Eventberichte 2/2017

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​Prinzenpaarempfang in der Kreissparkasse

Mit viel Liebe verwandelten die Mitarbeiter der Kreissparkasse Köln, Regionalfiliale Hennef die Kassenhalle in einen bunten, karnevalistischen Eventbereich, der diesmal das Motto "Österreich" hatte. Traditionsgemäß stand am heutigen Karnevalsfreitag der Prinzenpaarempfang der Tollitäten aus Hennef an.

Neben den Tollitäten öffnete die Kreissparkasse ihre Türen zum Mitfeiern aber auch für Kunden, an Karneval interessiertes Publikum und Karnevalsvereine, die dieser Einladung gerne nachkommen.
 
Doch die Mitarbeiter sind nicht nur gute Gastgeber. Jedes Jahr stellen die Mitarbeiter der Kreissparkasse einen eigenen Programmpunkt auf die Beine und ernten hierfür von dem jecken Publikum große Anerkennung.
 
Doch bevor der Eigenvortrag in der Kassenhalle präsentiert wurde, eröffneten Regionaldirektor Peter Schaffrath und Anja Lücker den karnevalistischen Nachmittag und begrüßte die zahlreichen Gäste.
 
Gleich zu Beginn der karnevalistischen Veranstaltung zog das Hennefer Prinzenpaar Prinz Christoph I. und Prinzessin Anja I. begleitet von ihren Adjutanten und der Geistinger Garde ein. Doch bevor die Geistinger Garde vor der Bühne ihre Tänze darbot, richteten das Hennefer Prinzenpaar ihre Worte an die Jecken.
 
Beim Prinzenempfang der Kreissparkasse Hennef ist es üblich, dass diese den Prinzenpaaren einen Betrag von Euro 500,00 für einen guten Zweck spendet. Für das Hennefer Prinzenpaar war dies jedoch mit einer Aufgabe/Wette verbunden. Dafür konnte im Falle eines Sieges, das Prinzenpaar zweimal Euro 500,00 gewinnen.
 
In der Wette wurde dem Hennefer Prinzenpaar zur Aufgabe gestellt, fünf Mitglieder befreundeter Vereine - und zwar die Ranghöchsten der jeweiligen Verein - zu überzeugen, die Uniformen zu tauschen. Sollte dies gelingen, gab es die ersten Euro 500,00.
Darüber hinaus sollte ein Vereinsmitglied im Ornat der aus weiblichen Mitgliedern bestehenden Fidelen Flotte auf die Bühne kommen. Dafür gab es die zweiten Euro 500,00. Das abschließende Polaroid-Bild der umuniformierten Karnevalisten incl. Hennefer Prinzenpaar sollte dann den eventuellen Wettsieg dokumentieren.
 
Die Adjutanten des Hennefer Prinzenpaares schwärmten aus und versuchten die ranghöchsten Vereinsmitglieder von der Maßnahme zu überzeugen.
 
Topp, die Wette gilt!!!
 
Derweil wurde das Programm fortgesetzt.
 
Die Gardisten der Geistinger Garde tanzten mit gekonnten Schrittfolgen, Säbelrasseln und dies teilweise unter der Vereinsfahne.
 
Als Rahmenprogramm für den Prinzenempfang werden auch jedes Jahr in Hennef ansässige Tanzgruppen eingeladen, die für die tänzerische und musikalische Unterhaltung sorgen. In diesem Jahr konnten die Tanzgarden des TSG Söven  begrüßt werden und die Tanzgruppe zeigte – trotz des eingeschränkten Platzes – eine hervorragende Leistung. Die anwesenden Jecken hatten sichtlich Spaß beim Zuschauen und unterstützten die Tänzerinnen und Tänzer mit rhythmischen Klatschen und abschließenden Applaus.
 
Im Programmablauf zogen noch das Bröler Prinzenpaar Prinz Harald II. und Prinzessin Christine I., sowie das Sövener Kinderprinzenpaar Prinz Tino I. und Prinzessin Julia III. ein und begrüßten das närrische Volk. Auch sie erhielten für einen guten Zweck jeweils eine Spende der Kreissparkasse über einen Betrag von Euro 500,00.
 
So, nun kam die Stunde der Wahrheit. Haben es das Hennefer Prinzenpaar und ihre Adjutanten geschafft, die Wette zu erfüllen?
 
Auf die Bühne kamen tatsächlich eine ausreichende Anzahl umuniformierter Karnevalisten und auch ein männlicher Vertreter im Flottenkostüm. Selbst Bürgermeister Klaus Pipke machte mit und das Hennefer Prinzenpaar kam zum "Siegerfoto" auf die Bühne.
 
Nun hieß es „Bühne frei“ für den Eigenvortrag der Mitarbeiter der Kreissparkasse Köln. Was werden sie sich wohl dieses Jahr ausgedacht haben?
 
In der Kassenhalle verteilt positionierten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreissparkasse, die - entsprechend dem Motto - in Dirndl und Lederhose ein tolles Bild abgaben. Zu volkstümlicher Partymusik wurde Gesang und Tanz geboten und der Schuhplattler auf der Bühne durfte natürlich nicht fehlen.

Spätestens jetzt wurde die Kreissparkasse Köln zur närrischen Metropole Hennefs.
 
Nach dem offiziellen Teil wurde noch weiter gefeiert und die Veranstaltung war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg.
 
Text und Fotos: Frank Specht

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Damensitzung der Geistinger Schmetterlinge

Es sind die Geistinger Schmetterlinge, die an Weiberfastnacht die Aula der Hauptschule Wehrstraße mit ihrer Sitzung zu einem Ort der ausgelassenen, karnevalistischen Stimmung machten.
 
Mit den Kostümen der Schmetterlinge farblich abgestimmt, wurde das Bühnenbild arrangiert.
 
Der Saal war ausverkauft und die jecken Gäste freuten sich auf eine Sitzung voller Höhepunkte. Der Einzug der Geistinger Schmetterlinge erfolgte in Begleitung der Gulaschkapell, was gleich zu Beginn der Damensitzung einen tollen Auftakt darstellte. Einige Schmetterlinge trugen das neue Ornat, welches ausgesprochen elegant wirkte.
 
Sitzungspräsidentin Katherina Carstensen stellte nach der Begrüßung eine neue Senatorin und einen neuen Senator des Vereins vor.
Dabei handelte es sich um Laura Balensiefen und Frank Mündenich. Im Sitzungsverlauf erfuhr Heinz-Dieter Moore von der Geistinger Garde, der jedoch davon erst im Rahmen seines Auftrittes zu späterer Stunde erfuhr, ebenfalls diese Ehre.
 
Und nun begann die große Karnevalssause.
 
Die Damensitzung war geprägt von einem vielseitigen und unterhaltsamen Programm. Die Jecken konnten ausgiebig zu der Musik von Sösterhätz, Lupo und den jungen Trompetern schunkeln, singen und tanzen. Eine Mischung aus Kölsche Hits und Partymusik drang durch den Saal.
 
Gardetanz durch die Grün Weißen Funken vom Zippchen und Showtanz der Formation Golden Girls & Boys waren eine tolle Ergänzung zu den Musikdarbietungen. Tanzpräsentationen auf höchstem Niveau!
 
Aber auch das Thorrer Schnauzer Ballett brachte einen weiteren tänzerischen Höhepunkt auf die Bühne. Mit Ballett hat dies jedoch weniger zu tun. Vielmehr kraftvoller und bassgeprägter Showtanz der Herren.
 
Eine gut abgestimmte Choreografie in Verbindung mit einer sympathischen Ausstrahlung. So überzeugten die Tänzer der Geistinger Garde und der Applaus war auch Ihnen sicher.
 
Verschnaufen konnten die jecken Damen in ihren farbenfrohen Kostümen beim Vortrag von Willi und Ernst. So dachte man zumindest. Denn, das was die Beiden auf der Bühne boten war nicht nur ein Zwiegespräch, welches die Lachmuskeln strapazierte, sondern Unterhaltung auf höchstem Niveau. Spätestens als dann noch ein Rap präsentiert wurde, hielt die Jecken nichts mehr auf ihren Plätzen und auch die beiden Künstler hatten sehr viel Spaß beim Auftritt.
 
Der Einzug des beliebten Hennefer Prinzenpaares Prinz Christoph I. und Prinzessin Anja I. samt großem Gefolge wurde von Alaaf-Rufe begleitet und die Freude des Prinzenpaares bei den Schmetterlingen sein zu dürfen, war sichtlich erkennbar.
Bekannterweise ist Christoph Morell ein Mann der Worte. Dieses Mal wurde ihm jedoch schnell Einhalt geboten, denn die Sitzungspräsidentin der Schmetterlinge bedeckte den Mund des Prinzen mit einem Mundschutz.
 
Im Sitzungsverlauf wurde natürlich der viel erwartete Eigenvertag der Schmetterlinge integriert. Monatelange Proben und Überlegungen führten – wie in jedem Jahr – zu einem sehenswerten Ergebnis. Dieses Mal wurden Helene Fischer, die Blues Brothers, Brings und Michael Jackson imitiert. Allerdings mit verkürzten Beinen, denn die Darstellerinnen zeigten Höchstleistung, indem sie nur auf den Knien unterwegs waren und auf die Kleidung - in Höhe der Kniescheibe - wurden Schuhe angenäht. Optisch entstand dadurch der Eindruck, dass die Beine verkürzt waren.
 
Die erfolgreiche und tolle Sitzung endete nach ca. fünf Stunden und nach dem offiziellen Programm, wurde noch karnevalistisch gefeiert und zwischenzeitlich hatten auch die Herren Einlass gefunden.
 
Text und Fotos: Frank Specht
 

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​Rathauserstürmung

Vielleicht hatte Bürgermeister Klaus Pipke und seine städtischen Unterstützer eine schlaflose Nacht, denn der 19.02.2017 sollte dieses Jahr der Tag der Mobilisierung der Jecken für die Rathauserstürmung sein. Zwar verbarrikadierte sich der Bürgermeister mit einigen Sympathisanten im alten Rathaus, aber sollte dieses Bollwerk die jecken Bürger wirklich abhalten?

Die Hennefer Stadtsoldaten, die auch im diesen Jahr zum Rathaussturm aufforderten und diesen organisierten, fanden in ihrem Vorhaben eine Vielzahl an Unterstützer.
In der vorherigen Mobilmachung wurden die karnevalistischen Einheiten der verschiedenen Vereine für 11.11 Uhr zum Stadtsoldatenplatz im Zentrum von Hennef angefordert.

Zahlreich war die Resonanz und der Stadtsoldatenplatz reichte kaum aus, um die Vielzahl an Unterstützer aufzunehmen.
Vom Balkon des alten Rathauses, wo sich die Verteidiger um Klaus Pipke versammelten, konnte man die Menge der Jecken auf dem Stadtsoldatenplatz nur erahnen. Zu diesem Zeitpunkt blieben die städtischen Verteidiger noch gelassen.
Vor der Bühne des Rathauses versammelten sich viele Schaulustige, um dem Spektakel und den Ausgang der Erstürmung beizuwohnen.
 
Abtrünnige städtische Mitarbeiter (Ordnungsamt) unterstützen die Hennefer Stadtsoldaten, indem sie den Weg zum Rathaus vom Verkehr freihielten und somit den breiten und organisierten Angriff auf das Rathaus ermöglichten. Es folgte die Aufstellung und der Marsch in Reih und Glied entlang der Frankfurter Straße zum Rathaus.
Dort angekommen und vom Blasorchester Uckerath begrüßt, positionierten sich die Jecken vor dem Rathaus und bildeten eine Menschentraube bunt kostümierter Jecken. 
 
Siegessicher ernteten die Jecken jedoch nur ein Lächeln vom Bürgermeister.
Aufgeben kam wohl für Pipke und Co. nicht in Frage. Vielleicht fühlten sich die Verteidiger so sicher, weil dieses Jahr Klaus Peter Lindlar nicht mehr der Redesführer war. Leider wechselte Klaus Peter Lindlar die Fronten und gesellte sich zum Bürgermeister.
 
Da Klaus Peter Lindlar die bisherige Strategie der Hennefer Stadtsoldaten aus der Vergangenheit kennt, wurde kurzerhand seitens der Angreifer der Angriffsplan umgestellt und eine neue Taktik ausgearbeitet, um die Macht über die Stadt an sich zu reißen.
 
Dazu später mehr.
 
Zunächst mussten die Stadtsoldaten und das jecke Volk zeigen, was die Karnevalisten so drauf haben.
Die Bühne vor dem alten Rathaus diente hierfür als Parkett und die erste Angriffswelle übernahmen die Stadtsoldaten-Frauen. Verkleidet als Cowboys tanzten sie auf die Melodie von cotton eye joe und wurden dabei von ihren "Pferden" begleitet.
Ergänzend dazu schmetterte Peter Wroblewski, genannt Löffelche ein Lied vom Sauerbraten in Richtung der vom Balkon des Rathauses schauenden Pipke-Crew.
 
Zum Plan der Erstürmung gehörte darüber hinaus auch, dass auf der Bühne ein karnevalistisches Programm durch die Tanzgarden des TSG Söven geboten wurde.
Beeindruckend, was in den letzten Jahren für ein großes Potenzial in diesem Verein aufgebaut wurde und wie professionell grundsätzlich die Tanzdarbietungen vorgetragen werden. So auch diesmal.
 
Eine geballte Ladung Karneval wehte den Verteidigern entgegen und was machten die?
Sie schienen das Spektakel zu genießen und tranken genüsslich ihr Kölsch.
 
Zeit, dass die Tollitäten Paul Jacobs unterstützen. Fünf Prinzenpaare und ihre Adjutanten betraten die Bühne und ergriffen das Wort. Dies ist normalerweise der Zeitpunkt, um gegenüber dem Bürgermeister seine Vergehen des vergangenen Jahres aufzuzählen und Forderungen zu stellen.
 
Die Tollitäten hielten sich jedoch zurück, was nicht bedeutet, dass es nicht noch offene Punkte aus den Forderungen, die im Rahmen der Prinzenproklamationen benannt wurden, gab. Entsprechende Hinweise wurden in Richtung Bürgermeister klar benannt.
 
Doch selbst die geringe Anzahl an Vorwürfen wurden seitens Bürgermeister Pipke bestritten und entgegnet. Er tat unschuldig und verteidigte sich vehement und auch die verbalen Angriffe des neuen Redesführers Paul Jacobs änderten daran nichts.
Nun reichte es Paul Jacobs. Die Stadtsoldaten-Pänz betraten die Bühne und positionierten sich zum Tanz.
Unter dem Beifall der zahlreichen Sympathisanten der Stadtsoldaten wurden zwei Tänze aufgeführt und auch die Beiden neuen Jungtänzer der Truppe bewiesen, dass sie die Tänze beherrschen.
 
Zur Unterstützung der Pänz marschierten nun die Hennefer Stadtsoldaten auf und taten es der Jugend gleich. Mit ihren Schrittfolgen und Drehungen füllten sie die Bühne vollends aus und verliehen der Forderung der Machtübergabe durch Bürgermeister Pipke an die Karnevalisten Nachdruck.
 
Die Vielzahl an Alaaf und Zack, Zack, Zack, Zack-Rufe der jecken Zuschauer bestätigte den Zusammenhalt in der Truppe der Angreifer.
 
Letzte Chance für den Bürgermeister aufzugeben. Doch er dachte nicht daran und sah sich im Recht. Er fühlte sich im alten Gemäuer des Rathauses wohl sicher.
 
Die Hennefer Stadtsoldaten hatten genug und nun folgte, womit auch Überläufer Klaus Peter Lindlar nicht gerechnet hat.
Die Hennefer Stadtsoldaten positionierten diesmal keine Kanone und Rammwerkzeug zum Öffnen der Rathaustür. Auch die Alternative des Abschneidens der Nahrungslieferung für die Verteidiger kam nicht zum Einsatz. Die Angreifer hätten die Alternative zwar nutzen können, denn sie hatten strategisch geschickt, für ihre eigene Verpflegung in Form von Erbsensuppe und Kölsch gut gesorgt, aber man wollte nicht lange fackeln.
 
Wäre doch gelacht, wenn sich das karnevalistische Volk nicht auch anders durchsetzen könnte. Mal sehen ob der Bürgermeister und seine Unterstützer den Feind auch Auge in Auge gegenüberstehen würden und dann immer noch so mutig ist.
 
Paul Jacobs bot ein Duell an. Eine Tanz-Challenge. Jeweils vier Angreifer und vier Verteidiger kämpfen auf der Bühne um den Sieg, so die Vorgaben. Als Tanz wurde der Larida ausgewählt und auch hier schien Pipke sicher zu sein, dass er und seine ausgewählten Mitstreiter Bianca Jung, Michael Walter und Martin Herkt gewinnen würden. Die Herausforderung wurde angenommen.
 
Auf Seiten der Hennefer Stadtsoldaten nahmen Claudia Wiehmann, Jörg Lohse, Kilian Schichel und K.D. Scholz am Duell teil.
Das Abzählen für den Tanz verlief unentschieden und die Rejimentskapelle spielte zur Larida auf.
 
Man sah sofort die Professionalität der Angreifer. Doch die Verteidiger um Pipke machten ihre Sache auch sehr gut. Mit eigener Choreografie und neu erfundenen Schrittfolgen zeigten sie eine künstlerische Form des Laridas.
 
Für Darstellung und tänzerisches Können gab es im Ergebnis für die Stadtsoldaten zwei Punkte. Die Verteidiger erhielten einen Punkt für ihren Unterhaltungswert und damit musste sich Pipke & Co. geschlagen geben.
 
Die städtischen Vertreter waren gute Verlierer und übergaben freiwillig den Schlüssel. Gut so, denn sonst wäre vielleicht doch die Kanone angefordert worden und der Rammbock in Einsatz gekommen.
 
Für einige Tage hat Bürgermeister Pipke nun Zeit, sich eines Besseren zu besinnen und demütig Einsicht zu zeigen.
Sofern dies erfolgt, erhält Klaus Pipke seine Macht nach Karneval zurück und kann wieder regieren.
Natürlich immer unter der Beobachtung der Bürger.
 
Und, lieber Klaus Pipke:
„ Nach der Rathauserstürmung ist vor der Rathauserstürmung!“
 
 In diesem Sinne allen Jecken eine schöne Fastelovendzeit.
 
Text und Fotos: Frank Specht

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Kostümsitzung der Westerwaldsterne

Von Siegburg kommend bildet der Hennefer Ortsteil Uckerath das Tor zum ca. 3.000 qkm großen Westerwald. Genau hier ist ein Tanzverein ansässig, dessen Tänzerinnen und Tänzer in ihren blau-weißen Tanzkostümen und mit ihrem tänzerischen Können, auf der Bühne im Scheinwerferlicht wie Sterne glänzen. Dieses Strahlen reicht nicht nur in den Westerwald, sondern die Auftritte reichen weit über die Region hinaus, sogar bis in das benachbarte Ausland.
 
Strahlend und stets mit einem Lächeln auf der Bühne präsentiert sich der Verein. Es sind die Westerwaldsterne, die den Westerwald und Hennef tänzerisch überregional hervorragend vertreten und einmal jährlich im Rosensaal zur Karnevalssitzung einladen. Natürlich auch unter Mitwirkung der Tanzgarden des Vereins.
 
In diesem Jahr wollte der Verein einen etwas anderen Programmablauf ausprobieren. Üblicherweise ziehen die Vereinsmitglieder mit dem Elferrat zu Beginn einer Sitzung ein. In diesem Jahr eröffnete allerdings die aus dem Ruhrgebiet kommende Marching Pop Band "Walking Hats" die Veranstaltung. Die drei Musiker fungierten als Eisbrecher und mit ihren Instrumenten inszenierten sie einen musikalischen Mix aus Schlager, Kölsche Hits und Rock. Der Sitzungsbeginn auf diese Art und Weise kam an.
 
Nun war die Zeit gekommen, des Einmarsches der Vereinsmitglieder, der Tanzgarden und des Elferrates.
DieTänzerInnen bildeten einen wundervollen optischen Rahmen beim Einzug in dessen Mitte auch Sitzungspräsident Rainer Becker die Bühne betrat. Einen tollen farblichen Kontrast zu den blau-weißen Kostümen und Uniformen der Westerwaldsterne bildeten die bunt kostümierten Jecken im nahezu ausverkauften Rosensaal.
 
Nachdem Rainer Becker die Gäste begrüßt hatte, nahm die Sitzung ihren Fortlauf mit der Micky Brühl Band, die begeisterten und bereits das jecke Publikum zum Mitmachen motivierte.
 
Mit einer Abfolge von Luftspagat, Hebefiguren, Sprünge und Wurffiguren in Verbindung mit einer perfekt ausgeführten Choreografie machte das Tanzcorps der Westerwaldsterne ihren nach der Micky Brühl Band durchgeführten Auftritt zu einem optischen Höhepunkt der Veranstaltung. Absolut beeindruckend, was diese jungen TänzerInnen leisten und nicht umsonst gehören die Westerwaldsterne nicht nur regional zu den herausragenden Tanzformationen im Karneval.
 
Bevor das Jugendtanzcorps der Westerwaldsterne ebenfalls unter Beweis stellen konnten, dass sich der Verein um Nachwuchs keine Sorgen machen muss, zogen die Uckerather Prinzenpaare, begleitet durch die Adjutanten und Vereinsmitgliedern der KG Remm-Fleem, ein. Prinz Manni I. und Prinzessin Monika II. sowie das Uckerather Kinderprinzenpaar Prinz Niklas II. und Prinzessin Emma I. ernteten dabei viel Applaus. Beide Prinzenpaare richteten nicht nur das Wort an die Jecken. Das Kinderprinzenpaar gab noch einen Tanz zum Besten und das Prinzenpaar zeigte mit ihren Vereinsmitgliedern einen Mix aus Gesang und Sprachkanon. Einstudierte Bewegungsabläufe ergänzten den Vortrag und der Funke sprang auf das Publikum über.
 
Nach der Pause zeigten die Wanderer eine beeindruckende a-capella Show, die auch aus Tanzelementen bestand. Als Clown verkleidet heizten die Künstler den Saal ein. Doch Sitzungsredner Hans-Jürgen Printner (Der lustige Rheinländer) brachte sehr schnell den Saal wieder unter seiner Kontrolle und erhielt ungeteilte Aufmerksamkeit.
 
Kempes Feinest und die Jungen Trompeter bildeten den Abschluss des offiziellen Teils der Veranstaltung und sorgten nochmals für ein Feuerwerk an ausgelassener Stimmung. Hiervon überzeugten sich auch das Hennefer Prinzenpaar Prinz Christoph I. und Prinzessin Anja I., die zwischenzeitlich auch der Kostümsitzung beiwohnten.
 
Das karnevalistische Publikum lobte die Veranstaltung und das hervorragend zusammengestellte Sitzungsprogramm. Mitreißende Stimmung und eine Mischung aus Kölsche Tön und rockigen Klängen drang durch den Sitzungssaal und kaum ein Jeck konnte sich dem entziehen.
 
Text und Fotos: Frank Specht

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Häresitzung der Ersten Hennefer Stadtsoldaten

Es ist für viele jecke Herren ein fester Termin im Kalender und man freut sich auf diese Veranstaltung bereits Wochen und Monate, bevor diese dann in der Hennefer Meiersheide stattfindet.

Zusammen mit den männlichen Kumpels einen schönen Tag bei einem gepflegten Kölsch, Essen vom Buffet und guten karnevalistischen Sitzungsprogramm verbringen, zählt sicherlich mit zu den Höhepunkten der Session.

Die Häresitzung der Hennefer Stadtsoldaten ist die größte Herrensitzung im Hennefer Stadtgebiet und die Stimmung ist immer ausgesprochen ausgelassen und es kann auch nie ausgeschlossen werden, dass es zu einer Megaparty wird, bei der die Gäste singend auf den Stühlen stehen.

Paul Jacobs, Baas der Hennefer Stadtsoldaten führte auch in diesem Jahr souverän durch das Programm, wobei es in diesem Jahr eine Besonderheit gab. Es gab keinen Elferrat. Die Stadtsoldaten haben sich dazu entschlossen, seitlich auf der Bühne Stehtische aufzustellen, um näher am Geschehen zu sein.

Der Einzug der Hennefer Stadtsoldaten erfolgte mit der Rejimentkapelle und dem Hennefer Prinz Christoph I., der Nummerngirl Annibelle zur Bühne geleitete.

Nach der offiziellen Begrüssung und den Worten des Prinzen, traten die Tänzer der Stadtsoldaten zur Tat. Bevor der Larida dargeboten wurde, eröffneten die Tänzer der Hennefer Stadtsoldaten ihr Programm mit einen neuen Tanz. Moderner und temporeicher, als die bekannten Stadtsoldatentänze. Sehr schön anzusehen und gekonnt umgesetzt.

Der erste Redner ist bekannt für seine Gelassenheit auf der Bühne. Ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Dieter Röder, alias Ne Knallkopp zeigte eine herausragende Rede. Deftig im Inhalt, aber genau richtig für diese Herrensitzung.

Zum Zuhören gab es im Sitzungsablauf noch drei weitere hochkarätige Redner. Jubilar Guido Cantz in seinem roten Anzug mit Fliege überzeugte genauso, wie Martin Schopps mit seiner Gitarre. Jeschichten us em Lääve  wurden erzählt und das Publikum dankte mit Zwischenapplaus. Während Guido Cantz einen verbalen Ausflug in die politische Welt vornahm und über Trump, Schulz und Merkel berichtete, sang Martin Schopps auf umgedichtete Lieder der Bläck Fööss und Grönemeyer.

Als letzter Redner berichtete Manni der Rocker zu vorgerückter Stunde über sein Eheleben.

Diese fünf Mädels in ihrem rot-weißen Outfit stellen alles op der Kopp. Es sind die Mädche vum Rhing und sie wirbeln über die Bühne und heizen den Saal immer ein. Yvonne, Ina, Tabea, Alex und Frontfrau Andrea verwandelten die Meiersheide in eine große karnevalistische Party. Zu ihren Mega-Hits lief das jecke, männliche Publikum zu Höchstformen auf. Stimmung pur.

Diese Musikgruppe gehört längst zu den führenden Bands im Kölner Karneval. Ihr Repertoire reicht von Kölschen Balladen bis hin zu Stimmungskracher. Gerne positionieren sich die Musiker der Klüngelköpp auf der Bühne auch mal hinter diversen Arten von Trommeln und zeigen Sambaeinlagen. Eine absolut authentische Band, die gerne über Stääne singt. Entweder in ihrer Ballade von den leuchtenden Stääne am Himmel  oder in ihren aktuellen Song "Wo die Stääne sin". Für die Bühnenpräsentation wird dann auch mal gerne ein kleiner "Heißluftballon" als Bühnenbild aufgeblasen.

Ein Urgestein des Kölner Karnevals verlässt am 11.06.2017 mit einem großen Abschiedskonzert diese Band. Karl-Heinz Brand, genannt Charly gründete 1991 die Räuber und führte diese an die Spitze der kölschen Mundart-Bands. Nach nunmehr 25 Jahren übergibt er das Mikrofon an seinen Nachfolger. Die Jecken im Saal hatten bei der Häresitzung nochmals die Gelegenheit mit Charly und seinen Bandkollegen zu singen. Ein Potpourri aus den großen Hits wurde präsentiert. Aber diese Band bewies auch, dass in ihren Herzen auch musikalische Rocker sind. Ein Teil des Auftritts bestand aus Welthits aus dem Genre Rock. Beim Auftritt dieser Band hielt es die Jecken nicht mehr auf ihren Plätzen.

In die Welt des Gardetanz wurde das Publikum durch die Tanzgruppe Grün Weiße Funken vum Zippchen entführt. Tolle Choreografie und Umsetzung der Tänze überzeugten.  Mit den gezeigten Tänzen und der tollen Ausstrahlung der TänzerInnen, verwandelten Sie die Bühne in eine karnevalistische Kulisse, die bei den männlichen Gästen sehr gut ankam. Leider gab es nur eine kurze Zugabe, da die Zippchenfunken noch nach Aachen und Venlo auftreten mussten.

Tänze zum Zuschauen bot die Fauth Dance Company, die zu den führenden Tanzgruppen - auch überregional- gehört. Zu Karnevalshits wurde ein tolles Programm geboten und von der Bühne strahlten die Tänzerinnen mit einem Lächeln ins Publikum. Zur Zugabe durften dann auch die Stadtsoldaten mit auf die Bühne und tänzerisch unterstützen.

Auf der Herrensitzung darf natürlich auch ein Nummerngirl nicht fehlen. Diesmal überbrückte Annibelle die kurzen Pausen zwischen den Programmpunkten.

Auf der Bühne wurde Landrat Sebastian Schuster zum Ehrenstadtsoldat "Pleeser Trenker" ernant. Dieser Name soll darauf hinweisen, dass Sebastian Schuster aus Oberpleis kommt und dienstlich/privat - so Paul Jacobs, Baas Stadtsoldaten -  mit einen Gipfelstürmer verglichen werden kann (Luis Trenker = Bergsteiger aus Italien).

Orchester Sepp Dietrich begleitete wieder mit Livemusik professionell durch das Programm.

Übrigens: Nächste Häresitzung der Hennefer Stadtsoldaten findet statt am 28.01.2018.

Text und Fotos: Frank Specht
 

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