Eventberichte 4/2017

 

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Bläck Fööss in der Meiersheide

Für den aus Hennef kommenden Mirko Bäumer war der gestrige Auftritt in der Hennefer Meiersheide ein Heimspiel und der erste Auftritt als Sänger der erfolgreichen Kölner Mundartband „Bläck Fööss“ in Hennef.
 
Anfang des Jahres wechselte Mirko Bäumer, der bis dahin u.a. Frontmann der Queenkings war,  offiziell in die Band und ersetzte Kafi Biermann.
 
Als weiteres, neues Bandmitglied und Ersatz für Peter Schütten durften die Hennefer Pit Hupperten begrüßen.
 
Viele Fans und Gäste der Bläck Fööss füllten die Meiersheide und waren sicherlich auch gespannt, auf die Lieder des neuen Studioalbums „Freiheit Alaaf!“. Es sei vorweggenommen, das gesamte Konzert war herausragend und dies gilt auch für die fünf neuen Lieder, die präsentiert wurden.
 
Bereits in der letzten Karnevalssession entwickelte sich der Song „Ich ben e Kölschjlas“ zu einen Ohrwurm und natürlich durfte dieses Lied auch am gestrigen Abend nicht fehlen. Aber natürlich präsentierten die seit 1970 bestehenden Bläck Fööss auch altbekannte Hits, die uns alle schon seit vielen Jahren begleiten und in der Reihe der Kölner Mundartlieder nicht wegzudenken sind. Immerhin veröffentlichte die Band bislang 42 Alben und das Repertoire umfasst mehr als 400 Lieder.
 
Zu den Klängen von „Pänz, Pänz“, „Achterbahn“, „Sirtaki“ und weiteren Hits tanzte und sang das Publikum der Meiersheide mit und verwandelte diese in ein Zentrum ausgelassener Stimmung. Spätestens beim Hit "En unsrem Veedel" lagen sich die Besucher in den Armen und schunkelten zu den Klängen der Band.
 
Zweieinhalb Stunden präsentierten die Bläck Fööss Hörgenuss auf höchstem Niveau und bewiesen erneut, dass die Band völlig zu Recht zu den besten Kölner Mundart Bands gehört. Den Bandmitgliedern sah man den Spaß auf der Hennefer Bühne an und der Funke sprang schnell auf das Publikum über. Das Zusammenspiel innerhalb der Band war unter den neuen Bandmitgliedern harmonisch und professionell.
 
Das Publikum forderte dann auch zahlreiche Zugaben ein, die natürlich gewährt wurden.
 
Die Verjüngung der Band ist gelungen und Pit Hupperten und Mirko Bäumer ergänzen nicht nur die Band, sondern prägen diese mit ihren Stil und ihrer Ausstrahlung. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Bläck Fööss auch weiterhin ihren Spitzenrang in der regionalen Musikszene behalten und neue Akzente setzen werden.
 
Ein tolles Konzert ging nach ca. zweieinhalb Stunden zu Ende und die Künstler mischten sich nach dem Konzert unter die Fans und Besucher und gaben Autogramme. Viel zu schnell ging die Zeit vorbei. Vielleicht finden jedoch die Bläck Fööss in der Zukunft noch öfters ihren Weg nach Hennef.
 
Text und Fotos: Frank Specht 

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​KG Rot-Weiß Bröl "Die KG speckt ab"

Nach einer anstrengenden und schönen Session haben wir die KG Rot-Weiß Bröl 1960 e.V. eine neue Spendenaktion ins Leben gerufen. Ziel war es Spenden für einen guten Zweck zu sammeln und gleichzeitig gemeinschaftlich etwas für unsere Fitness zu tun. Denn das Weihnachtsfest und zwei lange Monate mit vielen karnevalistischen Aktivitäten sind auch an unseren Mitgliedern nicht spurlos vorbeigegangen. Ein paar Kölsch, diverse Mettbrötchen und wenig Zeit für sportliche Aktivitäten haben dafür gesorgt, dass die Knöpfe der Rotröcke von einigen unserer Karnevalisten bis an ihre Leistungsgrenzen strapaziert wurden.


Darum haben wir die Fastenzeit genutzt, um unsere Körper wieder auf das athletische Ursprungsniveau zu bringen. Um dabei eine erhebliche Zusatzmotivation zu bekommen, haben wir uns Sponsoren gesucht, welche einen Geldbetrag pro abgenommenes Kilo spenden. Ein geeigneter Empfänger für die Spenden war auch schnell gefunden. Wir haben uns dazu entschlossen das erarbeitete Geld der EKKK – der Elterninitiative krebskranker Kinder St. Augustin e.V. zur Verfügung zu stellen. Die EKKK engagiert sich seit 1989 mit verschiedensten Aktionen für krebskranke Kinder und deren Angehörige. 


Am 09.03.2017 ging es also los. Schnell hatte sich bunt gemischtes Teilnehmerfeld aus Mitgliedern der KG Rot-Weiß Bröl, der Zubbelfrauen, der jecken Kalver Schnüttchen und der Kunterbunten e.V. zusammengefunden. Die 18 Teilnehmer wurden unter Zeugen gemeinsam gewogen und brachten ein Gesamtgewicht von 1.620 Kilo auf die Waage.


Dann wurden die folgenden 33 Tage genutzt um abzuspecken. Die anfängliche Motivation war sehr hoch. Im Rahmen einer WhatsApp-Gruppe wurde sich unmittelbar zu Walking-, Jogging-, und diversen anderen gemeinschaftlichen Fitness-Aktivitäten verabredet. Auch unsere Show-Tanz-Gruppe die „jecken Kalver Schnüttchen“ haben sich bereit erklärt uns monetär, sowie auch im Bereich der Fitness zu unterstützen. Donnerstags findet immer das Fitnesstraining der jungen Damen statt, welches nun um viele Teilnehmer unserer Aktion bereichert wurde. Die WhatsApp-Gruppe wurde auch genutzt um über die Leiden zu berichten, welche der Nahrungsverzicht und ein hohes Maß an Sport bei untrainierten Körpern bewirkt haben. Getreu dem Motto „geteiltes Leid ist halbes Leid“.  Darüber hinaus wurden natürlich auch die ersten Erfolge in der Gruppe geteilt.


Besonders erfreulich ist zu berichten, dass die anfängliche Motivation aufgrund der tollen Gruppendynamik, gepaart mit dem karitativen Hintergrund der Aktion, über die gesamte Dauer aufrechterhalten werden konnte!


Dank des tollen Einsatzes aller Teilnehmer konnte dann am Gründonnerstag ein Abschlussgewicht von 1.521 Kilo festgehalten werden. Das bedeutet wir haben es geschafft 99 Kilo abzunehmen! Das sind im Schnitt 5,5 Kilo pro Teilnehmer. Dieses tolle Ergebnis hat sich auch monetär ausgezahlt. Am 18.04.2017 hatten wir dank unserer vielen Sponsoren die Ehre einen Spendenscheck in Höhe von 2.700€ an Frau Melanie Melz als Vorsitzende der EKKK zu überreichen.


Unser besonderer Dank gilt unseren vielzähligen Sponsoren die das tolle Ergebnis erst ermöglicht haben. Besonders zu erwähnen sind hier unsere Hauptsponsoren die Collogia Unternehmensberatung AG und das Baustoffzentrum Henrich. Die komplette Sponsorenliste ist bald auf unserer Homepage (www.Bröl.de )  einzusehen.


Text: Kai Kremser (KG Rot-Weiß Bröl)

Foto: KG Rot-Weiß Bröl

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Kampf um den Horstmannsteg

Seit geraumer Zeit bestimmt die Erneuerung des über die Sieg führenden Horstmannstegs die Diskussionen in der Stadt Hennef. Die bislang vorhandene  und zwischenzeitlich marode gewordene Fußgängerbrücke, die das Ortszentrum von Hennef mit dem Ortsteil Allner verbindet, kann nicht mehr entsprechend den heutigen Bestimmungen saniert werden und der Abriss sowie ein Neubau ist erforderlich.
 
Für dieses Projekt wurden der Stadt Hennef Landesmittel in Höhe von 1,7 Mio. Euro zur Verfügung gestellt und dieser Betrag deckt damit einen großen Teil der zu erwartenden Gesamtkosten von 2,5 Mio. Euro für den Abriss und die Neuerrichtung einer Schrägseilbrücke ab.

Nachdem die Hennefer Kommunalpolitiker die Durchführung des Neubauvorhabens beschlossen hatten, erfolgte die fachliche Würdigung durch den zuständigen Arbeitskreis des Landschaftsbeirates des Kreises, der der Befreiung von den Verboten des Landschaftsplans mehrheitlich zustimmte. Der Arbeitskreis bewertete den Bau der neuen Brücke als Bauvorhaben unwesentlicher Bedeutung, durch das öffentliche Belange nicht betroffen seien. Lediglich die beiden Vertreter des BUND stimmten dagegen. Diese Befreiung ist im Bauumsetzungsverfahren erforderlich, um das Bauvorhaben umsetzen zu können.

Nach Ansicht des BUND handelt es sich jedoch um ein Landschaftsschutzgebiet von herausragender Bedeutung und es bedarf eines umfassenden, sachgerechten Genehmigungsverfahrens, daher stimmten die Vertreter des BUND gegen die Befreiung.
 
Nun könnte der Neubau zur gerichtlichen Auseinandersetzung werden, denn zwischenzeitlich hat der BUND, der von weiteren Naturschutzorganisationen unterstützt wird, Klage beim zuständigen Gericht eingereicht.
Durch die Durchführung des Klageverfahrens könnte der Abriss und Baubeginn der neuen Brücke in diesem Jahr gefährdet sein und die zugesagten Fördermittel des Landes in Höhe von 1,7 Mio. Euro könnten verloren gehen und müssten neu beantragt werden. Ob die Landesmittel im Rahmen der Neubeantragung dann bewilligt würden, müsste abgewartet werden. Ein Projektumsetzungsbeginn im Zeitplan ist damit ebenfalls unwahrscheinlich.
 
Aufgrund der baulichen Substanz des alten Horstmannstegs bedarf es jedoch unter Umständen der Sperrung der Brücke durch die Stadt. Durch die Sperrung, dem späteren Abriss und einer fehlenden Neuerrichtung der Siegbrücke wäre der OT Allner nur noch über die vielbefahrene Bröltalstraße erreichbar. Ein direkter Weg vom und zum Hennefer Zentrum wäre nicht mehr gegeben.
 
Doch was sagen die Bürger und Geschäftsleute aus Hennef dazu?
 
Das Fazit der Hennefer Bürger und Geschäftsleute ist eindeutig. Eine große Vielzahl Hennefer Bürger unterstützt das Vorhaben der Stadt Hennef, eine Neuerrichtung einer Siegbrücke.
 
Nachdem gebildete Bürgerinitiativen und politische Vertreter bereits im Vorfeld schriftlich und in Form von Aktionen ihre Forderung des Neubaus der Brücke kommuniziert haben, organisierte die Werbegemeinschaft, der Heimat- und Verschönerungsverein Allner und der SV Allner-Bödingen ergänzend eine zentrale Informationsveranstaltung  für den heutigen Nachmittag auf dem Stadtsoldatenplatz in Hennef, um die Bürger über den aktuellen Sachstand aufzuklären. Hierbei erfuhren die Organisatoren umfangreiche Unterstützung durch Vereine, Gemeinschaften und Institutionen aus Hennef.
 
Das Angebot an der Informationsveranstaltung teilzunehmen und ihrer Forderung zur Erneuerung des Stegs Nachdruck zu verleihen, wurde umfangreich genutzt. Viele Menschen – teils mit Spruchbannern gesäumt – füllten den Stadtsoldatenplatz.
 
Auf der errichteten Bühne zählten die Befürworter des Neubaus ihrer Argumente auf und unterstrichen verbal ihre Forderungen. Hauptargument war natürlich das Abschneiden eines Ortsteils vom Hennefer Zentrum und die damit verbundene Mehrnutzung der vielbefahrenen Bröltalstraße. Durch diesen Umweg müssten mehr Wege mittels PKW erfolgen, was ebenfalls zu einer Belastung der Natur und der städtischen Infrastruktur führen würde.

Gleiches gilt in entgegengesetzter Richtung. Für den Besuch des Allner Sees durch Bewohner des Hennefer Zentrums, würde zukünftig vermutlich vermehrt der PKW eingesetzt. Ein Parkproblem in Allner wäre vorprogrammiert.
 
Durch den Wegfall des Horstmannstegs als direkter Schulweg, müssten die Schulkinder ebenfalls den Umweg über die vielbefahrene Bröltalstraße nutzen, was mit einem erhöhten Gefahrenpotenzial verbunden wäre.
 
Aber auch der BUND, vertreten durch dessen Sprecher Herrn Achim Baumgartner hatte die Gelegenheit, die Argumente des BUND darzulegen. Lt. Ansicht des BUND führt der Bau der neuen Brücke nach jetziger Planung zu einer erheblichen und vermeidbaren Belastung des Naturschutzgeländes. Dies insbesondere, weil der neue Brückenverlauf über der Sieg nicht an identischer Stelle ist, als bei der bisherigen Brücke. Darüber hinaus ist die Brücke nicht mehr in kurvenform sondern als gerade Trasse geplant und nimmt damit einen anderen Verlauf durch das Naturschutzgebiet. Letztlich handelt es sich bei der neuen Brücke um eine Schrägseilkonstruktion.
 
Dem entgegnete Bürgermeister Pipke als Vertreter der Stadt, dass genau diese Bauart zu einer Entlastung der Natur führt und den Vorgaben des Naturschutzes entspräche. Durch die gerade Trassenführung wäre die Brücke kürzer und die Schrägseilkonstruktion ist erforderlich, um die Stabilität der Brücke zu gewährleisten, denn im Bereich der Sieg wurde die Anzahl der Brückenpfeiler reduziert, um einer eventuellen späteren Siegerweiterung und Renaturalisierung zu entsprechen.
 
Neben den Stellungnahmen der beteiligten Parteien hatten die Bürger die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Durch ihre professionelle Moderation, sorgte Irmgard Graef, Vorsitzende der Werbegemeinschaft Hennef für eine fachlich getriebene Diskussion. Aussagen wurden von ihr fachlich zusammengefasst und kritische Fragen wurden gestellt.
 
Diese Informationsveranstaltung war auch keine Positionierung gegen die Natur, sondern für die Interessen der Hennefer und der städtischen Infrastruktur. Einigung bestand sicherlich auch darüber, dass im Rahmen eines Neubaus der Brücke, die Belastung von Fauna und Flora möglichst gering gehalten wird. Dies sollte jedoch kein Hinderungsgrund für die Umsetzung des Projektes sein.
 
Die Bürger, Geschäftsleute und Institutionen von Hennef zeigten heute eindrucksvoll ihren Standpunkt zum Thema „Neubau Horstmannsteg“ und auch wenn die Fronten teilweise verhärtet waren, es gab auch Gemeinsamkeiten.
Alle Beteiligten sind grundsätzlich nicht gegen den Bau einer neuen Brücke und der Naturschutz muss im umsetzbaren Maße Berücksichtigung finden. Die Verhältnismäßigkeit sollte ebenfalls berücksichtigt werden.

Dies sollte die Grundlage für weitere konstruktive Gespräche bilden. Alle Beteiligten haben dies den Hennefer Bürgern zugesagt und der BUND signalisierte bei einer Einigung die sofortige Rücknahme der Klage.
 
Es bleibt abzuwarten, wie sich das Verfahren weiter entwickelt. Für alle Beteiligte wäre es jedoch wünschenswert eine außergerichtliche und einvernehmliche Lösung zu finden. Eine Einigung am Verhandlungstisch würde zudem Kosten und Zeit sparen.
 
Fotos und Text: Frank Specht

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