Hennefer Geschichte(n)

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150 Jahre Bröltalbahn

30.03.2013

 

Vor 150 Jahren, am 25.04.1863 fuhr die erste Dampflok schnaufend durch das Bröltal.

Foto zur Verfügung gestellt durch das Stadtarchiv Hennef

Die Einrichtung einer Bahnverbindung durch das Bröltal wurde damals erforderlich, nachdem im Jahre 1830 in Ruppichterroth umfangreiche Eisenerzvorkommen erschlossen wurden und diese abtransportiert werden müssten.

In den Jahren 1830 bis zur Eröffnung der Bröltalbahn im Jahre 1863, erfolgte der Abtransport des Eisenerzes mittels Ochsen- und Pferdekarren. Mit Zunahme der Abbaumenge war dies jedoch nicht mehr umfassend möglich und so wurde im Jahre 1860 die Gesellschaft „Actien-Commandit-Gesellschaft Friedlieb Gustorff & Co“ gegründet, die eine Eisenbahntrasse zwischen Ruppichterroth und Hennef errichten sollte.

Nach der dreijährigen Bauzeit, fuhr am 25.04.1863 die erste Dampflok von Hennef nach Ruppichterroth auf den 785-Millimeter-Gleisen und stellt damit die älteste Schmalspurbahn Deutschlands dar. Bereits im Jahre 1860 wurde der Hennefer Bahnhof fertig gestellt.

Um auch die Abbauregion um Waldbröl erschließen zu können, wurde 1870 das Streckennetz von Ruppichterroth nach Waldbröl erweitert. Zwischenzeitlich wurde die Gesellschaft umbenannt in Brölthaler Eisenbahn-Actien-Gesellschaft. In den Folgejahren nahm der Transport von Eisenerz immer weiter ab und der Personenbeförderung dehnte sich zusehends aus. Um die Nutzung der Bröltalbahn und die Verbindung zu den benachbarten Orten für die Menschen attraktiver zu machen, wurde das Schienennetz umfangreich ausgebaut und umfasste in der Hochzeit eine maximale Streckenlänge von 87,3 km, die im gemächlichen Tempo von maximal 50 km/h gefahren wurden.

Bis zum Jahre 1917 war der Firmensitz der Brölthaler Eisenbahn-Actien-Gesellschaft in Hennef ansässig und wurde dann nach Bonn-Beuel verlegt, wo ab dem Jahre 1921 die Gesellschaft als Rhein-Sieg-Eisenbahn AG firmierte.

Mit Ausbau des Linienbusverkehres und der Zunahme der Flexibilität der Menschen durch die Anschaffung eigener Autos, ging die Nutzung der Bröltalbahn im Rahmen der Personenbeförderung zurück und die Unterhaltung der Bahn wurde unrentabel.

Im Jahre 1953 verließ die letzte Lok den Bahnhof von Hennef in Richtung Waldbröl.

Noch heute wird in Hennef an die Bröltalbahn erinnert. So gibt es heute noch die Strasse „An der Brölbahn“, in deren Nähe sich früher die Hennefer Lokschuppen befanden. Heute ist in unmittelbarer Umgebung die Autobahnausfahrt und eine Tankstelle ansässig. Von dort weiter verliefen die Schienen über die Allner Brücke in das Bröltal, wo mit Erreichen und anschließender Weiterfahrt vom Bahnhof Bröl, der heute als privates Wohnhaus genutzt wird, das heutige Stadtgebiet Hennef verlassen wurde.

Auch wird auf einer Gedenktafel vor dem Hennefer Bahnhof an die Bröltalbahn erinnert und von der Gedenktafel abgehend, befindet sich noch ein Stück alte Schienentrasse, welche von der Bröltalbahn befahren wurde. 

Neben der „Bröltalstrecke“ von Hennef über Ruppichterroth nach Waldbröl, konnten die Menschen mit Ausdehnung des Streckennetzes von Hennef noch per Bahn die Ziele Bonn-Beuel über Niederpleis und Asbach durch das Hanfbachtal erreichen.

Alter Bahnhof in Hennef-Bröl

Nähere Informationen bietet das Museum der Bröltalbahn, welches in Asbach ansässig ist und zu bestimmten Terminen geöffnet hat.

Foto zur Verfügung gestellt durch das Stadtarchiv Hennef


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