Eventberichte 1/2017

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Kostümsitzung der Ersten Hennefer KG

Karnevalistischer Hexenkessel in der Meiersheide.
 
Die Mitglieder der Ersten Hennefer KG luden zu ihrer Kostümsitzung in die Meiersheide ein und zahlreiche Jecken füllten diese komplett, denn seit April 2016 war diese ausverkauft.
 
Rot und weiß waren die Farben des Abends in der sich die Meiersheide präsentierte.
Selbst die Damen der Ersten Hennefer KG trugen diese Farben in Form von Clownkostümen.
Farbklekse boten die bunten Kostüme der Gäste, die beim Einlass gespannt auf den bevorstehenden Abend blickten.
Das erste Kölsch wurde im Foyer ausgeschenkt und schnell füllte sich der Saal.

Orchester Sepp Dietrich stimmte das Publikum mit Schunkelmusik ein, bevor Eric Raderschad, stellvertretender Vorsitzender der KG, die Sitzung eröffnete.
 
Begleitet von Abordnungen der Hennefer Karnevalsvereine marschierten die Mitglieder der Ersten Hennefer KG incl. Elferrat und Sitzungspräsident Frank Kasolowsky ein. Dieser richtete dann auch das Wort an die Jecken im Saal.
 
Es folgte der Einzug des Hennefer Prinzenpaares und dieser war bereits beeindruckend und ein hervorragender Auftakt zur Sitzung, denn das Prinzenpaar wurde durch die Prinzengarde der Stadt Köln zur Bühne begleitet.
 
Nachdem das Hennefer Prinzenpaar ihre Plätze in der Loge auf der Bühne einnahmen, spielte der Spielmannszug auf und entführte die Jecken mit einem karnevalistischen Potpourri. Natürlich tanzte auch das Tanzmariechen und sie wurde dabei von den Gardisten begleitet.
 
Guido Cantz und der Tuppes vom Land brillierten auf der Bühne mit tollen Reden und thematisierten aktuelle und politische Geschehnisse. Aber auch Alltagssituationen wurden herzerfrischend dargeboten. Mit Standing Ovations wurde der Tuppes vom Land verabschiedet, denn seine Rede beeindruckte mit Reimen und klarer Rhetorik.
 
Stimmgewaltig kennen viele Menschen diesen Künstler. Aber auch als Moderator – z.B. am Tanzbrunnen oder in der Lanxess-Arena – zeigt er sich amsolut professionell. Linus zeigte bei der gestrigen Sitzung ein vielseitiges Programm mit musikalischem Ausflug in verschiedene Genres. Sehr überzeugend war der Auftritt, an den auch der Elferrat aktiv teilnahm.
 
Kuhl und de Gäng heizten mit ihren mitreißenden frischen Rythmen den Saal ein. Die Band die sich 2012 gründete, hat sich in die Reihen der besten jungen Kölner Bands gespielt und auch in die Herzen der Hennefer.
 
Für ein Lichtermeer sorgten die Klüngelköpp mit ihrer Ballade von den Stäänen am Himmel und mit Trommelsolo zündete die Band ein karnevalistisches Feuerwerk. Kasalla brachte das Stimmungsbarometer auf den Höhepunkt und im Konfettiregen begleitete das jecke Publikum die Künstler mit Tanz und Gesang.
 
Tänzerische Höchstleistung zeigten die Westerwaldsterne. Fliegende Mariechen, Akrobatik und Beinschwünge wurden auf der Bühne der Meiersheide gezeigt und mit ihrer Ausstrahlung tanzten sich die TänzerInnen in die Herzen des Publikums.
 
Neue Senatoren nahm die Erste Hennefer KG an diesem Abend in ihre Reihen auf. Mathias Rochus, Hans Gerhards und Dirk Schlömer dürfen sich ab sofort Senatoren nennen.
 
Eine herausragende Sitzung stellte die Erste Hennefer KG an diesem Abend auf die Beine und die Stimmung war kaum zu übertreffen.
 
Jedoch endete die Veranstaltung noch lange nicht, denn im Foyer wurde mit einer Karnevalsparty bis in die frühen Morgenstunden weiter gefeiert.

Auch in diesem Jahr richteten die Mitglieder der Ersten Hennefer KG eine Cocktailbar ein, die von den zahlreichen Gästen gerne angesteuert wurde.
 
Text: Frank Specht
Fotos: Heike Jentges & Frank Specht

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​Jubiläumssitzung Fidele Flotte

Frauenpower auf der Bühne der Hennefer Meiersheide

In diesem Jahr feierten die Damen der Fidelen Flotte - aufgrund ihres 66jährigen Bestehens – mit einer Jubiläumssitzung.
Die Sitzung der KG Fidele Flotte ist längst im karnevalistischen Spitzenprogramm etabliert. Dennoch gilt sie auch als Geheimtipp unter den Karnevalisten. Das Besondere an dieser Sitzung ist, dass die Mitglieder sich jedes Jahr eine eigene Präsentation ausdenken und diese dann auf der Bühne darbieten und dies machen die Darsteller sehr professionell.
 
Die Bühnenpräsentation der Flottenmädels ist unterteilt in einzelne Abschnitte und besteht mal aus gesanglichen, tänzerischen Vorführungen und Zwiegesprächen, die bereits Monate vor Sitzungsbeginn durch die Akteure entwickelt und einstudiert wurden.
 
Dieses Jahr drehte sich der Flottenvortrag um das neue Ornat der Flottencrew.
Vorgestellt wurde dieses Ornat auf besondere Weise. Flottenmädel Anja stellt das Ornat gesanglich auf die Musik "It´s simply the best" von Tina Turner vor.
Bereits im letzten Jahr begeisterte Anja mit ihrer Stimme und auch in diesem Jahr bebte der Veranstaltungssaal und Anja diesmal suchte sogar die Nähe zum Publikum, indem sie kurzerhand einen Tisch im Saal zur Bühne machte.
 
Weiter in der Programmfolge wurden das Hennefer Prinzenpaar und Vertreter der Komiteevereine auf die Bühne gebeten. In einem Battle gegeneinander sollten sie mit jeweils einem Adjektiv von A bis Z das Ornat beschreiben.
Sieger des Wettbewerbs war das Prinzenpaar.
 
Nun stand der Auftritt von den Flottenmädels Anne und Inga auf dem Programm und dieser löste Begeisterungsstürme bei den Jecken aus. Auf das Lied "Hello" von Carolin Kebekus schilderten sie eine Begegnung mit einem smarten Kerl in Köln.
Stimmgewaltig und volle Ausstrahlung machten die Beiden dem Original Konkurrenz.
 
Abschließender Auftritt wurde durch Flottenmädel Uschi vorgenommen. Zusammen mit anderen Flottenmädels, die Uschi gesanglich begleiteten, sang sie auf die Musik von "Jeck Yeah" von Brings. Ein krönender Abschluss des Eigenvortrages der Flotte.
 
Der Eigenvortrag der Flottencrew war eingerahmt von einem tollen Programm.
 
Die Jubiläumssitzung der Fidelen Flotte war ein Mix aus hochkarätigen Bühnenprogramm und ausgelassener Stimmung der zahlreichen Jecken in der ausverkauften  Meiersheide.
 
Gleich zu Beginn ein Auftritt der besonderen Art. Tenor Norbert Conrads gab kölsche Lieder auf klassischer Art und Weise wider. Lieder wie der Stammbaum und Heimweh noh Kölle gehören zu seinem Repertoire. Eine tolle Eröffnung.
 
Neben Martin Schopps, der in seinen Reden gerne auch einmal zum Nachdenken animiert und dennoch in seiner ironischen und sarkastischen Art das Publikum begeistert, zeigte auf der Bühne der Meiersheide eine tolle Rede. 
 
Ein weiterer Redner der Sitzung feiert zurzeit ebenfalls ein Jubiläum. Seit 25 Jahren ist der als Moderator, Comedian und Redner aktiv und ist auch aus dem Karneval kaum mehr wegzudenken. Guido Cantz, Meister der Ironie, zeigte sein karnevalistisches Programm und zündete eine Poente nach der Anderen.
 
Traditioneller Gardetanz auf höchstem Niveau boten die Kölner Rheinveilchen. Auf der großen Bühne der Meiersheide bildeten Beinschwünge, Akrobatik, Spagat und einheitliche Schrittfolgen eine Komposition einer choreografischen Meisterleitung.
 
Sie zählen zu einer der besten Showtanzgruppe der Region. Die Fauth Dance Company zeigte einen tollen Auftritt. Ausdrucksstark und mitreißend war die Tanzdarbietung auf kölsche Lieder.
 
Natürlich durfte auf der Sitzung auch die musikalische Unterhaltung nicht fehlen. Hierfür sorgten die Paveier, Kasalla und Kuhl un de Gang und für eine super Stimmung sorgte natürlich nicht nur der Konfettiregen von Kasalla.

Freunde und Fans der einzelnen Musikgruppen platzierten sich bei deren Auftritte unmittelbar vor der Bühne und bildeten eine ausgelassene, bunte Mauer, die singend und schunkelnd ihre Band unterstützten.
 
Vergleichbar wie auf einem Schiff schaukelte auch die Jecken im kompletten restlichen Saal bei den Hits der Bands. Die Jecken, die eben noch auf ihren Plätzen saßen, standen nun und schunkelten. Ganze Sitzreihen beteiligten sich und von der Bühne blickend ergab sich ein tolles Bild, welches dem Wellengang des Meeres vergleichbar war…natürlich viel bunter und auch das Hennefer Prinzenpaar Prinz Christoph I. und Prinzessin Anja I. genossen den Abend. Ebenfalls anwesend war das Uckerather Prinzenpaar, das Bröler Prinzenpaar und das Sövener Kinderprinzenpaar.
 
Im Verlauf der Sitzung erfolgten auch Ehrungen und Ernennungen. Vor der Pause gab es auch noch eine Überraschung für die Flottencrew. Viele Ehrensenatorinnen und -senatoren übernahmen kurzzeitig auf der Bühne das Kommando und gratulierten der Flotte zum Jubiläum.

66 Jahre Fidele Flotte
 
Im Jahre 1950 wurde die Damengesellschaft gegründet und die erste Präsidentschaft übernahm Lotte Hold. Alljährlich zu Weiberfastnacht veranstalteten die Damen einen karnevalistischen Nachmittag im Saale der Gaststätte „Zur Lindenwirtin“ in Dondorf.
 
Zeitnah erfolgte bereits die Teilnahme am Hennefer Rosemontagszug. Ab 1961 mit eigenem Wagen, dem sogenannten Narrenschiff.
 
Die erste Abendveranstaltung richteten die Flottenmädels dann im Jahre 1962 aus, gefolgt von der ersten Karnevalssitzung im Jahre 1964 mit eigenem Elferrat.
 
Neben dem bereits kurz nach Gründung formierten Damen-Tanzkorps, gründete man im Jahre 1966 auch ein Kinder-Tanzkorps.
 
1974 fand man in der Aula der Schule Hanftalstraße einen neuen und größeren Veranstaltungsaal. Bis zum Jahre 1988 diente dieser Saal als Heimathafen für die Fidele Flotte, bevor 1989 ein erneuter Wechsel in die Aula der Kopernikus-Realschule erfolgte. 
 
Zu Beginn der Session 1978 erfolgte die Aufnahme der Gesellschaft in das Komitee Hennefer Karneval.
Anlässlich des 50jährigen Bestehens der Flottengesellschaft wurde eine Festzeitschrift entworfen und der neue Flottenorden vorgestellt.
 
2005 stellte die Fidele Flotte ein „halbes“ Prinzenpaar. Das Prinzenpaar der Stadt Hennef sind in dieser Session Flottenmädchen Claudia und ihr Ehemann Wolfgang, Vorsitzender der Großen Geistinger KG.
In diesem Jahr nahmen einige Mitglieder der Flotte auch an dem jährlich stattfindenden Fußballturnier der Karnevalisten teil und man hatte viel Spaß.
 
In dieser Session feiert die Fidele Flotte ihr 66jähriges Jubiläum mit ca. einem halben Dutzend aktiven Flottenmädels. Seit Bestehen des Vereins bereichert die Gesellschaft den Hennefer Karneval. Geprägt war die Geschichte der Flotte durch viele Präsidentinnen, Vereinsmitglieder, Gönner und Unterstützer, die sich mit großem persönlichen Einsatz einbrachten.
Eine besondere Verbindung besteht seit sehr langer Zeit zu Monsignore Opheys, der den Verein stets mit seinen Segen begleitete und zu besonderen Anlässen zugegen war.
 
Natürlich gab es in der Vergangenheit auch einmal Herausforderungen.

So verlor im Jahre 2003 während des Hennefer Rosemontagszuges der Flottenwagen plötzlich Luft aus einem Reifen.
Aufgeben? Auf keinen Fall.

Einige als Hexen verkleidete Flottenmitglieder verließen den Wagen und beendeten den Rosemontagzug als Fußgruppe. Die restlichen harrten auf den Wagen aus und der Wagen kam gut ans Ziel an.
 
Eine seit Beginn des Bestehens vorhandene Besonderheit ist, dass die Flottenmitglieder jährlich zu ihrer karnevalistischen Veranstaltung einen Eigenvortrag präsentieren, der von hoher Professionalität geprägt ist und mit zum Höhepunkt des Hennefer Karnevals gehört.
 
Und wie sang bereits Udo Jürgens? Mit 66 Jahren geht das Leben erst richtig los.
Na denn, Leinen los und setzt die Segel!!!
 
Text: Frank Specht
Fotos: Heike Jentges & Frank Specht

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Prunksitzung Quer durch de Waat

Pünktlich um 18.30 Uhr eröffnete der erste Vorsitzende Uwe Zvonar die Prunksitzung der KG Quer durch de Waat. Traditionsgemäß zogen zunächst die befreundeten Hennefer Vereine über die Bühne und durch den Saal und wurden namentlich begrüßt.

Den Beginn von diesem farbenfrohen Zug bildete dabei der Elferrat und die Vereinsmitglieder der KG Quer durch de Waat.
Es folgte die Begrüßung der Jecken durch den Sitzungspräsidenten Jörg Steinhauer, der ebenfalls mit eingezogen war.
Gleich im Anschluss folgte der Einzug des Hennefer Prinzenpaares, welches durch den Musikverein Allner musikalisch begleitet wurde.

Auch dieses Mal erzählte das sympathische Hennefer Prinzenpaar einen Schwank aus ihrem Leben, genauer vom heutigen Tag. Bei den Morells ist halt immer etwas los.
 
Natürlich gab es seitens der KG Quer durch de Waat auch Gastgeschenke für das Prinzenpaar. Prinzessin Anja I. erhielt Schuhe mit Spikes nachdem sie vor einigen Wochen mit ihrer Katze auf Glatteis ausrutschte und sich leicht verletzte. Mit diesen Schuhen wird dies nicht mehr passieren! Prinz Christoph I. erhielt ein kleines Golfspiel und lochte gleich beim ersten Versuch den Ball gekonnt in das Ziel ein. Profi halt!
 
Das Hennefer Prinzenpaar Christoph I. & Prinzessin Anja I. durften an diesem Abend natürlich in ihrer Bühnenloge sitzend die Prunksitzung der KG Quer durch de Waat genießen und hatten dabei einen hervorragenden Blick auf die Höhepunkte der Sitzung und der Literat der KG Quer durch de Waat, Udo Lambertz, hatte bei der Programmzusammenstellung nur karnevalistische Spitzenkräfte verpflichtet.
 
Aber nicht nur auf der Bühne bot sich dem Elferrat der KG Quer durch de Waat und dem Hennefer Prinzenpaar ein tolles Bild, sondern auch auf den nahezu ausverkauften Saal blickend war die Sicht auf die vielen bunt kostümierten Jecken beeindruckend.
 
Das Programm konnte starten.
 
Man könnte durchaus sagen, dass diese Band frischen Wind in den Karneval brachte. Innerhalb von kürzester Zeit spielten sie sich in die Riege der Top-Bands und feierten letztes Jahr groß ihr fünfjähriges Jubiläum. Sie füllen Stadien und bringen eine Karnevalssitzung mit den ersten Takten zum Höhepunkt. Mit ihren Titel „Pirate“ gelang der Durchbruch und sie enterten die karnevalistische Hitparade. Auf der Sitzung der KG Quer durch de Waat wurde Kasalla ihrem Ruf erneut gerecht und „heizten“ die Stimmung an.
 
Ne kölsche Schutzmann, alias Jupp Menth gehört zu den kölschen Originalen und er beherrscht die Kunst des Büttenredens uneingeschränkt.  Seit vielen Jahrzehnten hält er seine Reden op Kölsch und entführt das Publikum in den Alltag eines Schutzmanns.
 
Längst auf der Bühne etabliert hat sich der ausgebildete Pädagoge Martin Schops. Gekonnt  - teils wortakrobatisch- sind seine Reden und der Gesang zur Gitarre.
Selbst schwer zu sprechende Texte und umfangreiche und schnell gesprochene Texte werden professionell dargeboten.
 
Können Männer tanzen?
Ja, sie können! Zugegeben, vielleicht nicht alle, aber das Thorrer Schnauzerballett auf jeden Fall!!! Alles fängt ganz langsam an und endet in einer Performance, die geprägt ist von ausdrucksstarker Choreografie und Bassrythmen. Kraftvoll und mit gekonnten Schrittfolgen begeisterte diese Tanzgruppe.
 
Auch Marc Metzger sorgte zu später Stunde für ein Feuerwerk an guter Laune. Situativ und schlagfertig spielte er mit dem Publikum und so manch ein Gast bekam sein Fett weg.
 
Neben Kasalla brachte die Micky Brühl Band, die Domstümer und Brings den Saal zum beben. Die Jecken hielt nichts mehr auf ihren Stühlen und die Begeisterung fand keine Grenzen. Eine Stimmungsrakete nach der Anderen wurde gezündet.
 
An diesem Abend wurde auch ein neuer Ehrensenator ernannt. Pastor Christoph Jansen wurde in den Kreis der Ehrensenatoren aufgenommen.
 
Einen Tusch für diese hervorragende Sitzung und man könnte den gestrigen Abend auch mit Titeln der musikalischen Gäste beschreiben.
 
Hennef war an diesem Abend karnevalistisch vergleichbar mit der "Stadt mit K" und die Jecken hatten eine "superjeilezick". Obwohl, "Ohne Dom, ohne Rhing, ohne Sunnesching“, entwickelte sich der Abend in eine karnevalistische Party der Extraklasse und so manch ein Karnevalist fühlte sich lange nicht mehr „Su jung wie hück“.
 
Übrigens: Die KG Quer durch de Waat wird auch in diesem Jahr wieder die Veranstaltung "Jeck im Sunnesching" ausrichten. Diese findet am 02.09.2017 statt und als Gäste werden u.a. die Micky Brühl Band erwartet.
 
Text: Frank Specht
Fotos: Heike Jentges & Frank Specht

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Karnevalssitzung und Proklamation Kinderprinzenpaar Söven

Sövener Stimmungsfeuerwerk

Die Karnevalssitzung des Sövener Karnevals Clubs (SKC) gehört im Stadtgebiet Hennef hinsichtlich der Saalgröße nicht zu den größten Karnevalssitzungen. Dies ist auch nicht notwendig, denn diese Veranstaltung überzeugt jedes Jahr auf das Neue mit herausragender Stimmung und einem tollen karnevalistischen Programm.
 
Man könnte die Sitzung auch als „familiär“ bezeichnen. Der im Vergleich zur Meiersheide kleine Saal des Sövener Hofes lädt dazu ein, mit seiner Sitznachbarin/seinem Sitznachbarn gleich zu Beginn der Veranstaltung in Kontakt zu kommen. Dementsprechend schnell wird dann auch der karnevalistische Brauch des Schunkelns in die Tat umgesetzt.
Gäste sind gerne bei der SKC-Sitzung, da sie schnell in die Gemeinschaft aufgenommen werden.
 
Eine weitere Besonderheit dieser Sitzung ist die aktive Teilnahme einiger Vereinsmitglieder an dem Bühnenprogramm. Bereits Monate zuvor entsteht die eigene Bühnenpräsentation und es wird geprobt und Kostüme werden zusammengestellt.
Dieses Jahr imitierten die Vereinsmitglieder eine Sitzung des Kölner Gürzenich.

Das, wofür der Gürzenich mehrere Stunden benötigt, absolvierten die Vereinsmitglieder in wenigen Minuten und es wurden alle Höhepunkte einer Gürzenichsitzung präsentiert.
Rote Funken, Rumpelstilzchen, Colonia Duett, Nikuta, Blötschkopp und weitere Größen begeisterten das Publikum. Im Eiltempo rauschten die Akteure auf die Bühne, zeigten ihr Können und verließen im Laufschritt wieder die Bühne, um für die nächste Nummer Platz zu machen.
 
Ein weiterer Höhepunkt der Sitzung ist natürlich die Proklamation des Sövener Kinderprinzenpaares, welches durch Schüler der Grundschule Hennef gestellt wird.
 
In dieser Session wird Söven durch das Kinderprinzenpaar
 
Prinz Tino I. & Prinzessin Julia III.
 
vertreten.
 
Die offizielle Proklamation erfolgte durch Bürgermeister Pipke. Auch Mario Wetzels würdigte das Prinzenpaar auf der Bühne und übergab letztmalig in der Funktion des BDK-Vertreters den Orden des BDK.
 
Neben dem Sövener Kinderprinzenpaar waren auch das gestern proklamierte Bröler Prinzenpaar Harald II. und Chistine I. im Saal zugegen und auf der Bühne konnte das Hennefer Prinzenpaar Christoph I. und Anja I. begrüßt werden.
 
Stefan Wolter, alias Dä Engelbäät sorgte mit seinem Saxofon für ausgelassene Stimmung. Stimmungs- und Karnevalshits reihten sich aneinander. Dä Engelbäät machte kurzerhand den gesamten Saal zu seiner Bühne, indem er seine Position auf die Bänke im Saal wechselte. Die mitgebrachte Lichttechnik rundete das stimmungsvolle Bild ab.
 
Für karnevalistisches Stimmungsfeuerwerk sorgten auch die Sängerinnen der Funky Marys, die auf der Bühne „wirbelten“. Die Gäste im Saal waren nicht mehr auf ihren Plätzen zu halten. Von der Bühne blickend, wurde der Saal zum Meer singender und schunkelnder Karnevalisten in bunten Kostümen gemacht.
 
Die Bonner Band "Spökes" übermittelte musikalisch ein Potpourri karnevalistischer Stimmungsmusik und mit Raucheffekten und Konfettiregen hüllten sie die jecken ein.
Spökes hatte sogar einen Doppelauftritt, denn aufgrund des Blitzeises war die Starßenlage der Region so schlecht, das die Rheinlandfanfaren ihren Auftritt absagen mussten.
 
Blitzeis sorgte auch für Verspätung der anderen Programmteile. Mario Hirt, der die Sitzung hervorragend leitete, stellte sich aber einfach selber auf die Bühne und imitierte gekonnt den Büttenredner "De Erdnuss".
 
Mit ihren Reden begeisterten Et Rumpelstilzchen, Klaus & Willi und Dä Knubbelisch vum Klingelpötz.
 
Altmeister Fritz Schopps (Et Rumpelstilzchen) zeigte wieder die Kunst einer professionellen Reimrede. Rhetorisch   unverwechselbar, einzigartig und auf höchstem Niveau erzählt er Geschichten aus dem Zauberwald. Er gehört zu einen der besten Redner des Karnevals und bewies dies erneut. Dabei hatte er selber sichtlich Spaß auf der Bühne.
 
Klaus  im Gespräch mit seinen Affen Willi sorgte für einen kurzweiligen und humoristischen Auftritt und wer Klaus Rupprechter kennt weiß, dass natürlich auch das Publikum mit einbezogen wird. Sein vorlauter und frecher Affe Willi „spielt“ gerne mit dem Publikum und gibt seine Kommentare über das Publikum ab. Klaus hat alle Hände voll zu tun, dies zu unterbinden.
Klaus Rupprechter gilt in Deutschland führend als Bauchredner und hiervon konnte sich heute jeder Jeck überzeugen.
 
Das Leben im Klingelpötz (Gefängnis in Köln)  ist nicht einfach. Ralf Knoblich, alias Dä Knubbelisch vum Klingelpötz erzählt als Justizbeamter von seinen Erfahrungen in dieser Einrichtung. Als Typredner schlüpft er in diese Rolle und überzeugt als Büttenredner mit Hätz.
 
Tänzerisch begeisterten die Tänzerinnen des TSG Rot-Weiß Söven und die Sternschnuppen Bockeroth mit sehr sehenswerten Gardetanz. Die Power Hexen hingegen brachten Showtanz mit toller Akrobatik und Ausstrahlung in den Saal.
 
Ein wundervoller Sitzungsabend überzeugte die jecken Gäste.

Vita Prinz Tino I. Seifert aus Söven
 
Geburtsdatum: 22.03.2007
KLase 4a der Kastanienschule GGS Obergemeinde
Lieblingsfächer: Sport, Mathe und Kunst
Hobbies: Fußball beim FC Hennef 05
Leibgerichte: Chili con Carne, Fritten und Pizza
Timo mag: Fußball spielen, malen und schwimmen
Berufswunsch: Profifußballer

Vita Prinzessin Julia III. Targosch aus Söven
 
Geburtsdatum: 21.04.2007
Klasse 4a der Kastanienschule GGS Obergemeinde
Lieblingsfächer: Deutsch, Musik und Sport
Hobbies: tanzen, schwimmen, Inliner fahren und klettern
Leibgerichte: Pizza, Kartoffeln mit Schnitzel und Erbsen
Julia mag: tanzen, Parcours klettern, mit Freunden Zeit verbringen
Berufswunsch: Lehrerin
 
Text und Foto: Frank Specht

 

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Kostümsitzung und Proklamation der KG Rot Weiß Bröl

Bröl - außer Rand und Band
 
Es war die erste Sitzung 2017 in Hennef und diese sorgte mit Spitzenprogramm, ausverkauften Saal und der Proklamation des Bröler Prinzenpaares für einen sehr gelungenen Auftakt in das neue karnevalistische Jahr.
 
Frank Zimmermann, erster Vorsitzender der KG,  machte den Anfang und begrüßte das närrische Volk im Saal.
Auftakt der Veranstaltung war der Einzug der Vereinsmitglieder, der Kunterbunten und des Elferrates incl. Sitzungspräsident Thorsten Büth, die durch die Tanzgarden begleitet wurden.
 
Auf der Bühne angekommen übernahm Thorsten Büth die Leitung und Moderation der Sitzung. Für ihn war es die Premiere als Sitzungspräsident und er machte seine Sache richtig gut.
 
Die KG Rot-Weiß Bröl verfügt seit vielen Jahren über diverse Tanzgarden. Angefangen von den Minis über die Kinder bis hin zu den Junioren wird altersentsprechend ausgebildet und stets hervorragende Tanzpräsentationen dargeboten. Die Tanzgarden sind gern gesehene Gäste auf karnevalistischen Veranstaltungen und ein Aushängeschild des Vereins ist darüber hinaus die Showtanzgruppe „Jecke Kalver Schnütche“, die jedes Jahr mit einer neuen Performance die Säle begeistert.
 
Alle Tanzgruppen präsentierten im Rahmen der Sitzung ihre Tänze und die Jecken Kalver Schnütche begeisterten mit einer neuen Choreografie und entführten das Publikum in die Jahrzente der Discomusik. Konfettiregen und Zugaben waren selbstverständlich.
 
Als Rahmen für  die Proklamation des Bröler Prinzenpaares stellte Thorsten Büth, der auch die Position des Literaten im Verein einnimmt, ein buntes Programm zusammen.
 
Musikalisch verwandelten die Paveier, die Filue, Colör und Müller den Saal zum karnevalistischen Zentrum Hennefs. Viele Jecken standen auf den Stühlen und begleiteten die Künstler singend und tanzend während diese einen Hit nach dem Anderen präsentierten und das Publikum anheizten und als die Paveier ihre Ballade "Heimat es" sangen, verwandelte sich der Saal in ein Lichtermeer, erzeugt von Handylampen und Feuerzeuge.
 
Brillant auch das diesjährige Programm von Bernd Stelter und Martin Schopps. Anekdoten aus dem Leben wurden humoristisch verpackt und gekonnt in Szene gesetzt. Zwischendurch kamen  dann die Gitarren der Künstler zum Einsatz und auch die Gesangseinlagen waren erneut überzeugend.

Bernd Stelter bot in seinem Vortrag noch einen Rückblick auf das vergangene Jahr und natürlich blieben kritische Anmerkungen vergangener Ereignisse dem Zuhörer nicht verborgen. Partnervermittlungen und Internet u.a. Themen waren Bestandteil seines Vortrages.
Aber auch ein politischer Rückblick, dargeboten mittels umgetexteter Udo Jügens-Lieder, bildeten hervorragende Unterhaltung. Ein Bernd Stelter in Höchstform!!!
 
Ein Vereinsmitglied erfuhr eine besondere und verdiente Ehrung und Ernennung. Rolf Hocke, jahrelanger Sitzungspräsident der KG, wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt und erhielt darüber hinaus von Mario Wetzels/BDK eine Auszeichnung für seine besonderen Verdienste.
 
Der Höhepunkt der Sitzung war jedoch die Proklamation des Bröler Prinzenpaares. Das große Geheimnis, wer in dieser Session das Bröler Prinzenpaar sein soll, konnte nun endlich gelüftet werden.
 
Das Traditionscorps Beueler Stadtsoldaten „Rot-Blau“ 1936 e.V. führte den Tross Karnevalisten an, an deren Ende der Einzug des Prinzenpaares stand.  Das Corps war in einer solch hohen Mannschaftszahl erschienen, dass die Bühne nicht ausreichte, allen Corpsmitgliedern Platz zu bieten.
 
Der Einmarsch des noch designierten Prinzenpaares erfolgte durch den Saal. Diesmal waren die Gäste im hinteren Saal im Vorteil, denn der Weg des zukünftigen Prinzenpaares erfolgte von hinten kommend. Die Jecken im vorderen Bereich des Saales mussten sich noch etwas gedulden. Einige Gäste versuchten bereits einen Blick zu erhaschen und stellten sich auf die Stühle.

Nachdem die beiden Tollitäten das „Bad“ in der Menge genossen hatten standen Sie auf der Bühne, wo sie bereits von Bürgermeister Klaus Pipke erwartet wurden. Pipke führte die offizielle Proklamation des Bröler Prinzenpaares durch.
 
Herzlichen Glückwunsch an
 
Prinz Harald II. & Prinzessin Christine I.
 
Nach der Proklamation sprachen Prinz & Prinzessin zu den Jecken und sie kamen sehr sympathisch herüber.
In Bröl gibt es eine weitere Besonderheit. Das Prinzenpaar darf sich 11 Paragraphen (Aufgaben/Wünsche) ausdenken, die in der Zeit der Regentschaft durch Dritte erfüllt werden sollen.
 
Auch das amtierend Bröler Prinzenpaar hat sich Aufgaben überlegt, die nach der offiziellen Proklamation verlesen wurden.
Nun hieß es: „Bühne frei“ für die Beueler Stadtsoldaten. Mit einem Potpourri aus karnevalistischen Hits sorgten die Musiker und TänzerInnen für ausgelassene Stimmung im Saal. Es wurde lautstark mitgesungen und an Applaus nicht gespart.
 
Musikalisch begleitet wurde die Sitzung durch das Orchester Sepp Dietrich.
 
Sitzungspräsident Thorsten Büth machte seine Sache sehr gut und führte sympathisch durch das Sitzungsprogramm mit vielen Programmhöhepunkten. Die Sitzung war sehr kurzweilig und die Verantwortlichen der KG Rot-Weiß Bröl konnten mit der Veranstaltung hoch zufrieden sein.

Vita Bröler Prinzenpaar:
 
Prinz Harald II. und Prinzessin Christine I.

aus dem Hause Steimel sind seit 12 Jahren ein Paar und haben im Mai 2007 geheiratet. Sie wohnen seit 2013 in der schönen Bröl.
Ihr ganzer Stolz sind ihre zwei Mädels Marie (8) und Sophie (6) sowie ihr Stammhalter Fabian (1) der sogar in Bröl das Licht der Welt erblickte.
Die Mädels tanzen seit ihrem 3. Lebensjahr in der Bröler Garde. Seit der Session 2015/2016 tanzt Marie als Solomariechen. Auch Fabian hat schon als Maskottchen der Tanzgarde reichlich Bühnenerfahrung gesammelt.

Harald Steimel
geboren am 07.10.1978 in Neunkichen- Seelscheid. Er ist ein echter Bröler Jung.
Er hat Industrie- Mechaniker bei der Firma Gebrüder Steimel, in Hennef, gelernt und arbeitet heute dort als Technischer Angestellter.
Zu seinen Hobbys gehört seine Familie und die KG-Rot-Weiss Bröl, in der er seit 12 Jahren aktives Mitglied ist.

Christine Steimel geb. Goebel
geboren am 29.08.1980 in Witzenhausen (Hessen) und aufgewachsen in Großalmerode. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Nähe von Dortmund ging die Reise weiter in die Nähe von Bröl.
Sie ist gelernte Sozialassistentin und Altenpflegerin und führt zur Zeit das kleine Familienunternehmen.
Seit 2014 ist sie Betreuerin der Mini- und Kindergarde Bröl und gehört seit 2016 den Zubbelfrauen an.
 
Text & Fotos: Frank Specht

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