt können dabei das Zusammenleben verschiedener Generationen schnell an ihre Grenzen bringen.

Doch die Hennefer Bürgerstiftung Altenhilfe und die Kinder- und Jugendstiftung zeigen mit ihrem Engagement generationsübergreifend, dass es auch anders geht.

Einen Einblick in die Tätigkeiten beider Stiftungen, erhielten am heutigen Nachmittag die Gäste der Veranstaltung „Hennef zeigt Herz“ in der Aula der Gesamtschule-West.

Doch wer dachte, dass es sich bei der Veranstaltung um eine „trockene“ Vortragsreihe handelt, wurde schnell eines Besseren belehrt. Wie bereits bei den Veranstaltungen der vergangenen Jahre, bestand die Präsentation aus kurzen Informationen zu den Tätigkeiten der beiden Stiftungen und einem vielfältigen kulturellen Programm, welches durch Hennefer Vereine, Personen und Gruppen dargeboten wurde.

Die beiden Moderatoren Hans Peter Lindlar, Vorsitzender der Bürgerstiftung Altenhilfe und die KiJu-Geschäftsführerin Uschi Yogeshwar, fanden erneut jeweils den passenden Übergang zwischen den Unterhaltungs- und Informationspunkten der Veranstaltung.

Auch die Flüchtlingsherausforderung wurde thematisiert und Helfer, die in diesem Bereich tätig sind, konnten über ihre Erfahrungen berichten, die durchweg positiv waren bzw. sind.

In der nahezu ausverkauften Aula konnten auch ausländische Gäste im Publikum begrüßt werden, die ihren Weg in den vergangenen Monaten nach Hennef gefunden haben.

Darüber hinaus berichteten Zahnärzte über ihre finanzielle Unterstützung für die Stiftungen, durch den Verkauf von Zahngold, welches ihnen von Patienten überlassen wurde.

Zum kulturellen Programm gehörten nachfolgende Auftritte: die Westerwaldsterne, die Bigband Heavy Tunes der Gesamtschule Meiersheide, „Antweiler, Graf & Co.“, der Hennefer Kinderchor, die Jeestinger Junge, Tänzerinnen des Tanzpunkt Schatz, Drums Alive vom HTV, Reimeschmied Peter Lorber und der Gospelchor Living Colours.

Die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung hat Bürgermeister Klaus Pipke übernommen und die Stadt Hennef fungierte als Mitveranstalter.

Auch wenn die generationsbezogenen Ziele der beiden Stiftungen unterschiedlich sind, kann man in vielen Teilbereichen sicherlich gemeinsam agieren und generationsübergreifend verbinden. Diese beiden Stiftungen zeigen im täglichen Leben, wie dies geht und auch viele Hennefer Vereine präsentieren sich mit Mitgliedern unterschiedlichen Alters.

Eine tolle Veranstaltung!!!

 

Bürgerstiftung Altenhilfe

(Auszug aus der Homepage der Bürgerstiftung Altenhilfe)

Wer  wir  sind

Die Bürgerstiftung Altenhilfe Stadt Hennef wurde im Jahr 2005 aus dem Verein Altenhilfe heraus gegründet. Ziel ist es, Hennefer Senioren nachhaltig  dabei zu helfen, möglichst lange zuhause in  ihrer vertrauten  Umgebung leben zu können. Wir wollen zudem die freiwillige Seniorenarbeit in unserer Stadt in ihrer Vielfalt finanziell unterstützen. Darüber hinaus wirkt die Bürgerstiftung als Impulsgeber, aber auch mit dem Einbringen neuer Ideen.

Warum wir handeln

Der Trend der alternden Gesellschaft wird sich für uns alle spürbar fortsetzen. Der Anteil der über 80jährigen wird sich bis zum Jahr 2050 auf ca. 15 Prozent verdreifachen. Die Aufgaben in der Seniorenarbeit werden zwangsläufig ansteigen. Wir können sie nur gemeinsam meistern.

Was wir  tun

Wir werben um Zustifter – Bürger unserer Stadt sowie lokale Unternehmer, um das Stiftungskapital weiter auf zu stocken. Das gestiftete Vermögen wird nicht verbraucht, sondern bleibt erhalten. Mit den Erträgen, die das angelegte Stiftungskapital erwirtschaftet, werden Projekte in der Seniorenarbeit nachhaltig unterstützt. Selbstverständlich können auch Spenden erbracht werden, die auf Wunsch in bestimmte Projekte einfließen. Mit eigenen Veranstaltungen tragen wir auch selbst dazu bei, dass das Stiftungskapital weiter anwächst.

Nähere Informationen unter www.altenhilfe-hennef.de

 

Kinder- und Jugendstiftung Hennef

(Auszug aus der Homepage der Kinder- und Jugendstiftung Hennef)

Unser Anliegen:

Etwa ein Viertel der Einwohner unserer Stadt Hennef sind jünger als 18 Jahre! Sie zählt mit einem statistischen Durchschnittsalter von 39 Jahren zu den jüngsten Städten im Rhein-Sieg-Kreis: damit ist sie eine bemerkenswerte Ausnahme!

Kindheit und Jugend sind Schlüsselphasen, in denen die Basis für die zukünftige Entwicklung des Menschen gelegt wird. Die soziale und geistige Reifung wird in einem hohen Maße in dieser Periode geprägt. 

Doch leider erlebt nicht jeder junge Mensch diese, für sein Leben so entscheidende Phase, auf eine positive Weise.  So zeigen sich bei vielen Kindern bereits in der frühkindlichen Entwicklungsphase alarmierende Defizite. Durch die zum Teil erheblichen sozialen Unterschiede innerhalb unserer Bevölkerung, erfahren viele Kinder und Jugendliche nicht die notwendige Aufmerksamkeit und Förderung. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass die angestrebte Chancengleichheit noch lange nicht erreicht ist.  

Als Bürger der Stadt Hennef wollen wir mit der Kinder- und Jugendstiftung Hennef einen aktiven Beitrag leisten, um benachteiligten Kindern und Jugendlichen die notwendige Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen.  

Unsere Ziele:

Durch den gesellschaftlichen Wandel und die Veränderungen familiärer Strukturen, sind immer häufiger Rückstände und Fehlentwicklungen bei Kindern zu beobachten, die langfristig zu einer massiven Benachteiligung führen können. Die Kinder- und Jugendstiftung hat sich auf den Weg gemacht, um dieser Benachteiligung entgegen zu wirken, indem Hennefer Kinder und Jugendliche in den verschiedensten Bereichen gefördert werden.

Die Förderung kann in eigenen Projekten der Stiftung stattfinden oder auf Antrag von Kindergärten, Schulen oder sonstigen Einrichtungen sowie auf Antrag von Einzelpersonen in Form finanzieller Zuwendungen für Therapien, Projekte oder Einzelzuwendungen geleistet werden.

Ziele der Kinder – und Jugendstiftung  Hennef im Einzelnen sind:

  • Motorischen, sprachlichen oder allgemeinen Entwicklungsverzögerungen bei Kindern möglichst in frühen Alter durch gezielte, professionell gestaltete  Gruppenstunden in Kindertageseinrichtungen zu begegnen
  • Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien eine Teilnahme an Gruppenerlebnissen in Form von Ferienfreizeiten, Klassenfahrten oder anderen Veranstaltungen zu ermöglichen
  • Lust der Kinder am Lesen zu wecken (Lesepatenprojekt)
  • Durch Einzelzuwendungen unbürokratisch eine soziale Benachteiligung verhindern
  • Lokale Projekte oder Veranstaltungen zu unterstützen, die sich günstig auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswirken und ihre sozialen Kompetenzen stärken
  • In Zusammenarbeit mit anderen Initiativen oder Einrichtungen bessere Lebensbedingungen für Hennefer Kinder und Jugendliche zu schaffen

Nähere Informationen unter www.kiju-hennef.de

Fotos und Text: Frank Specht

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Prinzenpaarempfang in der Kreissparkasse

Eine liebgewonnene Tradition wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt. Der Prinzenempfang in der Kreissparkasse Köln, Filiale Hennef zog auch in diesem Jahr wieder viele jecke Gäste, Prinzenpaare und Mitglieder von Karnevalsvereine in die wundervoll dekorierten Räumlichkeiten an. Die Dekorationen wurden entsprechend des Themas „Kreuzfahrt“ ausgerichtet, denn dies gehört zu den Hobbies des Hennefer Prinzenpaares.

Die Mitarbeiter der Kreissparkasse haben erneut ein selbst gestaltetes, buntes Programm vorbereitet und Reginaldirektor Peter Schaffrath führte mit seiner Kollegin Anja Lücker versiert durch dieses jecke Programm.

In die Kassenhalle integriert wurde kurzerhand eine Bühne, die das Podium für Tanzdarbietungen und Ansprachen der Prinzenpaare bot.

Für das leibliche Wohl der Gäste wurde ebenso gesorgt, wie für die musikalische Unterhaltung durch einen DJ. Man könnte diesen jährlich stattfindenden Prinzenpaarempfang fast mit einer Kostümsitzung – zwar ohne live-Bands und Büttenredner, aber mit vielen regionalen Karnevalisten und deren Auftritt- vergleichen. Dementsprechend sehr gut gefüllt war auch die Kassenhalle und die Stimmung ausgelassen. Die bunt kostümierten Jecken verwandelten die Kassenhalle in ein buntes Meer an Farben.

Gleich zu Beginn wurde das Hennefer Prinzenpaar Michael I. und Claudia V. empfangen und nachdem die beiden Tollitäten zu den Jecken sprachen und die Orden verliehen wurden, hatten sich die Mitarbeiter der Kreissparkasse ein Spiel für das Prinzenpaar ausgedacht, welches einen Bezug auf die berufliche Tätigkeit des Prinzen Michael Marx, als Hubschrauberpilot und –ausbilder nahm.

Ein kleiner, ferngesteuerter Hubschrauber sollte vom Prinz vom Bühnenboden auf einen Stehstich manövriert werden und man erkannte sofort den Profi. Ohne Mühe gelang ihm dies.

Mit dem Gelingen dieser Geschicklichkeit, erspielte das Prinzenpaar einen Betrag von Euro 500,00 für einen gemeinnützigen Zweck.

Von der Bühne entlassen wurde das Henenfer Prinzenpaar, um in die extra eingerichtete Loge mit Liegestuhl, die weiteren Programmpunkte anzuschauen. Dies bei einem frisch gemixten Cocktail.

Als nächstes wurden das Bröler Prinzenpaar Prinz Kai I. und Julia II. incl. Gefolge und Kinder- und Minigarde der KG Rot-Weiß Bröl begrüßt.

Nach ihrer Rede stand ein anderes Geschicklichkeitsspiel, zum Gewinnen der 500,00 Euro für einen wohltätigen Zweck an. Ihre Aufgabe bestand darin, mit jeweils einem Paddel einen Ballon durch zwei Rettungsringe zu manövrieren. Auch dies gelang.

Bevor das Sövener Kinderprinzenpaar noch ihren Auftritt auf der Bühne hatte, tanzten noch die Kinder-, die Minigarde und das Tanzmariechen.

Unterstützt und angefeuert von den kostümierten Gästen, zeigten die Tänzerinnen ihr Können.

Bühne frei, für das Sövener Kinderprinzenpaar Prinz Luca II. und Leah I.!

Ihre Aufgabe bestand nicht in einem Geschicklichkeitsspiel, sondern ihre Aufgabe war, sich 15 Gegenstände, welche auf einem Tablett lagen, zu merken und fünf dieser Gegenstände zu benennen, die zwischenzeitlich durch Peter Schaffrath entnommen wurden.

Sie machten das Triple voll und gewannen ebenfalls den Betrag.

Natürlich haben sich die Mitarbeiter der Kreissparkasse auch wieder einen Eigenvortrag überlegt. Zu Ehren des zuständigen Sparkassendirektor, Sven Volkert, der ab nächsten Monat in einem anderen Unternehmen neue Aufgaben übernimmt, stellte das Sparkassen-Team ein kleines Potpourri aus vergangenen Auftritten zusammen. Den Start macht die Sparkassengarde Alaaf. Im Seemannskostüm tanzten die sieben Tänzer synchron, sehr zum Vergnügen der Gäste. Auch Hebefiguren wurden ausgeführt.

Nachdem ein Playback von drei weiteren Mitarbeitern im Pilotenoverall für Stimmung sorgte, hatte der stlv. Firmenkundendirektor  Volker Altwicker und die Sparkassen-Tanzgarde ihren großen Auftritt. Zum Lied „Leev Marie“ der Paveier wurde gesungen und getanzt. Mit seiner luftgefüllten Plastikgitarre heizte Volker Altwicker die Jecken ein.

Natürlich ließ man Sven Volkert auch nicht ohne Auftritt davonkommen. Ohne es zuvor zu wissen, wurde er kurzerhand als Andreas Gabalier verkleidet und stand nun dort oben alleine auf der Bühne. Die Musik ging an und Volkert parierte hervorragend und machte den Spaß mit und hatte augenscheinlich selber großes Vergnügen dabei.

Nach seinem Auftritt ergriff er dann das Wort und dankte den Hennefern und den Karnevalisten, sowie seinen Mitarbeitern für jahrelange gute Zusammenarbeit und schöne Momente, sicherlich nicht nur in der Karnevalszeit.

Für den Karneval ist es wichtig, dass ansässige Firmen diese Tradition aufrecht erhalten und durch solche Veranstaltungen, ihren Standpunkt zu dieser Tradition darlegen. Es ist ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen Lebens einer Stadt bzw. Region und u.a. die Kreissparkasse unterstützt das kulturelle Leben aktiv, nicht nur im Karneval.

Natürlich zeigen auch andere Hennefer Unternehmen dieses große Engagement.

Text und Fotos: Frank Specht

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Damensitzung der Geistinger Schmetterlinge

So farbenfroh, wie die Schmetterlinge in der Tierwelt, präsentierten sich auch die Damen der Geistinger Schmetterlinge. Nicht nur ihr einheitliches Erscheinungsbild in erfrischenden Farben, sondern auch die Bühnendekoration zeigte diese farbliche Vielfalt. Vielfältig war auch das Programm bei der gestrigen Damensitzung in der Aula Wehrstraße. Bunt gekleidete jecke Damen konnten ein tolles Programm genießen und dementsprechend ausgelassen war die Stimmung vor und auf der Bühne.

Über 90 Jahre gibt es nun schon die Geistinger Schmetterlinge, die im Jahre 1922 ursprünglich durch zwei Männer (Geistinger Freundschaftsbund) gegründet wurden und dieser Verein durfte schon viele Sitzungspräsidentinnen erleben. Die derzeitige Sitzungspräsidentin Katharina Kirstges ist jedoch mit Mitte 20 die bisher jüngste Sitzungspräsidentin des Vereins und sie macht ihre Sache sehr gut. Erneut souverän und sympathisch moderierte sie die Veranstaltung.

Beim Einmarsch in den Saal begleitet, wurde Katharina Kirstges durch die Mitglieder des Vereins und auf der Bühne angekommen, wurden die zahlreichen Jecken in der ausverkauften Aula begrüßt. Die Kostüme der Vereinsmitglieder verschmolzen nahezu mit der Bühnendekoration. Einen weißen Farbfleck bot dann nur Waltraud Hahn, die im weißen Katzenkostüm die Bühne betrat und die Ehrung zur Senatorin entgegennahm.

Die Elferratsmitglieder nahmen ihre Plätze ein und die Damensitzung nahm ihren Fortgang. Die jecken Wiever kamen aus dem Feiern nicht mehr heraus.

Tänzerische Höchstleistungen boten gleich zu Beginn das Tanzkorps Kölner Rheinveilchen e.V. mit präziser und akrobatischer Choreografie. Das Publikum staunte nicht schlecht, als die Tänzerinnen durch die Luft „gewirbelt“ wurden. Weiter Tanzformationen auf der Bühne waren die Showtanzgruppe „High Energy“ mit tollem Tanzdress, welches während der Tanzdarbietung wechselte und das Thorrer Schnauzerballett. Das Letztere brachte die jecken Gäste in Ekstase, was auch immer wieder durch den Fronttänzer eingefordert wurde. Das Motto der männlichen Tänzer war „Piraten“ und die Kostüme unterstrichen dieses Thema. Ein „Powerauftritt“ mit der entsprechenden Musik, an den sich die Jecken sicherlich gerne zurückerinnern werden.

Als Redner zwischen Tanz und Musik, begrüßte der Elferrat den aus Belgien kommenden Edgar Andres, alias „Ne bonte Pitter“. Die Figur des „bonte Pitter“ entstand 1991  und seither kann Andres zahlreiche Auftritte im ARD, WDR und weitere Regionalprogrammen aufweisen. Seine Rede verschaffte den Jecken eine kleine Verschnaufpause, vom Mittanzen und Mitsingen, denn diese lud zum Zuhören ein. Freudig nahm die Sitzungspräsidentin wahr, dass sich das Bühnenoutfit des Redners mit den Farben der Schmetterlinge identifizieren ließ.

Man muss schon zugeben, dass am gestrigen Abend die jecken Damen zu Höchstleistungen verführt wurden, denn die meiste Zeit der Sitzung standen die Gäste und wurden zum Tanzen, Mitsingen und Schunkeln animiert. Kaum Zeit zur Pause bei den Auftritten der diversen Musikbands. Die Jecken, in wundervollen bunten Kostümen genossen es.

Zu der Musik von Sibbeschuss, Jot Drop, Papallapap und Miljö wurde die Aula zum Musikevent und der Chor waren die Jecken.

Neben eigenen Musikstücken –teils neue Kompositionen-, hatten die Bands auch teilweise gecoverte Lieder im Repertoire. Der „Chor“ erwies sich dabei als sehr textsicher und die Gruppe Miljö ließ es sich auch nicht nehmen, ihren erfolgreichen Hit „Su lang die Leechter noch brenne“ zu singen und damit machten sie der Sitzungspräsidentin eine besondere Freude, denn dies zählt angabegemäß zu ihren Lieblingsliedern im Fasteleer.

Im Programm eingebettet und natürlich ein wesentlicher Bestandteil war der Auftritt des Hennefer Prinzenpaares Prinz Michael I. und Prinzessin Claudia V. incl. Gefolge u.a. durch die Adjutanten,  dem Präsidenten der prinzenpaarstellenden Ersten Hennefer KG und einiger Abordnungen der Komiteevereine. Neben der Ansprache des Prinzenpaares an die Jecken hat das Prinzenpaar auch ihr gesangliches Können unter Bewies gestellt und mit den Damen ein Potpourri an kölsche Liedern gesungen.

Eine Besonderheit bei der Damensitzung der Schmetterlinge ist auch stets ein Eigenvortrag, den vereinzelte Mitglieder des Vereins im Vorfeld einstudiert haben und dann auf der Bühne präsentieren. Dieses Jahr mimte ein Vereinsmitglied eine Dozentin, welche ein Seminar für Paare anbietet, um so manch ein männliches Verhaltensmuster zu optimieren.

Drei vorher-nachher-Szenen – ebenfalls gespielt von Vereinsmitgliedern- wurden beispielhaft präsentiert.

Zum Ende der Veranstaltung hatten dann auch die Männer Zutritt zur Veranstaltung und konnten mit den jecken Damen nach der Sitzung noch ausgelassen weiter feiern.

Zum Ende der Veranstaltung konnten die Vereinsmitglieder und die Gäste auf eine kurzweilige und tolle Sitzung zurückblicken. Es macht immer wieder Spaß, mit den Schmetterlingen zu feiern, denn dies ist –um in der Schmetterlingstierwelt zu bleiben- der Nektar des Karnevals.

Text und Fotos: Frank Specht

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Rathauserstürmung und Prinzenpaarempfang

Angeführt durch Jriffel, Jineral der Ehrenstadtsoldaten, organisierten sich die Hennefer Stadtsoldaten und weitere Karnevalisten befreundeter Vereine, sowie zahlreiche Jecke, um das Hennefer Rathaus zu stürmen und zu übernehmen. Hierzu erfolgte bereits im Vorfeld der Aufruf der Stadtsoldaten.

Eine gute Gelegenheit, mit der Obrigkeit der Stadt abzurechnen und die Verfehlungen des letzten Jahres aufzudecken. Sollte der Sturm auf das Rathaus gelingen, würde der amtierende Bürgermeister, Klaus Pipke (vorübergehend) entmachtet und die Karnevalisten übernehmen das Regiment.

Doch natürlich war mit der entsprechenden Gegenwehr durch Pipke und seinen Verbündeten zu rechnen. Unerschrocken von dieser Gegenwehr und der Festung „Rathaus“, versammelten sich die Karnevalisten und Jecken am Stadtsoldatenplatz, um dann geschlossen den Marsch zum Rathaus über die gesperrte Frankfurter Straße durchzuführen. Vor dem Rathaus erwarteten weitere jecke Sympathisanten und natürlich de Jineral Jriffel, alias Hans Peter Lindlar den Tross. Ihm zur Seite positionierten sich die Prinzenpaare der Stadt Hennef auf der Bühne.

Auch wenn Bürgermeister Pipke es sicherlich nicht zugeben würde, aber vor dem Anblick dieser Schar an Karnevalisten, sah er gedanklich bestimmt schon seine Chancen auf Verteidigung des Rathauses schwinden. Mit seiner geringen Zahl an Verbündeten, die sich auf den Balkon des alten Rathauses zurückgezogen haben, um auch einen strategischen Überblick über das Geschehen zu bekommen, schien die Verteidigung kaum möglich zu sein.

Den Sieg hatten die  Karnevalisten jedoch noch lange nicht auf ihrer Seite, denn zwischen den Jecken und dem Bürgermeister war noch die große Tür des Rathauses.

Jetzt fuhren die Stadtsoldaten und Karnevalisten die schweren „Geschütze“ auf.  Auf der Bühne des Rathauses traten die Stadtsoldaten-Pänz und die Westerwaldsterne auf, um der Forderung Nachdruck zu verleihen.

Jriffel forderte den Bürgermeister ständig im Zwiegespräch verbal heraus, doch unser Bürgermeister hatte sich gut vorbereitet und fand für jede Anschuldigung eine Ausrede bzw. Rechtfertigung.

Zwischendurch stellten die diversen Hennefer Prinzenpaare immer wieder Forderungen für die Zukunft an den Bürgermeister. Doch Pipke entsprach keiner Forderung.  

Nun mussten die Stadtsoldaten selber ran. In großer Mannschaftsstärke und unterstützt von der Regimentskapelle, tanzten die Vereinsmitglieder den Larida. Für ihren Jriffel hatten sich die Stadtsoldaten noch etwas Besonderes vorgenommen. Der neue Tanz „Flaschentanz“ wurde extra für Jriffel einstudiert und präsentiert. Im zu Ehren, tanzte jeweils ein Stadtsoldat oder Gast mit je einer Flasche Wein um den Jineral und übergab ihm diese. Insgesamt wurde dies 26 Mal vollzogen. Die Flaschen waren dekoriert mit Motiven von Stadtsoldatenorden der letzten 25 Jahre. Dies geschah zum Dank der erfolgreichen Rathauserstürmungen und zur Würdigung der hervorragenden Moderation der letzten 25 Jahre durch Jriffel, denn dies war die 25ste Rathausstürmung unter Leitung von Hans Peter Lindlar.

Nun aber genug der Diskussionen mit dem Bürgermeister & Co.!!!

Jriffel gab nun den Befehl zum stürmen. Mit der Stadtsoldatenkanone, einen Rammbock und einer Leiter positionierten sich die Karnevalisten, um den Sturm auf das Rathaus zu vollziehen und nun geschah etwas, womit keiner gerechnet hatte und was zur sichtbaren Irritation bei Jriffel und den Stadtsoldaten führte.

Auf der Bühne vor dem Rathaus standen plötzlich der Bürgermeister Klaus Pipke und sein Stellvertreter Thomas Wallau und erklärten ihre sofortige Kapitulation.

Offiziell, um den Verdiensten von Jriffel für die erfolgreichen vergangenen Rathauserstürmungen zu würdigen. Böse „Zungen“ behaupten jedoch, dass die Verteidiger ihre Chancenlosigkeit erkannt haben. Außerdem wurde dadurch auf die Festnahme und Fesselung der Obrigkeit verzichtet. Wie auch immer, Jriffel erhielt auch den Orden der Stadt Hennef und das Vorhaben „Rathauserstürmung 2016“ war erneut gelungen.

Aus Dank für die Unterstützung der Jecken, regnete es Kamelle vom Balkon und die Jecken wurden zum Prinzenpaarempfang in das Foyer des neuen Rathauses eingeladen. Dort erhielten die Hennefer Prinzenpaare ebenfalls den Orden der Stadt Hennef.

Der Bürgermeister blieb jedoch entmachtet und wurde einer Bewährungsfrist unterworfen, die bis nach Karneval dauern soll. Sollte sich der Bürgermeister samt Gefolge weiterhin einsichtig zeigen, darf er vielleicht nach Karneval wieder regieren. Die Karnevalisten hoffen, dass er nun eine nachhaltige Lektion erhalten hat.

 

Fotos und Text: Frank Specht

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Kostümsitzung der Westerwaldsterne

Auch dieses Mal verwandelte sich der Rosensaal des Hotels Landsknecht zur Karnevalshochburg, denn die Westerwaldsterne führten ihre Kostümsitzung durch. Unter der Leitung des neuen Präsidenten der Westerwaldsterne, Rainer Becker wurde ein buntes, vielfältiges Sitzungsprogramm präsentiert. Rainer Becker führte routiniert durch das Programm. Als Moderator der letzten Kult-Open-Air Veranstaltung im Sommer 2015 bei dem u.a. auch die Bläck Fööss zu Gast waren, meistere er bereits seine Bewährungsprobe hervorragend.

Viele Stammkunden besuchen die Veranstaltungen der Westerwaldssterne und so ergibt sich immer wieder sehr schnell eine familiäre und kameradschaftliche Atmosphäre in der ausgelassen gefeiert wird.

Die diesjährige Sitzung der Westerwaldsterne bot einen Mix aus Rednern, tänzerische Darbietungen und musikalischer Unterhaltung.

Neben den Tanzgruppen der Westerwaldsterne, die Tanzdarbietungen auf höchstem Niveau boten, trat die Showtanzgruppe High Energy, die seit 2003 besteht, auf. Diese Showtanzgruppe präsentierte ihr Programm, welche dieses Jahr das Motto „Circus High Energy a kind of magic“ trägt. Bei der aus dem Kreis Euskirchen kommenden Tanzformation handelt es sich nicht um irgendeine Gruppe. Die Tänzerinnen und Tänzer sind amtierender Deutscher Meister in der Disziplin „Schautanz gemischt“ des RKK und die Begeisterung der Jecken, die diese Gruppe auslöste, war enorm.

Die Tänzerinnen und Tänzer der Westerwaldsterne und  der Showtanzgruppe High Energy überzeugten auch durch ihre Ausstrahlung und perfekter Choreografie. Dies ist nicht nur Tanz, sondern Leistungssport. Um diese Leistung incl. neuer Tanzdarbietungen so perfekt präsentieren zu können, bedarf es unterjährig einer hohen Disziplin und umfangreichen Proben mit hohem zeitlichem Aufwand. Dem kann man nur allerhöchsten Respekt zollen.

Zum Zuhören animierten im Veranstaltungsablauf Ne Schwaadlappen, 2 Schlawiner, Ne Knallkopp und Bloom un Blömcher. Die Einzelredner, Zwiegespräche und Parodien der Künstler boten etwas für die Lachmuskeln aber auch durchaus die verbale Darstellung von Alltagssituationen und humoristisch verpackte - aber dennoch teils tiefsinnige - Unterhaltung.

Musikalisch mitreißend wieder einmal die Boore. Mit ihren Liedern und der Einbeziehung der jecken Gäste, sorgen die Boore stets für super Stimmung. Die Bandmitglieder sind nicht nur sehr gute Musiker und Sänger, sondern auch sehr sympathisch. Dadurch springt immer schnell „der Funke“ auf die Jecken und Karnevalisten über und dementsprechend ist dann auch die Atmosphäre.

Aus dem Rhein-Erft-Kreis, genauer aus Erftstadt kommend füllte eine Gruppe Musiker, die bereits über 40 Jahre im Geschäft ist, die Bühne aus. Neben den Bühnen im Rheinland, sind die Fanfaren-Trompeter Erftstadt auch überregional und im Ausland gern gesehene Gäste.

Mit ihren Blasinstrumenten heizten sie am gestrigen Abend den Uckerather Rosensaal ein.

Kölsche Tön zu Mitsingen und dem wurde gerne Folge geleistet.

Natürlich durften bei dieser Veranstaltung auch nicht die Prinzenpaare Uckerath fehlen. Das Prinzenpaar Prinz Andreas I. und Prinzessin Susanne I. sowie das Kinderprinzenpaar Luca I. und Marina I. eroberten die Bühne und die Herzen der Uckerather Jecken im Saal.

Aus Hennef Zentrum reiste auch das Hennefer Prinzenpaar Michael I. und Claudia V. an, die nahezu die komplette Kostümsitzung anwesend waren. Auf der Bühne richteten sie dann gemeinsam mit dem Präsidenten der Ersten Hennefer KG, Frank Kasolowsky ihre Grußworte an die Jecken.

Im Verlauf der Sitzung wurden durch dem Vertreter des BDK, Mario Wetzels, drei Mitglieder der Westerwaldsterne für ihr großes Engagement für den Karneval und den Verein geehrt.

Den BDK-Orden in Silber erhielt Brigitte Becker. Den BDK-Orden in Gold erhielten Alfred Heimermann und Franz Josef Becker.

Nach der „offiziellen“ Kostümsitzung hatten die Jecken noch weiter die Möglichkeit ausgelassen im Rosensaal zu feiern, denn die Westerwaldsterne boten eine karnevalistische Anschlussparty an. DJ Wolfgang (Meyer) sorgte dabei für die richtigen Kölsche Töne.

Text: Frank Specht

Fotos: Heike Jentges und Frank Specht

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Prunksitzung der KG Quer durch de Waat

„Mer bruche keiner, keiner, dä uns sät, wie mer Fastelovend fiere deit.“

Ein Motto der Kölner Band Black Fööss, welches übertragbar für die Stimmung und das ausgelassene Feiern im Rahmen der großen Prunksitzung der KG Quer durch de Waat war. Eine Sitzung der Superlative und erste Bewährungsprobe als Sitzungspräsident für den neuen Präsidenten und ehemaligen Prinzen der Stadt Hennef, Jörg Steinhauer. Im Rahmen seiner Regentschaft als Hennefer Tolltät, sammelte Jörg Steinhauer bereits viel Erfahrung auf den Bühnen Hennefs und Umgebung und gewann schnell die Sympathien der Jecken, doch Erfahrungen bei der Leitung einer mehrstündigen Sitzung konnte er bislang nicht sammeln und sein Vorgänger, Heinz Hochgeschurz, leitete die vergangenen Sitzungen hervorragend.

Um es kurz zu machen, die KG Quer durch de Waat hat einen neuen Sitzungspräsidenten, der nicht nur eine Sitzung leiten kann, sondern auch das jecke Publikum anspricht.

Einmarschiert wurde mit dem Hennefer Prinzenpaar Prinz Michael I. und Prinzessin Claudia V., die dieses Jahr durch die Erste Hennefer KG gestellt wird. Begleitet wurden diese durch das Gefolge des Prinzenpaares, dem Elferrat der gestrigen Sitzung, Abordnungen befreundeter Hennefer Karnevalsvereine und der Geistinger Garde.

Nachdem der Sitzungspräsident und das Hennefer Prinzenpaar das Wort an die Jecken gerichtet hatte, nahm das Prinzenpaar in der Loge seitlich der Bühne Platz und der Elferrat bezog seinen Platz im hinteren Bereich der Bühne.

Die jecken Gäste erwartete nun ein herausragendes Programm, welches erneut durch den Literaten der KG Quer durch de Waat, Udo Lambertz zusammengestellt wurde. Gleich zu Beginn gab es einen ganz besonderen Auftritt. Diese Musikgruppe gehört zu den führenden musikalischen Künstlern im Karneval und so manch ein Hennefer und "Kölsche Jung" sang "Halleluja" und hatte eine "Superjeilezick" und sagte nach dem Brings-Auftritt, bei dem man auch „Polka, Polka, Polka“ tanzte:  "Dat wor jeil" und das Motto "Kumm loss mer heimjon" kam noch lange nicht in Frage. Der Saal tobte bereits jetzt.

Weiter ging es mit einem Redner im Karneval, Humorist und Moderator, der seit Jahren das Publikum mit seinen spritzigen Vorträgen begeistert. Der 1974 in Köln geborene und Germanistik und Sportwissenschaften studierte Martin Schopps zeigte einen starken Vortrag.

Vor der Pause bewiesen die Westerwaldsterne ihr tänzerisches und professionelles Können und die seit 2012 bestehende vierköpfige Band Cat Balou sorgte für einen weiteren musikalischen Leckerbissen und spätestens als der Erfolgshit „Et jitt kei Wood“ durch den Saal schallte, hielt es keinen Gast mehr auf dem Stuhl.

Nach der Pause folgte ein Höhepunkt nach dem Anderen. Dafür sorgten die Cöllner, die Paveier und die Räuber. Das jecke Publikum hatte kaum Zeit zu verschnaufen und genossen sichtlich das karnevalistische Feuerwerk der Superlative. Singend, tanzend, klatschend begleiteten sie die Künstler und mit den durch die KG ausgegebenen Leuchtstäbe, verwandelte das jecke Publikum den Saal in ein buntes Lichtermeer.

Für kurze Unterbrechung sorgte nur Jörg Runge, alias Dä Tuppes vom Land, dessen große Aufgabe es war, den Saal wieder zum Zuhören zu animieren. Es gibt wenige Redner im Karneval, denen dies gelingt; Jörg Runge ist einer der wenigen Redner, die dies schaffen, ohne dabei keine Interesse für seine Rede zu wecken. Gestern ist es ihm auch gelungen!!!

In den Umbauphasen sorgte die Sitzungskapelle Helmut Blödgen für musikalische Unterhaltung.

Im Rahmen der Prunksitzung erfolgten auch diverse Ehrungen und Ernennungen. So wurde Heinz Hochgeschurz zum Senatspräsidenten und Reiner Eisenhut zum Ehrensenator ernannt.

Sehr schön auch die Kostüme der Gäste. Neben den obligatorischen Clown- und Köln-Kostümen, trugen die Jecken – teils selbst gemachte – farbenfrohe Kostüme. Sicherlich genossen das Prinzenpaar in der Loge, der Elferrat und die Künstler dieses Bild von der Bühne.

Diese Prunksitzung blieb vielen Gästen in bleibender Erinnerung und den größten Teil der Jecken wird man garantiert im nächsten Jahr wieder sehen können und sicherlich wird das Programm der KG Quer durch de Waat im nächsten Jahr wieder herausragend sein. 

Die Jecken müssen jedoch nicht bis zur nächsten Session warten, denn die KG Quer durch de Waat werden am 27.08.16 in der Meiersheide  das Event „Jeck im Sunnesching“ präsentieren. Zur dieser Veranstaltung werden Marita Köllner, Colör und die Domstürmer ein musikalisches Programm bieten. Karten gibt es demnächst im Vorverkauf.

Fotos: Frank Specht

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10. Mädchensitzung der Kunterbunten

- Die Kunterbunten strahlten in neuer Vereinsuniform –

Am Sonntagnachmittag auf der 10. Mädchensitzung der Kunterbunten e.V.  wurde viel gelacht, gesungen, geschunkelt und gerockt – ob Mr. Feinripp, die Stattgarde Colonia Ahoj, Druckluft, oder  Dröpkes, den jecken Wievern blieb wenig Zeit, um sich auf den Stühlen auszuruhen.

Nach einem stimmungsvollen Einmarsch der Kunterbunten, die sich erstmals in neuer Vereinsuniform präsentierten, eröffneten Klaus und seine freche Bauchredner-Puppe Willi die Sitzung. Sie überzeugten den Saal mit ihren sympathischen und überraschenden Dialogen, wobei die Lachmuskeln gehörig strapaziert wurden. Anschließend sorgte das junge und dynamische Bröler Prinzenpaar Prinz Kai I. und Prinzessin Julia II. mit Gefolge, den Minis und der Kindergarde der KG-Bröl für ausgelassene Stimmung.

Guido Hoß – Mr. Feinripp beeindruckte die Zuhörerinnen mit seinem wortwitzigen und musikalischen Vortrag. Nicht nur mit ihrer Musik überzeugte die Brass- & Performanceband „Druckluft“, bestehend aus 14 jungen, kreativen und verrückten Musikern, auch der darauf abgestimmte Auftritt und das Outfit wurden zum Highlight.

Weiter angeheizt wurde die Stimmung im Saal durch die Funky Marys „Du kannst nicht treu sein“. Die Schrittkombinationen, Sprünge und Hebefiguren der Showtanzgruppe „Jecke Kalver Schnütche“ und der „Stattgarde Colonia Ahoi“ boten reichlich was fürs Auge und brachte den Saal zum Kochen. Auch Präsidentin Silvia Hocke war mit ihrem bestgestimmten Elferrat nicht mehr auf den Elferratsstühlen zu halten.

Für die Session 2016 präsentieren sich Blom un Blömcher die Kölschen Parodisten erstmals im neuen Gewand. Aus „Blom un Blömcher“ wird "Blömcher". Bei neuen und alten Melodien sangen und tanzten alle Wiever ausgelassen mit.

Musikalisch beendeten die junggebliebenen Musiker der Gruppe Dröpkes den abwechslungsreichen Nachmittag und beeindruckten die jecken Wiever mit stimmungsvoller und mitreißender Musik. Nach der Sitzung wurde noch ausgelassen mit DJ bis in die späten Abendstunden im Bröler Saal weiter gefeiert.

Ein Dankeschön gilt auch der hervorragenden Kapelle KoKaRaMa, die die komplette Sitzung mitbegleitet haben.

Lang drauf gefreut und zu schnell wieder vorbei.

Jetzt freuen sich die Kunterbunten auf eine mindestens genauso mitreißende

11. Jubiläumssitzung im Jahr 2017!

Weitere Bilder der Mädchensitzung finden Sie auf: www.ringfoto-berger.de

 

Bild: Ringfoto Berger, Hennef

Text: Kunterbunten/Janine Graf

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Häresitzung der Hennefer Stadtsoldaten

„Stadtsoldaten opjepass“

Wenn dieser Ausruf ertönt, wissen die Mitglieder der Stadtsoldaten, dass nun – meist durch den Baas der Hennefer Stadtsoldaten, Paul Jacobs – eine klare Ansage erfolgt.

Am heutigen Sonntag war dies der Startschuss für den Einmarsch in den Saal und damit verbunden, die Eröffnung der diesjährigen Herrensitzung in der Meiersheide.

Vorneweg die Rejimentskapelle der Stadtsoldaten, gefolgt von den statzen Männern in ihrer adretten Uniformen und mittendrin ein Tanzmariechen, welches sich tänzerisch den Weg zur Bühne bahnt. So kennt man die Hennefer Stadtsoldaten. Doch diesmal war etwas anders, denn nicht ein Tanzmariechen war zu sehen, sondern ein zweites Tanzmariechen erstrahlte in des Stadtsoldaten Mitte.

Seit dem Rejimentsappell Anfang Januar verfügen die Hennefer Stadtsoldaten über ein zweites Mariechen in der Person des Dennis Halm und auch ein neuer Tanzpartner für das neue Tanzmariechen wurde in der Person des Gerd Schichel gefunden.

Von dem tänzerischen Können konnten sich die männlichen Jecken im Saal gleich nach den begrüßenden Worten durch den Baas überzeugen. Es zeigte sich ein tolles Bild auf der Bühne mit tanzenden Stadtsoldaten und eben zwei Tanzmariechen.

Seit vielen Jahren begeistern die Hennefer Stadtsoldaten das Publikum auf den diversen Bühnen. Dabei erfolgen nicht nur Auftritte auf regionalen Bühnen, sondern auch überregional wie z.B. in Köln und Velbert sind die Stadtsoldaten gern gesehene und gebuchte Gäste. Den Spaß an den Auftritten sieht man Ihnen immer an und so mancher „Befehl“ vom Baas wird dann auch mal nicht so ganz umgesetzt und das Abzählen in der Reihe – oder besser, das Verzählen – führt gerne zu Lachern im Publikum. Man nimmt halt nicht immer alles so ernst. Gerade dies macht jedoch die Stadtsoldaten so sympathisch und so soll es sein. Legendär auch die diversen Auftritte in Köln wie z.B. im Brauhaus „Schreckenskammer“, wo die Stadtsoldaten auf engsten Raum tanzen und die Musiker der Regimentskapelle live spielen und das Brauhaus in einen Stimmungs-Hexenkessel verwandeln.

Dies ist sicherlich auch mit ein Grund dafür, warum so viele Stammgäste zu der jährlichen Herrensitzung der Stadtsoldaten kommen. Dieses Jahr war der Saal auch wieder sehr gut gefüllt und das Sitzungsprogramm hielt so manch einen Stimmungshöhepunkt parat.

Ein Stück Jamaika füllte den Saal mit dem Auftritt der Sambatänzerinnen Fiesta Tropical. Zu schnellen, heißen Rhythmen tanzten die Tänzerinnen professionell und animierten die Jecken zum Mittanzen, was hervorragend gelang. ihre Tanzoutfits ließen die Jecken vergessen, dass man sich im winterlichen Deutschland befindet. Natürlich durften der Elferrat und ausgewählte Gäste aus dem Publikum die Tänzerinnen auf der Bühne unterstützen.

Tänzerisches Kontrastprogramm bot der Auftritt der Westerwaldsterne. Im rheinischen Karneval einer der führenden Tanzformationen, die auch in der Vergangenheit schon mehrfach sehr erfolgreich bei den Deutschen Meisterschaften waren. Diese zeigten Gardetanz auf höchstem Niveau. Synchrone Tanzkombinationen, Choreografie und Akrobatik waren genauso überzeugend, wie die Ausstrahlung und die musikalische Auswahl.

Das neue Tanzmariechen der Stadtsoldaten (Sahneschnittchen) durfte zum Abschluss des Auftrittes der Westerwaldsterne eine akrobatische Meisterleistung absolvieren. Die Tanzoffiziere der Westerwaldsterne bildeten einen Kreis, Sahneschnittchen dürfte sich innerhalb des Kreises in ca. einem Meter Höhe, auf die Arme der Tanzoffiziere legen und wurde mit Schwung mehrere Meter in die Luft gewirbelt….und das gleich dreimal. Keine Sorge, er hat dies mit Bravour überstanden.

Für musikalische Stimmung sorgten die Micky Brühl Band, De Boore, die Botzedresser und die Domstürmer. Während die Micky Brühl Band bereits zu Beginn mit dem ersten Lied dafür sorgte, dass der Saal tobte, heizten die Domstürmer die Jecken nach dem Standardrepertoire mit rockigen Klängen ein. Auch De Boore animierten die Jecken und verwandelten die Meiersheide in ein Stimmungsmeer. Kaum einen Jecken hielt es noch auf den Stühlen und es wurde ausgelassen gefeiert.

Natürlich gab es auch Redner auf der Herrensitzung der Stadtsoldaten.

Der gebürtige Duisburger Wolfgang Trepper ist u.a. bekannt aus Funk und Fernsehen. Aber auch auf der Bühne zeigt er Comedy und Kabarett auf höchstem Niveau. Inzwischen brachte er 14 Kabarett-Soloprogramme auf die Bühne und gewann sieben Comedy-Preise. Auf der Bühne der Hennefer Stadtsoldaten hatte er ebenfalls die Lacher auf seiner Seite und sorgte für gute Unterhaltung.

Klaus und Willi zeigte genauso Unterhaltung auf höchstem Niveau, wie Stefan van den Eertwegh. Als „Erdnuss“ präsentiert er einen Mix aus Klamauk, Verkleidung und Geräuschen. Ein starker, sehenswerter Vortrag und es blieb kaum ein Auge trocken.

 „Scheiss Ejal, ob de Hohn bes oder Hahn“ war der Durchbruch von Blom un Blömcher. Bis zum heutigen Tage drehen sich die Parodien der nun vier Künstler immer wieder um das Thema Hohn und Hahn.  In verschiedenen Rollen schlüpfend begeistern sie das Publikum und davon überzeugten sich die jecken Herren auf der Sitzung.

Die Überleitungsphasen zwischen den Auftritten der Künstler wurden durch die Nummerngirls Patty und Paula, die bereits zu Beginn der Sitzung einmarschierten und den Hennefer Prinzen Michael I. in ihrer Mitte hatten, überbrückt.

Dieses Jahr begehen die Hennefer Stadtsoldaten ihr 33jähriges Bestehen. Ein Grund zu feiern!!!

Am 21.08. – 22.08.2016 findet am Kurhäuschen die Jubiläumsfeier statt und die Stadtsoldaten haben sich etwas ganz Besonderes vorgenommen. Zu Beginn der Sitzung tanzten die Hennefer Stadtsoldaten auf der Bühne u.a. den Larida. Diesen Larida möchten die Stadtsoldaten dann auch im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten tanzen. Die Bühne der Meiersheide würde jedoch dafür nicht ausreichen denn, mindestens 111 TänzerInnen sollen diese Larida mittanzen und dafür brauchen sie Euch. Die Hennefer Stadtsoldaten laden Euch recht herzlich zur Jubiläumsfeier ein und würden sich freuen, wenn ihr die Stadtsoldaten beim Tanzen der Larida unterstützt. Die Kurhausstr. steht extra dafür zur Verfügung. Nähere Infos folgen.

Save the date: 21.08.-22.08.16 Kurhäuschen

Dreimal Soldaten der Stadt….zack,zack,zack,zack!!!

(Anmerkung der Redaktion: Vier Mal „zack“ ist korrekt…so sind halt die Stadtsoldaten)

Fotos und Text: Frank Specht

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Sitzung der Fidelen Flotte

Die KG Fidele Flotte lud am gestrigen Abend zu ihrer karnevalistischen Kreuzfahrt (Sitzung) die Jecken in den Hafen Meiersheide ein. Der Saal der MS Fidele Flotte wurde farblich und liebevoll in den Farben der Flotte dekoriert, sodass den Gästen sich ein wundervolles und blau-weißes Bild zeigte. Auch die Offiziersmensa auf der Bühne, wo später die Schiffsoffiziere –auch Elferratsmitglieder genannt- die Plätze einnahmen, zeigte dieses maritime Bild.

Nachdem die bunt kostümierten Kreuzfahrtgäste ihre Plätze eingenommen hatten, marschierte das Begrüßungskomitee in den Saal ein. Dieses bestand aus den Schiffsoffizieren (Elferratsmitgliedern) und den Matrosen (Vereinsmitglieder) der Flotte. Begleitet wurden diese durch Abordnungen befreundeter Vereine, die teilweise die Kreuzfahrt auf ihren Weg zum Kap der guten Laune begleiteten.

Nachdem nun alle Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord der MS Fidele Flotte waren und die Schiffskombüse ein Buffet aufgebaut hat, hieß es Anker lichten und „Leinen los“ zur mehrstündigen karnevalistischen Kreuzfahrt mit vielen Höhepunkten.

Kapitänin (Präsidentin) Andrea Fischer begrüßte in einer kleinen Ansprache die jecken Passagiere, die anstatt ihrer Rettungswesten, wundervolle und farbprächtige Kostüme trugen. Rettungswesten waren auch nicht nötig, denn die Passagiere waren in sicheren und professionellen Händen. Die Takelagen waren einsatzbereit und so konnte Andrea Fischer vom Brückendeck aus, die Segel setzen.

Keine Kreuzfahrt ohne Unterhaltungsprogramm und so konnten sich die Gäste auf  vielseitige Beiträge freuen.

Extra für diese Kreuzfahrt sind viele Künstler mit an Bord gekommen. So stach Jörg Runge, alias Dä Tuppes vum Land mit in See und begeisterte durch seinen geistreich-witzigen Vortrag. Dä Tuppes vum Land gehört zu den führenden Büttenrednern des Karnevals. Kaum ein anderer Redner beherrscht das Reimreden so, wie er. Hierbei baut er gerne aktuelle Themen ein und erreicht durch seine Art des Vortragens mit viel Niveau alle Generationen.

Für Michael Birkenfeld hieß es an diesem Abend auch Ahoi. Der Künstler, der Stimmenimitation und Parodie der absoluten Spitzenklasse von derzeit 83 nationalen und internationalen prominenten Persönlichkeiten aus der Politik-, Show-, Sport- und vor allem der Musikszene imitieren kann, stand nun auf dem Deck des Schiffes. Einen Teil seines Repertoires präsentierte er den Gästen und die Stimme der einzelnen imitierten Personen klang zum verwechseln ähnlich. Requisiten wiesen ebenfalls auf die jeweiligen imitierten Persönlichkeit hin.

Für die tänzerische Unterhaltung sorgte auf der Schifftour eine Gruppe von Seefahrern aus dem benachbarten Hafen Köln. Das Tanzcorps Rheinmatrosen enterte kurzzeitig den Bereich vor der Offiziersmensa. Doch die Elferratsoffiziere nahmen dies gerne hin, denn es wurde Gardetanz auf höchstem Niveau geboten. Professionell zeigten die befreundeten Matrosen akrobatische Figuren und choreografische Höhepunkte.

Sehr schnell schafften die GardetänzerInnen es, dass der Funke auf die Gäste übersprang, bevor sie wieder ihren Mülheimer Heimathafen ansteuerten.

An jeder Kreuzfahrt nimmt natürlich auch ein Schiffsarzt bzw. eine Schiffsärztin teil. Die Schiffsoffiziere der MS Fidele Flotte konnten sich wohl nicht für einen Arzt/eine Ärztin entscheiden und verpflichteten direkt eine große Anzahl von Schiffsärztinnen. Davon konnten sich die kreuzfahrenden Gäste auch gleich überzeugen. Den aus dem Krankenhaus „Palm Beach“ tanzten sich die Ärztinnen aus Leidenschaft (Palm Beach Girls) auf die Schiffsbrücke und zeigten dort, dass sie zu den führenden Showtanzgruppen des Karnevals gehören. Die Performance ihrer Darbietung hinterließ beim Publikum höchste Bewunderung und bei so manchen Sprüngen hielten die Jecken die Luft an.

Trotz einer stürmischen Darbietung mit vielen Windstärken, war die Benutzung von Rettungsringen jedoch nicht erforderlich.

Für das musikalische Entertainment sorgten dann noch die Gruppen De Köbesse, Dröpkes und die Wanderer. Diese boten von Stimmungsmusik bis hin zu a-capella-Stücken ein breites Angebot, für den jeden etwas dabei war. Die Kreuzfahrergäste dankten es Ihnen mit ausgelassener Stimmung, Mitsingen, Schunkeln und lauten Beifallsbekundungen. Natürlich gab es auch Zugaben.

Ehrengäste gab es natürlich auch und so betraten das Hennefer Prinzenpaar und das Sövener Kinderprinzenpaar das Geschehen und zogen die Sympathien der Passagiere der MS Fidele Flotte gleich auf ihre Seite. Musikalisch begleitet wurden die Ehrengäste durch die Gulaschkapell.

Die Bordcrew hat sich dann noch etwas ganz Besonderes überlegt. Die Matrosinnen der Fidelen Flotte nutzten das Hauptdeck für eine hochkarätige Vorführung, die seinesgleichen sucht. Ein Programm, welches in Eigenregie erstellt wurde, begeisterte die Gäste und bot kölsche Lieder von „Schötzefest“ über „Dat Wasser vun Kölle is jot“ als Rap bis hin zu „hück steht die Welt still“. Ein besonderer Höhepunkt war auch der Auftritt von Anja Schmitt, die stimmgewaltig und mit großer Ausstrahlung die kölsche Version von „New York, New York“ präsentierte. Das Schiff bebte und Standing Ovations waren ihr sicher.

Übrigens: Für das Lied „Schötzefest“ wurden seine Tollität Michael I. und der Präsident der Ersten Hennefer KG, Frank Kasolowsky incl. „Pferd“ kurzerhand als Rahmenprogramm verpflichtet.

Am Abend gab es dann auch noch zwei Ernennungen. Irmgard Graef und Claudia Gerhards wurden zu Senatorinnen der Flotte ernannt.

Leider ging die karnevalistische Kreuzfahrt viel zu schnell vorbei und die MS Fidele Flotte, die hervorragend von der Crew gesteuert wurde, erreichte nach einer wundervollen närrischen Schiffstour ohne Seekrankheit wieder den Heimathafen Meiersheide. Nicht alle Gäste wollten sofort von Bord gehen und ließen die Eindrücke der vergangenen Stunden noch im Foyerbereich des Hafens auf sich wirken.

Text und Fotos: Frank Specht

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Rejimentsappell der Hennefer Stadtsoldaten in der Meys Fabrik

Der gestrige Samstag in der Meys Fabrik stand im Zeichen des Rejimentsappells der Hennefer Stadtsoldaten. Diese jährlich stattfindende Veranstaltung beinhaltet neben einem Rahmenprogramm, die Vorstellung neuer Rekruten und Stadtsoldaten, die feierliche Vereidigung von neuen Stadtsoldaten, die Verleihung des Komiteeordens, Ehrungen und die Ernennung von Legionären und Ehrenstadtsoldaten.

Gerne wird diese Veranstaltung auch genutzt, um den geladenen Gästen Neuigkeiten aus der Familie der Stadtsoldaten zu präsentieren. Dazu aber später mehr.

Eröffnet wurde der Rejimentsappell durch Paul Jacobs, den Baas der Stadtsoldaten.

Als erster Programmpunkt wurde extra für den Rejimentsappell ein Engel verpflichtet. Einen Engel, der es in sich hat und auf unverwechselbare Art erzählt, was er zwischen Himmel und Erde alles erlebt. Himmlich jeck und irdisch witzig könnten der Arbeitstitel des Vortrages von Engel Hettwich, alias Hedwig Sieberichs auch sein. Als Himmelsstürmerin, die sich gerne auch einmal „Jumbo unter den Engeln“ nennt, überzeugt sie regelmäßig das zuhörende Publikum und davon konnten sich gestern auch die Gäste des Rejimentsappells restlos überzeugen.

Für Peter Lorber, der – passend zum Engel – nach dem Engel als verspäteter Weihnachtsmann seinen Vortrag zum Besten gab, war dies eine wundervolle Vorlage. Wie bereits im letzten Jahr, brillierte der Hennefer Journalist in seinem christlichen Gewand mit rhetorisch perfektem Stil, als er in reimform seinen Vortrag dem Publikum vorstellte. Inhaltlich wurde über die einzelnen Stadtsoldaten berichtet und auch der jährlich stattfindende Ausflug zu Weiberfastnacht nach Köln und in die Schreckenkammer fand Berücksichtigung. Die Anwesenden waren beeindruckt von der Kunst des Vortragens, den Peter Lorber uneingeschränkt beherrscht. Als zweiten Vortrag präsentierte Peter Lorber dann noch eine Gesangeseinlage.

Wie eingangs in diesem Bericht bereits erwähnt, sollte es auch beim diesjährigen Rejimentsappell etwas Neues von den Stadtsoldaten geben. Dieses Jahr gab es sogar zwei Premieren. Die erste Premiere, war das Vorstellen des neuen Stadtsoldatenliedes „Ich wär so gern ein Stadtsoldat“. Klaus-Dieter Scholz „Spetzebötzje“ betrat hierfür als Erster die Bühne und begann das Lied vorzutragen. Unmittelbar vor dem zweiten Refrain betrat dann ein weiterer junger Stadtsoldat den Saal und stimmte in das Lied ein. Jan Steinhauer, Mitglied bei den Stadtsoldaten-Pänz, sorgte mit seiner Stimme, dem Erscheinungsbild und Selbstsicherheit dafür, dass so manches Auge vor Rührung nicht trocken blieb. Dieses Duo sang sich in die Herzen des Publikums und so blieb es nicht aus, dass eine Zugabe eingefordert wurde. Das Lied wurde eigens für die Stadtsoldaten durch den Hennefer Christian Kaspers komponiert und getextet.

Nach einer kleinen Pause der Veranstaltung, wo sich die Gäste stärken, konnte das Hennefer Prinzenpaar Michael I. und Claudia V. begrüßt werden. Mit ihrem Gefolge und den Stadtsoldaten-Pänz in Begleitung, marschierten sie in den Saal ein. Auf der Bühne angekommen, richteten sie ihr Wort an die Gäste.

Nun wurde es richtig offiziell, denn die Ehrungen und Ernennungen standen auf dem Programm. Den Anfang machte die Vorstellung der neuen Rekruten, die sich nun ein Jahr bewähren müssen.

Zur Verleihung der nun folgenden Ordensverleihung des Hennefer Karnevals-Komitees, betraten die Präsidenten der fünf Komiteevereine die Bühne.

Der diesjährige Komiteeorden wurde verliehen an Heinz Hochgeschurz, für seine langjährigen Verdienste für den Hennefer Karneval.

Dennis Halm, der bislang bei den Stadtsoldaten als Rekrut agierte, wurde gestern im Rahmen eines feierlichen Aktes, mit Eid auf die Fahne der Stadtsoldaten, als neuer Stadtsoldat vereidigt. Er erhielt den Namen „Sahneschnittche“

Dennis Halm stand aber sicherlich nicht nur durch seine Vereidigung im Mittelpunkt der Veranstaltung, sondern im weiteren Verlauf der Veranstaltung, spielte er bzgl. einer weiteren Neuigkeit bei den Stadtsoldaten eine entscheidende Rolle, von denen sich die Gäste am Ende des Rejimentsappells eindrucksvoll überzeugen konnten.

Aber zuvor erfolgte noch die Aufnahme der Legionäre und der Ehrenstadtsoldaten, die zugleich ihren Stadtsoldatennamen verliehen bekamen. Dieser Name nimmt konkreten Bezug auf die ernannte Person. Dies könnte z.B. aufgrund einer Eigenschaft, des Berufes oder des Hobbies der Person sein.

Als Legionäre aufgenommen wurden:

Wilhelm „Will“ Halm als Legionär „Schruv“

Wassili Weckauff als Legionär „Suurbrode“

Simone Floris als Legionär „Spajetti“

Als Ehrenstadtsoldat aufgenommen wurde:

Clemens Wirtz als Ehrenstadtsoldat „Klemm“

Michael Kaul als Ehrenstadtsoldat „Schmecklecker“

Torsten Tamm als Ehrenstadtsoldat „Starck Strom“

Matthias Fiedler als Ehrenstadtsoldat „Ritzenfüller“

Günther Dümmler als Ehrenstadtsoldat „Mach 2“

Frank Specht (Hennefer-Inspirationen) als Ehrenstadtsoldat „Jeistesblitz“

Als weiteres Rahmenprogramm stand nun eine Gruppe von Sängern auf der Bühne, die durch ihre Gesangeskunst schon bei vielen Auftritten die Zuhörer erfreuten. Die Gruppe kommt aus Hennef und seit vielen Jahren treten sie als Jeestinger Junge auf. Unter Leitung von Ralf Thomas am Keyboard, sangen sie kölsche Lieder, die zum Schunkeln und Mitsingen einluden. Dem wurde auch umfangreich Folge geleistet.

So, und nun kommt ein toller Höhepunkt der Veranstaltung!!!

Seit vielen Jahren ist Klaus-Dieter Scholz, alias Spetzebötzje das tänzerische Aushängeschild der Hennefer Stadtsoldaten. Der Name Spetzebötzje ist dabei Programm. Bei zahlreichen Auftritten seit über 25 Jahren, tanzte sich Klaus-Dieter als Mariechen in die Herzen des Publikums. Noch heute steht er mit ca. 70 Jahren auf der Bühne und macht so manchen jungen Tanzoffizier anderer Vereine noch was vor. Als Trainer der Stadtsoldaten und Stadtsoldaten-Pänz kennt man ihn als hart, aber herzlich. Eine hervorragende Leistung!!!

Sein tänzerischer Spannmann war viele Jahre Peter Wroblewski, genannt Löffelche. Zusammen mit Spetzebötje zeigten die Beiden auf regionalen und überregionalen Bühnen, als Tanzpaar der Hennefer Stadtsoldaten, ihr Können. Auch für Peter Wroblewski, der neben seiner Tanzeinlagen durch seine live vorgetragenen Gesänge das Publikum stets mitreißt, kann man höchste Anerkennung aussprechen. 

Vor diesen beiden sympathischen Menschen und dessen Leistung kann man nur den Hut ziehen und sich für die vielen tollen tänzerischen Momente bedanken. Doch alles Schöne bedarf auch einer Nachfolge.

Die Nachfolger sind gefunden. Hierbei handelt es sich um den am gestrigen Abend zuvor als Stadtsoldat vereidigten Dennis Halm („Sahneschnittche“) als Tanzmariechen und Stadtsoldat Gerd Schichel, genannt „Dilledopp“ als dessen Tanzpartner.

Der gestrige Rejimentsappell hatte also –neben dem neuen Stadtsoldatenlied – noch eine weitere Neuerung parat.

Auf der Bühne der Meys Fabrik präsentierten die Hennefer Stadtsoldaten erstmalig zwei Tanzpaare. Nachdem das „alte“ Tanz-Duo „Spetzebötzje“ und „Löffelchen“ in gewohnt perfekter Art und Weise den Anfang machten, folgte das neue Tanz-Duo „Sahneschnittche“ und „Dilledopp“. Das Debüt des neuen Tanzpaares gelang uneingeschränkt und sicherlich können nun die Stadtsoldaten mit stolz behaupten, dass es zwei Tanzmariechen und situativ zwei Tanzpaare bei den Hennefer Stadtsoldaten gibt, die begeistern.

Was für ein Höhepunkt!!!

 

Text und Fotos: Frank Specht

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Kostümsitzung mit Proklamation der KG Rot-Weiß Bröl

KG Rot-Weiß Bröl ließ die Puppen tanzen!!!

Es ist immer wieder eine besondere Atmosphäre, wenn die KG Rot-Weiß Bröl im Saal des Landgasthauses Bröl die große Kostümsitzung mit Prinzenproklamation durchführt.

Der im Verhältnis zur Halle Meiersheide kleine Saal des Landgasthauses Bröl, lässt sehr schnell eine familiäre  und kameradschaftliche Atmosphäre entstehen und daher war es nicht verwunderlich, dass der Saal schnell ausverkauft war und die Jecken sich auf eine tolle Sitzung freuten. Sie wurden nicht enttäuscht!!!

Bevor der offizielle Teil der Sitzung begann, präsentierte die KG Rot-Weiß Bröl im Rahmen einer Diashow, Erinnerungen an die Sessionseröffnung. Um 19.40 Uhr war es dann soweit und die Garden der KG Rot-Weiß Bröl, die Kunterbunten, der Elferrat, das Adjutantenpaar und Präsident Rolf Hocke eröffneten mit dem Einmarsch die große Kostümsitzung mit Prinzenproklamation.

Nach der Ansprache des Sitzungspräsidenten hatten die Mini- und Kindergarde der KG ihren Einsatz und zeigten gekonnt ihre einstudierten Gardetänze. Die Juniorengarde und die Senioren in ihren wundervollen rot-weißen Gardekostümen taten es ihnen gleich und machten die Bühne zur Tanzfläche.

Was nun im weiteren Verlauf des Programms folgte, war ein künstlerischer Höhepunkt nach dem anderen, in deren Mittelpunkt natürlich die Proklamation des Bröler Prinzenpaares stand.

Den Anfang machte eine Band, die vor über 25 Jahren ihren ersten kölschen Song veröffentlichte. Man kann durchaus sagen, dass diese Band damals den Karneval mit ihren Auftritten rockiger machte und für Gesprächsstoff sorgte. Heute sind sie längst etabliert und zählen zu den führenden Künstlern des Kölner Karnevals. Mit ihren Hits, die u.a. lauten: „Kölsche Jung“, „Halleluja“ oder „ Superjeilezick“ reißen sie regelmäßig das Publikum von den Stühlen und somit konnte sich das zu diesem Zeitpunkt noch designierte Bröler Prinzenpaar über diesen Programmteil freuen und natürlich waren auch die Jecken außer Rand und Band während des Auftrittes von Brings. Der Saal wurde durch die Künstler so eingeheizt, dass kurzzeitig sogar die Feuermelder des Saales sich meldeten und Alarm auslösten.

Nach dem Auftritt von Brings wurde es für das zukünftige Prinzenpaar ernst. Angekündigt durch den Präsidenten Rolf Hocke, zogen die Beiden mit Gefolge und begleitet durch die Hennefer Stadtsoldaten in den Bröler Saal ein. Umjubelt genossen sie sichtbar das Bad in der jecken Menschenmenge, während sie sich ihren Weg zur Bühne bahnten.

Nun war auch das Geheimnis, wer wohl das Bröler Prinzenpaar in dieser Session sein wird, gelüftet, denn dies wird grundsätzlich bis zur Proklamation geheim gehalten. Die Proklamation wurde durch den Bürgermeister der Stadt Hennef, Klaus Pipke durchgeführt.

Das  nunmehr proklamierte Bröler Prinzenpaar Prinz Kai I. und Prinzessin Julia II. werden in dieser Session mit ihrem jugendlichen Charme sicherlich die Jecken bezaubern.

Den Anfang machten die beiden Tollitäten mit ihrer Ansprache und dem Vorlesen der 11 Paragraphen, eine Auflistung von „Forderungen“ des Prinzenpaares, welche in der Sessionszeit umzusetzen sind.

Den ersten offiziellen Auftritt absolvierte das Bröler Prinzenpaar mit Bravour und konnte nun in der Loge seitlich der Bühne die Plätze einnehmen, um den weiteren Verlauf der Kostümsitzung zu genießen, dessen Beginn die Hennefer Stadtsoldaten mit ihren Tänzen machten.

Bühne frei, für die Showtanzgruppe „Kalver Schnütche“ der KG Rot-Weiß Bröl hieß es dann, die ihren neuen Showtanz professionell präsentierten. Mit synchronisierten Tanzabläufen, gepaart mit akrobatischen Einlagen und einem hohen Maß an Ausstrahlung beeindrucken die Tänzerinnen und der Tänzer dieser Formation und die neuen einheitlichen Tanzkostüme faszinierten. Diesmal stand Rock auf dem Programm und es war einmal mehr eine gelungene Show.

In der Programmfolge präsentierte Bruce Kapusta mit seiner Trompete kölsche Lieder auf seine unverwechselbare, sympathische Art und das Publikum begleitete ihn in einem Mix aus Schunkeln, Klatschen und Singen. Eine besondere Erfahrung machte während des Auftrittes von Bruce Kapusta der Hennefer Bürgermeister Klaus Pipke, der durch den vor ihm auf den Tisch stehenden Künstler in ein Konfettiregen eingehüllt wurde.

Klaus Rupprecht, alias Klaus und sein Affe Willi gehörte nun die Bühne. Gewohnt schlagfertig und frech brachte Klaus mit seiner Bauchrednerpuppe Willi eine Pointe nach der anderen. Klaus und Willi gehört zu den meistgebuchten Bauchrednern in Deutschland, wobei Klaus den „seriösen“ Teil des Gespanns darstellt, während Willi die Rolle des Frechdachses obliegt.

Im Programm folgte der Auftritt der Zunftmüüs. Gardetanz für das Auge und voller Perfektion. Die Saaldecke kam den Tänzerinnen, die in akrobatischen Einlagen in die Luft gewirbelt wurden, zum Anfassen nah.

Den Abschluss der Kostümsitzung oblag dann einer weiteren Kölner Band, die seit Jahren für ausgelassene Stimmung sorgte. Die Boore mit Frontmann Hendrik Brock sorgten zum Ende der Veranstaltung nochmals für ausgelassene Stimmung voller musikalischer Mitsinghits.

Zum Abschluss der Veranstaltung und zurückblickend kann man zu Recht sagen, dass die KG Rot-Weiß Bröl die Puppen hat tanzen lassen und die Gäste hatten sogar im Rahmen einer Tombola noch die Möglichkeit eine Reise incl. Taschengeld zu gewinnen.

Für das leibliche Wohl war gesorgt und die musikalische Rahmenbegleitung übernahm erneut das Orchester Sepp Dietrich.

 

Zum Prinzenpaar:

Prinz Kai I. und Prinzessin Julia II.
aus dem Hause Kremser sind seit 8 Jahren ein Paar und haben im August 2015 geheiratet. Kennen gelernt haben die Beiden sich aber schon viel früher, natürlich in Bröl. Nach vielen Jahren Freundschaft fanden die beiden dann schließlich zueinander.


Prinz Kai I.

ist neben der KG Rot-Weiß Bröl ein aktives Mitglied der Fußball-Truppe FC. O-Beine, die in der Vergangenheit besonders durch ihre atemberaubenden Tanzdarbietungen aufgefallen sind.
Die gemeinsame Leidenschaft des Prinzenpaares ist der BVB Borussia Dortmund, dessen Spiele beide am liebsten im schönsten Stadion der Welt verfolgen.
Prinz Kai I. geboren am 02.08.1987 in Bergisch-Gladbach und mit einem Zwischenstopp in St. Augustin zog er pünktlich zum Kindergarteneintritt mit seinen Eltern und seiner älteren Schwester Carola nach Bröl in die Au.
Im Jahr 2005 war er erstmals aktiv im Bröler Karnevalstreiben, indem er den Kegelclub der Kallenkönige beim Wagenbau unterstützte. Dort sprang der Funke schnell über, denn wenig später wurde er gemeinsam mit seinen Kumpels Tobi und Julian Mitglied der KG.
Nach dem Abitur 2008 musste er seine geliebte Heimat Bröl zweitweise verlassen und zog für sein berufsbegleitendes BWL Studium in die Karnevalshochburg Kölle. Seitdem setzt er seine Laufbahn bei seinem Ausbildungsbetrieb dem Chemiepark-Betreiber und industriellen Dienstleister, der InfraServ GmbH & Co Knapsack KG in Hürth, im Bereich Controlling, weiter fort.


Prinzessin Julia II.
geborene Engels, erblickte am 22.07.1989 in Troisdorf das Licht der Welt. Nach einer kurzen Station in Much zog sie im zarten Alter von einem Jahr ins schöne Bröl. Gemeinsam mit Ihren Eltern und ihrem älteren Bruder Christian bewohnte sie ein Häuschen oben auf dem Knechtsberg.  
Durch ihren Prinz angesteckt, war sie erstmals 2008 mit von der Partie beim Wagen der Kallenkönige und sofort begeistert aktiv den Bröler Karneval mitzugestalten.
Nach dem Abitur 2009 zog es auch sie für einen kurzen Abstecher nach Köln. Zeitgleich begann sie ihre Ausbildung als Touristikkauffrau bei der Organisation für Internationale Kontakte in Bonn – Bad Godesberg. Seitdem ist sie dort beschäftigt und organisiert Studienreisen für Schüler und Studenten aus Übersee, inzwischen aus dem Kölner Büro.
Seit ein paar Jahren wohnt das Prinzenpaar wieder in Bröl in der Au.

 

Text und Fotos: Frank Specht (Hennefer-Inspirationen)
Text Vorstellung Prinzenpaar: KG Rot-Weiß Bröl


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