Eventberichte 1/2018

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​Herrensitzung der Hennefer Stadtsoldaten

Hennefer Stadtsoldaten zünden karnevalistische Stimmungsrakete!


Die Herrensitzung der Hennefer Stadtsoldaten ist sicherlich nicht unbedingt geprägt von bunt kostümierten Jecken, aber die Stimmung im Saal ist mindestens so toll, wie bei einer gemischten Sitzung. Viele Freunde treffen sich in der Meiersheide in größeren Gruppen, um eine schöne Zeit zu verbringen. Mit einem hervorragenden Programm, gutem Imbiss und flüssiger Nahrung schaffen die Hennefer Stadtsoldaten mit ihrer Herrensitzung eine optimale Plattform hierfür.


Für das Auge gab es neben den Künstlern auf der Bühne auch das sehenswerte Nummerngirl Natish Cash, die in den Umbauphasen bzw. zwischen den Programmpunkten die Zeit überbrückte mit einer sehr sympathischen Ausstrahlung und einem perfekten Hüftschwung.


Nach dem Einmarsch der Hennefer Stadtsoldaten, die von der eigenen Regimentskapelle begleitet in den Saal der Meiersheide eingespielt wurden, begrüßte Baas Paul Jacobs die Gäste und wünschte allen eine schöne Herrensitzung und es sei vorweggenommen, dass die Jecken nicht enttäuscht wurden.


Das Sitzungsprogramm konnte beginnen!


Nachdem zunächst die Hennefer Stadtsoldaten ihr Können beim Tanzen bewiesen, stand als weiterer Programmpunkt ein Künstler auf der Bühne, der in unserer Region noch nicht so bekannt ist, denn Christian Pape kommt aus Wegberg. Mit viel Herz und Charme erzählt er Alltagsgeschichten auf seine pointenreiche Art. Mit seinen Künstlerkollege Dr. Stefan Bimmermann am Keyboard sorgte er in der Meiersheide dafür, dass kein Auge mehr trocken blieb. Einfallsreich seine Präsentation. So präsentierte er das Kinderlied "Fuchs du hast die Gans gestohlen..." in einer neuen Performance. Grundlage hierfür war der aktuelle Schlager von Roland Kaiser und Maite Kelly: "Warum hast Du nicht nein gesagt". Ein Hörgenuss. Diverse Lieder waren dann auch Grundlage für das Vorführen eines typischen Arbeitstages von Christian Pape und Dr. Stefan Bimmermann in Zeitraffer.


2019 feiern die Westerwaldsterne, die 1969 gegründet wurden, ihr 50-jähriges Jubiläum. Gardetanz auf allerhöchstem Niveau und weit über den Grenzen von Hennef und dem Rhein-Sieg-Kreis bekannt. Oft führen die Auftritte in das Ruhrgebiet oder sogar in die Niederlande. Choreographie, Erscheinungsbild und die musikalische Auswahl sind stets absolut professionell und es macht Spaß, den Tänzerinnen und Tänzern zuzuschauen. Der heutige Auftritt der Westerwaldsterne und das Heimspiel in Hennef bestätigte erneut diesen Eindruck. Unterstützt wurden die Westerwaldsterne von ihrem Publikum, die gebannt von den Akrobatikelementen beeindruckt waren. Zugaben wurden eingefordert und natürlich geliefert.


Jürgen B. Hausmann, alias Jürgen Beckers könnte auch aufgrund seines Erscheinungsbildes als adrett gekleideter Versicherungsvertreter durchgehen. Doch weit gefehlt. In seiner Rolle als Hausmann, berichtet er über seinen Alltag. Sprachwitz und Alltagsbeobachtungen finden ebenso Berücksichtigung, wie das Zusammenleben mit einer Frau. Dabei wird auch gerne ein Blick in die Vergangenheit geworfen. Mit seinen Erzählungen sprach der aus der Nähe von Aachen kommende Jürgen Beckers sicherlich einigen Herren in Hennef aus der Seele.


Musik gab es natürlich auch!


Die Köbesse spielten Musik op kölsch. 2011 begannen sie zunächst als Cover-Band. Zwischenzeitlich sorgen die fünf Bandmitglieder aber auch mit eigenen Liedern für gute Stimmung. Lieder zum Mitsingen und Schunkeln wurden dargeboten und dieses Angebot wurde gerne angenommen. Temporeich jagte ein Hit den Anderen. Angesteckt vom Rhythmus erwiesen sich die Herren der Herrensitzung und auch der Elferrat der Hennefer Stadtsoldaten als durchaus textsicher. Frontmann Roger ließ sich auch sich aus dem Konzept bringen, als ein Gast kurzerhand auf die Bühne ging und die Band  mit einem Tamburin begleitete.


Regelmäßiger Gast der Stadtsoldaten ist Guido Cantz, der auch dieses Mal wieder die Jecken mit seinem - teil politisch angehauchten - Vortrag begeisterte. In der Meiersheide hatte er die Lacher auf seiner Seite.


Als nächster Höhepunkt stand Joachim Jung auf dem Programm. Joachim Jung? „Nie gehört“, werden sicherlich nun viele sagen. Aber in seiner Paraderolle kennt man ihn sicherlich. Als Lieselotte Lotterlappen erobert er seit vielen Jahren die Bühnen und dies auch im Karneval. Schrill, bunt und vorlaut spielt er als Frau verkleidet mit dem Publikum. Situationskomik und Schlagfertigkeit sorgen dafür, dass sich die Gäste vor Lachen krümmen. Bei der Herrensitzung der Hennefer Stadtsoldaten begann der Auftritt von Lieselotte Lotterlappen bereits mit dem Betreten des Saals, denn die vielen Männer waren natürlich eine Vorlage für Lieselotte. Lauter nette, gutaussehende Männer. Doch wer Lieselotte Lotterlappen kennt weiß, dass das Treten in Fettnäpfchen und das Verhalten wie ein Elefant im Porzellanladen nie weit entfernt ist.


Die Bonner Band „Druckluft“ ist erst seit 2014 im Karneval unterwegs. 111 % Stimmung ist garantiert, wenn die 14 Musiker aufspielen. Diese Brass-Band spielte in Hennef bekannte Karnevalslieder und kaum ein Gast blieb auf seinen Stuhl sitzen, denn diese kraftvolle, rhythmische Musik übertrug sich auf die Jecken. Auf der Bühne zeigte sich ein Bild bunt bekleideter junger Menschen, die scheinbar unkoordiniert und durcheinander sich bewegten. Doch die Schrittfolgen und Bewegungen beinhalten schon grundsätzlich eine geplante Choreographie. Partyzeit in der Meiersheide! Den Musikern sah man ihre Freude an den Auftritt ebenfalls an.


Ein absoluter tänzerischer Leckerbissen stand nur den Jecken bevor. der sechsmalige Deutsche Meister im Showtanz eroberte den Saal. Die Showtanzgruppe "High Energy" zeigte tänzerische Höchstleistung und der Name der Tanzgruppe ist Programm. Kraftvoll mit toller Ausstrahlung und temporeich entführten die Tänzerinnen und Tänzer das Publikum nach Las Vegas. Diese Gruppe sorgte dafür, dass die Jecken stand und dies auch teilweise auf den Stühlen. Eine Zugabe reichte da nicht mehr aus.


Die Kölner Domstädter, die sich selber gerne „Dommis“ nennen gehören zu den besten Amateurorchestern im Kölner Karneval und sind auch ganzjährig mit nicht karnevalsbezogener Musik unterwegs. Seit der Gründung im Jahre 1970 standen auch einige Auslandsaufenthalte auf dem Programm. So ging die Reise anlässlich des 30jährigen Jubiläums sogar nach Brasilien und heute stand das Orchester auf der Bühne der Meiersheide und heizte den Saal mit einem Streifzug in die musikalische Welt des Karnevals ein. Moderne Klänge vereinten sich mit bekannten Liedern. Ein Bild von lange Reihen schunkelnder Jecken bot sich von der Bühne und dieser Anblick war weiterer Ansporn für die Musiker.


Wie bereits in den letzten Jahren, war die Herrensitzung der Hennefer Stadtsoldaten eine kurzweilige Veranstaltung mit super Stimmung und einer angenehmen und ausgelassenen Atmosphäre. Selbst eine kurze Unterbrechung des Ablaufs, weil die Band Druckluft sich verspätete, tat der Stimmung keinen Abbruch. Das Orchester Sepp Dietrich spielte auf und Vereinsmitglieder der befreundeten Hennefer Vereine unterstützten die Hennefer Stadtsoldaten kurzerhand im Elferrat. Gemeinsam wurde gesungen und geschunkelt.


Nach dem offiziellen Ende des Sitzungsprogramms, wurde im Foyer weiter gefeiert.


Text und Fotos: Frank Specht

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Sitzung Grosse Geistinger

Meiersheide in Jeestinger Hand!
 
Blau und Weiß sind die Farben der Großen Geistinger KG und dies waren auch die Farben der liebevoll arrangierten Tischdekorationen in der nahezu ausverkauften Meiersheide.

Trotz des Namens der Sitzung „Frack un Kostüm“ der Jeestinger, entschieden sich die Karnevalisten und Jecken eher für das Letztere und das war auch gut so, denn der Anblick von Seeleuten, Clowns und Piraten war eindrucksvoll.

Christoph Morell fungierte in diesem Jahr wieder als Sitzungspräsident, nachdem im letzten Jahr Wolfgang Knott diese Funktion innehatte, denn Christoph Morell begeisterte letztjährig mit seiner Prinzessin Anja die Karnevalisten als Hennefer Prinzenpaar.

Sicherlich kamen dem Sitzungspräsidenten viele Bilder aus der letzten Session in den Sinn. Insbesondere, als das amtierende Prinzenpaar von Hennef Wolfgang IV. und Monika V. mit Adjutanten einmarschierten. Doch wer Christoph Morell kennt der weiß, dass es ihm dennoch nicht die Sprache verschlägt. Doch die Bühne gehörte nun dem Hennefer Prinzenpaar, die bereits viel Routine in den zahlreichen vergangenen Auftritten sammeln konnten und wieder einmal auf der Bühne eine gute Figur abgaben.

"Wie die Funke met ihrem Stippeföttche, su danze mer met de Beincher un de Höftjer; mer sprenge vun einer Bühn op en and´re Bühn un maache üch dann all jet Freud." Mit diesem Motto tanzen die Höppemötzjer seit 1968 auf den regionalen Bühnen. Choreografisch anspruchsvoll und mit einer sympathischen Ausstrahlung beeindruckten die Tänzerinnen und Tänzer das Publikum der Meiersheide. Zugabe inbegriffen.

„Ach, wie gut, dass keiner weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß!“. Dieser Satz ist sein Markenzeichen und kaum einer beherrscht die Reimrede so vollendet, wie er. Fritz Schopps ist sein bürgerlicher Name und nicht nur diesen Satz arbeitet er in seine Reden ein, sondern in seinen Auftritten als Rumpelstilzche präsentiert er ein tolles Bühnenprogramm. In dieser Rolle mit breitkrempigen Hut und farbigen Flickenumhang erzählt er bereits seit 1983 die neuesten Geschichten aus dem Märchenwald. Mit seiner rhetorisch anspruchsvollen Reimrede konnte sich Fritz Schopps ungeteilter Aufmerksamkeit in der Meiersheide erfreuen und das Publikum dankte es ihm mit Applaus und dem Abverlangen einer Zugabe.

Burkhard, Frank, Heleno, Heiko, Jürgen und Frontmann Sepp heißen die Bandmitglieder der Band „Cöllner“, die im Jahre 2007 – damals noch in alter Besetzung – ihren ersten großen Hit mit „Die Winzerin vom Rhein“ feiern durften.  Seit spätestens der Veröffentlichung des Ohrwurms „Dann jon de Lampe aan“ sind sie aus dem Karneval nicht mehr wegzudenken. Mit ihren Liedern animierten sie die Jecken zum Schunkeln und das Lied "Angelina" spornte zum Mitsingen an.

Für ausgelassene Stimmung sorgten neben den bereits genannten Künstlern auch Bernd Stelter, Querbeat, Domstürmer und Miljö. Während Bernd Stelter mit seiner Gitarre einen Mix aus Rede und Gesang auf seine einzigartige und professionelle Art darbot, brachten die drei Bands den Kreislauf der Jecken in Wallungen. Party, Tanz und Gesang waren angesagt und der Bereich vor der Bühne war vor lauter begeisterter Jecken nicht mehr begehbar. Der Tanz der Jecken wurde lediglich durch Schunkeleinlagen unterbrochen. Spätestens hier wurde dem Betrachter bewusst, dass die Jeestinger feiern können. Konfettiregen der musikalischen Künstler ließ das Bild noch bunter werden.

Ernannt wurden an diesem Abend Wilfried Orth und Dirk Busse zum Senator und Hubert Gerards zum Ehrensenator. Für 25 jährige Mitgliedschaft in der KG wurde Gert Kinnart geehrt und Bertold Morell für sein 50 jährige Mitgliedschaft. Hierfür erhielt er auch von Günter Boch den BDK-Orden in Gold mit Brillanten.

Das ausgewogene Sitzungsprogramm kam gut an.

Doch nach dem Ende der Sitzung war noch lange nicht Schluss. Im Foyer der Meiersheide wurde zur Musik von DJ Wolfgang ausgelassen weitergefeiert. DJ Wolfgang sorgte wieder einmal professionell für tolle Stimmung die von Karnevalshits von Brings bis zu Schlagern z.B. von Helene Fischer reichten.

Apropos Helene Fischer.
Als Fazit könnte man diese Sitzung auch mit den Titeln der zahlreichen Liedern von Helene Fischer zum Ausdruck bringen:
Für die zahlreichen Jecken war der tolle Abend ein „Phänomen“. Wie bei der Fahrt mit einer „Achterbahn“ war das Programm temporeich und die Künstler und Jecken gaben „Hundert Prozent“. Das Programm ging viel zu schnell vorbei und viele hätten gerne nach dem Motto: „Von hier bis unendlich“ weiter gefeiert. Nach der Sitzung ging die Party im Foyer weiter und einigen feuchtfröhlich feiernden Gästen wurde klar, „Die Hölle morgen früh“ könnte kommen. Doch zuvor kommt der Heimweg und die Eindrücke der Sitzung und Party sorgen dann immer noch für „Herzbeben“ und  „Atemlos durch die Nacht“ erreicht man das zu Hause und wird vielleicht mit den Worten „Und morgen früh küss ich Dich wach“ erwartet.

Was für ein toller Abend!!
 
Text: Frank Specht
Fotos: Heike und Frank Specht

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Kostümsitzung der Ersten Hennefer KG

Ramba Zamba in der Meiersheide!
 
Für Freunde der Ersten Hennefer KG ist die Teilnahme an der jährlichen Kostümsitzung ein Termin, den man sich nicht entgehen lässt und an den man jedes Jahr gerne teilnimmt.
Die Kostümsitzung ist daher regelmäßig sehr schnell ausverkauft. Karten zu der gestrigen Sitzung waren bereits im April letzten Jahres ausverkauft. Lediglich wenige Kartenrückläufer konnten nach dem Zeitpunkt erneut angeboten werden und fanden ebenfalls schnell einen Abnehmer.
Viele Stammgäste scheuen auch eine Anreise aus anderen Teilen des Bundesgebietes nicht, um an dieser Sitzung teilzunehmen.
 
Nach dem Einmarsch der Gastgeber mit den Abordnungen der befreundeten Vereine in den Saal der Meiersheide begrüßte Sitzungspräsident Frank Kasolowsky aber nicht nur die aus der Ferne angereisten jecken Gäste, sondern er machte in seiner Ansprache auch deutlich, wie wichtig die regionale Unterstützung für die Vereine ist. Viele Menschen aus Hennef unterstützen ehrenamtlich oder finanziell die regionalen Vereine und sorgen somit für den Erhalt einer Vereinsvielfalt.

Auch die Durchführung der zahlreichen Karnevalsveranstaltungen der diversen Hennefer Vereine, die alle nahezu ausverkauft sind,  ist nur durch die Unterstützung Dritter möglich und sorgt für ein entsprechendes kulturelles Angebot und das es sich z.B. bei den Karnevalssitzungen um hochkarätige Veranstaltungen handelt, bewies erneut auch die Erste Hennefer KG mit ihrer gestrigen Sitzung.
 
Nach der Begrüßung startete auch direkt die große Karnevalssause mit dem ersten Höhepunkt. Einmarsch für das Hennefer Prinzenpaar, die begleitet wurden durch das Kölner Traditionskorps Jan von Werth.
Viele Kölner Korps begeistern durch ihr Erscheinungsbild. Zu den schönsten Korps gehört sicherlich das Reiter-Korps Jan von Werth, welches 1925 gegründet wurde.  Beeindruckend, wenn dieses Korps in den Saal marschiert. Für das Hennefer Prinzenpaar muss es ein besonderes Erlebnis gewesen sein, mit diesem Traditions-Korps in die Meierheide einmarschieren zu dürfen. Jubelnd wurden sie von den Jecken empfangen.
 
Bevor dann aber das Korps aufspielte und mit tänzerischen Können beeindruckte, richtete das Prinzenpaar die Worte an die bunt kostümierten Gäste der KG. Dass das Prinzenpaar die jecken Karnevalisten mit ihren Worten gut erreicht haben die beiden Tollitäten bereits bewiesen, aber diesmal dominierte nicht nur das gesprochene Wort, sondern die Prinzessin und ihr Prinz sangen live zu der durch DJ Wolfgang Meyer eingespielten Musik der Gruppe Miljö und überzeugten.
 
Nachdem das Hennefer Prinzenpaar die Prinzenpaarloge eingenommen hatte, betrat eine Band das Geschehen, welche für ausgelasene Stimmung steht.
Mit ihrem Einstieg in den Karneval im Jahre 2007 erweiterte die 2001 gegründete Band „Querbeat“ diesen um eine weitere Facette. Eine Brass-Band, die Karnevalslieder mit einer Kombination aus Samba- und Poprhythmen anreichert und seit 2016 auch selbstgeschriebene Stücke darbieten reißen seitdem die Karnevalisten mit ihren Auftritten mit. Dies kombiniert mit einer lebhaften Bühnenshow. Ein Rhythmus, der gestern bei den bunt kostümierten Gästen ins Blut ging und zum Tanzen animierte. Die Band verwandelte den Saal in einen musikalischen "Hexenkessel" und vor der Bühne sah man mehrere Reihen schunkelnde Menschen.
 
Nach diesem Stimmungskracher gelang es Bernd Stelter tatsächlich den Saal mit seinem Vortrag zum Zuhören zu animieren. Er ist halt ein Profi und sein Vortrag, der zeitweise von politischen Würdigungen geprägt war, tat das Übrige. Ergänzt wurde sein Vortrag durch textlich umgeschriebene Songs und so berichtete er über Angela Merkel und die bisher versuchte Regierungsbildung mit dem Lied "no woman, no cry".
 
Seit 2014 verzeichnet die in 2012 gegründete Kölner Band „Miljö“ einen Senkrechtstart in die Karnevalswelt und spätestens mit dem Erfolgshit „Su lang de Leechter noch brenne“ sind sie ein fester Bestandteil im regionalen Karneval. Bei der Kostümsitzung der Ersten Hennefer KG sorgten sie für tolle Stimmung und bewiesen, dass der musikalische Nachwuchs im Karneval gut vertreten ist.
 
Sie kommen aus Koblenz und begeistern seit Jahren das Rheinland. Willi und Ernst sind gern gesehene Gäste auf den regionalen Bühnen. Als Rentnerpaar mit Klamotten, die vermutlich schon ihre Väter getragen haben könnten, präsentierten die Beiden ein Zwiegespräch nach dem Anderen. Die Gestik und das Spielen mit dem Publikum begeisterte die Meiersheide.
 
Jung, frech und voller Elan erorbert die in 2014 gegründete Band "Kempes Finest" die Bühne. Frontfrau Nicole Kempermann ist wahrlich ein Temparamentbündel und spätestens nach dem dritten Titel fragt sich der Betrachter, woher sie wohl die Energie und die ausreichende Luft zum Weitersingen hat. Es ihr ist wohl in die Wiege gelegt worden, denn sie ist die Tochter des ehemaligen Rabaue-Frontmann und Sänger Peter Kempes.
 
Die Matrosen vum Müllemer Böötche tanzten in ihrem blau-weißen neuen Matrosenkostümen zu kölschen Liedern. Hebefiguren und einheitliche Tanzschritte waren ebenso vorhanden, wie Tänzerinnen und Tänzer die durch die Luft geworfen wurden.
 
Abschluss der Sitzung und ein Stimmungshöhepunkt boten die vier Bandmitglieder der Big Maggas. Sie heizten den Saal auf ihrer einzigartigen Art ein und verlangten von den jecken Gästen alles ab und machten die Meiersheide zum Hennefer Gürzenich. Mit ihrer Show schafften sie eine tolle Grundlage für die anschließend im Foyer der Meiersheide stattfindenden AfterSitzungs Party!!!
 
Text: Frank Specht
Fotos: Heike & Frank Specht

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​Prunksitzung der Quer durch de Waat

Ein Höhepunkt jagt den Nächsten!


Die KG Quer durch de Waat überraschte im November viele Jecken mit ihrem Prinzenpaar. Sehr zur Freude vieler Jecken proklamierte der Hennefer Bürgermeister Klaus Pipke, Prinz Wolfgang IV. und Prinzessin Monika V. zum Hennefer Prinzenpaar.


Beide Tollitäten sind seit vielen Jahren ein fester und sehr engagierter Bestandteil im Hennefer Karneval. Aufgrund der kurzen Session, werden die beiden Tollitäten mit Gefolge einen Auftrittsmarathon absolvieren. Doch sicherlich freuten sie sich ganz besonders auf die große Prunksitzung der KG Quer durch de Waat.


Literat Udo Lambertz hat auch in diesem Jahr wieder ein Spitzenprogramm zusammengestellt und dementsprechend zeigt sich die Meiersheide komplett ausverkauft.


Zum Einmarsch und Auftakt der Prunksitzung versammelten sich Abordnungen der befreundeten Karnevalsvereine und marschierten durch den karnevalistisch geschmückten Saal. Von der Bühne bot sich ein farbenprächtiges Bild der Uniformen. Aber nicht nur die Mitglieder der befreundeten Vereine sorgten für dieses Bild, sondern auch die vielen Jecken in bunten Kostümen.


Nach der offiziellen Begrüßung durch Sitzungspräsident Heinz Hochgeschurz, der kurzfristig für den erkrankten Jörg Steinhauer einsprang, konnte das karnevalistische Feuerwerk beginnen.


Gardetanz der Extraklasse bot die TG Luftflotte. Fliegende Tanzmarieschen gehörten genauso zum Repertoire, wie Hebefiguren und synchrone Tanzschritte. Im Blau-Weißem Tanzdress präsentierten die Tänzerinnen und Tänzer eine vielseitige Choreographie zu kölscher Musik.


Im Anschluss an den schwungvollen Tänzen der Luftflotte durften die vielen Jecken nun das Hennefer Prinzenpaar Wolfgang Iv. und Monika V. empfangen. Begleitet wurden die Tollitäten von ihrem Gefolge und den Treuen Husaren aus Köln. Deren Mannschaftsstärke war so immens, dass die Bühne nicht ausreichend Platz bot.


Nachdem das sympathische Prinzenpaar die anwesenden Jecken begrüßt hat, gab es noch eine Überraschung bzw. Aufgabe für das Prinzenpaar. Die KG Quer durch de Waat hat sich ein kleines Spiel ausgedacht. Vergleichbar eines Baukastensystems wurden vorbereitete, rechteckige Kartons auf der Bühne ausgebreitet. Diese galt es - wie ein Puzzle - zusammen zu setzen. Das Ergebnis ergab dann das Wappen der Quer durch de Waat. Natürlich gelang dies dem Prinzenpaar.


Von der Prinzenpaarloge, welches das Prinzenpaar nun einnehmen konnte, hatte das Prinzenpaar einen tollen Blick auf das Bühnengeschehen.


Die Treuen Husaren spielten auf und tanzten professionell.


Zu eine der beliebtesten Bands der Region zählen mit Sicherheit die Domstürmer. Sehr sympathisch präsentieren sie ihr Programm und Frontmann Micky Nauber liebt die Nähe zu seinem Publikum und so ist ein Ausflug ins Publikum obligatorisch. Die Domstürmer zündeten mit ihrem Auftritt erneut eine karnevalistische Rakete und es hielt kaum einen Jecken auf den Plätzen. Natürlich durfte die sympathische Band den Saal nicht ohne Zugaben verlassen.


Aus dem Fernsehen bekannt, Kabarettist, Liedermacher, Komiker, Musiker, Sänger und Entertainer zeichnen Bernd Stelter als einen der vielseitigsten Bühnengrößen aus. Seit vielen Jahren begeistert er mit seinem Programm und ist im Karneval nicht mehr wegzudenken. Immer wieder sorgt er mit neuen Liedern und Parodien für ein Bühnenprogramm der Spitzenklasse. Hiervon konnten sich die jecken Gäste der KG Quer durch de Waat auch gestern überzeugen und kaum ein Auge blieb trocken.


Sie kommen aus Norddeutschland, ihr Erscheinungsbild ist – man könnte sagen -anders, die Musik ist schlagerorientiert und nicht unbedingt das, was man in der Region als „karnevalistisch“ einstuft, doch diese Band ist gnadenlos begeisternd und ein Garant für hemmungslose Partystimmung. Sie bringen das Publikum jeden Alters zum Mitsingen und dies sogar zum Biene Maja-Song. Unfassbar, aber wahr. Nicht nachvollziehbar ist auch das Verwenden von Schildern mit der Aufforderung von Applaus und Ekstase, denn dies ist nicht erforderlich. Für diese Band um Frontmann Roy „Rakete“ Ostermann gibt es nur einen Ausdruck „positiv bekloppte und sympathische Boygroup“. Gestern zeigten die Big Maggas erneut eine Bühnenshow der Extraklasse und bildeten damit einen weiteren Höhepunkt der Veranstaltung.


Nach einer Pause durften sich die Jecken auf einen besonderen "Redner" freuen.


Der Comedypreisträger 2010, zweifacher Prix-Pantheon-Gewinner 2009 und Träger des Goldenen Stuttgarter Besens 2015 Dave Davis, alias Motombo Umbokko interagierte in verblüffender Spontanität mit seinem Publikum. Er spielte seine Rolle perfekt und reflektierte mit seinem Auftritt auf die vermeintlichen Ängste der Deutschen. Dies auf liebevolle Art und Weise.


Für ein musikalisches Feuerwerk sorgten de Räuber, die in diesem Jahr mit ihrem Erfolgshit „Für die Iwigkeit“ die Bühnen stürmen. Das Lied brachte den Saal der Meiersheide zum Höhepunkt und innerhalb kürzester Zeit sangen die Jecken mit. Aber auch die anderen bekannten Lieder der Band sorgten für ausgelassene Stimmung und Gitarrist „Schrader“ zeigte die Kunst des Gitarrenspielens in absoluter Perfektion.


Comedian und Kabarettist Wolfgang Tepper, der ebenfalls bereits mehrere Comedy-Preise gewann und Theaterstück geschrieben hat, erzählte Alltagsgeschichten auf der Bühne. Das allgegenwärtige differenzierte Denken der Geschlechter spielt dabei inhaltliche eine wesentliche Rolle.


Sie gehören zu den besten Tanzformationen der Umgebung. Die Fauth Dance Company bietet eine rasante Mischung aus tänzerischem Können, mitreißender Musik und außergewöhnlich hübschen Mädels. Stimmung. Spaß, und Unterhaltung auf höchstem Niveau sind garantiert. Absolut beeindruckend absolvierten sie ihren Auftritt.


1999 wurde Cat Ballou gegründet und seitdem reisen die Bandmitglieder von Bühne zu Bühne. Als eine der poppigsten Bands im Karneval begeistern sie und spätestens mit ihrem Hit „Et jitt kei word“ sind sie aus dem Karneval nicht mehr wegzudenken.
Im Rahmen der Sitzung wurden noch Wolfgang Lindlar und Karl Lindlahr zu Ehrensenatoren ernannt.


Die Sitzungskapelle Helmut Blödgen führte musikalisch durch das Programm und Wolfgang Meyer sorgte für erneut hervorragend für den Sound und das Licht im Saal.


Mit einer erneut gelungenen Veranstaltung präsentierte sich die KG Quer durch de Waat. ausgelassene Stimmung und ein vielseitiges und tolles Bühnenprogramm wurde geboten und das Hennefer Prinzenpaar genoss dieses sicherlich sehr.
Es folgte nach dem Sitzungsende noch die After Sitzungsparty im Foyer der Meiersheide.


Neben den Organisatoren der KG sorgten für einen reibungslosen Ablauf viele helfende Hände, ohne die eine solche Veranstaltung nicht möglich ist.


Text und Fotos: Heike und Frank Specht
 

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​Kostümsitzung und Proklamation KG Rot-Weiß Bröl

Karnevalistischer Jahresauftakt in Bröl!

Die erste Karnevalssitzung des Jahres 2018 auf Hennefer Stadtgebiet hatte es gleich in sich, denn bei der Veranstaltung der KG Rot-Weiß Bröl handelte es sich am gestrigen Abend nicht nur um eine Kostümsitzung, sondern es wurde auch das Bröler Prinzenpaar proklamiert. Literat und Sitzungspräsident Thorsten Büth bewies erneut ein geschicktes Händchen bei der Auswahl der auftretenden Künstler.

Wie die Deutschen mit Alltagsängsten am besten umgehen sollten, erklärte Dave Davis eindrucksvoll auf seine einzigartige Art als Motombo Umbokko. Gewieft ist seine Wortwahl und mit verblüffender Spontanität reagiert er auf alle Unwägbarkeiten des Alltags. Die Lacher hatte er auf seiner Seite.

Gleiches galt für Achnes Kasulke, alias Annette Eßer. Seit 20 Jahren erobert sie auf der Bühne das Publikum mit ihrer herzerfrischenden Art als Putzfrau. Mit Kopftuch, Kittel und Besen ausgerüstet, erzählt sie ihre Geschichten und begeistert. Dabei bekommt ihr Ehemann Erwin nicht immer gut weg.

Tänzerische Perfektion boten die Westerwaldsterne, die Geistinger Garde, die Tanzgarden der KG Rot-Weiß Bröl und die Jecken Kalver Schnütche. Während die Westerwaldsterne und die Tanzgarden der KG Rot-Weiß Bröl sowie die Geistinger Garde mit exakten Gardetanz incl. Schritt- und Bewegungsvielfalt glänzten, zeigten die Jecken Kalver Schnütche mit ihrer Showtanzeinlage Kreativität und schöne Kostüme. Unter dem Moto Konfetti Colonia präsentierten sie ein Potpourri kölscher Lieder.

Alle Tanzformationen bestachen darüber hinaus mit ihrer Ausstrahlung und rissen das jecke Publikum mit.

Den musikalischen Rahmen boten die Micky Brühl Band, Boore und Cat Ballou. Diese Stimmungsgaranten brachten den ausverkauften Saal des Landgasthofes Bröl zum beben und die Gäste genossen sichtlich die karnevalistische Musik. Endlich wieder Karneval nach vielen Monaten Abstinenz. Es wurde getanzt, gesungen und geschunkelt und die Stimmungskurve zeigte nach oben.

Auch die Neulinge im Hennefer Karneval - die Drummerholics - boten was für das Auge und dem Gehör. Mit ihren Trommeln heizten sie den Saal ein und der abschließende Konfettiregen aus der Kanone unterstrich die tolle Stimmung.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch neue Mitglieder/Anwärter/Ehrensenatoren ernannt.

Für die musikalische Begleitung der Veranstaltung sorgte die Sitzungskapelle Sepp Dietrich.

Ein Gedanke beschäftigte jedoch – trotz hervorragender und ausgelassener Stimmung – viele Gäste. Wer wird wohl das Bröler Prinzenpaar 2018?

Seit 1961 haben es die Bröler ohne Unterbrechung geschafft, ein Prinzenpaar zu stellen. Eine Leistung, die nicht unerwähnt bleiben sollte. Auch wenn es für das Prinzenpaar ein unvergessliches und einzigartiges Erlebnis ist, sind die Kosten und die organisatorischen Herausforderungen immens und nicht jedem Verein gelingt es, diese Herausforderung jährlich zu meistern. Hierzu bedarf es einer starken Vereinsgemeinschaft. Die KG Rot-Weiß Bröl stellt sich dieser Herausforderung jedes Jahr sehr erfolgreich.

In diesem Jahr proklamierte Bürgermeister Klaus Pipke das 58. Bröler Prinzenpaar und hierbei handelt es sich um Prinz Stefan II. und Prinzessin Caroline I..

Doch vor der Proklamation genossen die beiden zu dem Zeitpunkt noch designierten Tollitäten das Bad in der Menge, den der Weg zur Bühne erfolgte durch den Saal. Dieses Mal waren die Jecken im hinteren Bereich des Saals im Vorteil und wussten vor den Gästen der vorderen Reihen, wer das neue Prinzenpaar sein wird.

Nach der offiziellen Proklamation ergriff das Bröler Prinzenpaar das Wort. Sichtlich voller Freunde begrüßten die Beiden das närrische Volk und verlasen die 11 Paragraphen. Hierbei handelt es sich um Wünsche des Prinzenpaares, die bis zum Ende ihrer „Amtszeit“ zu erfüllen sind.

Die Veranstaltung war wieder einmal ein sehr kurzweiliger und herzerfrischender Genuss. Doch wer glaubt, dass die Bröler nur eine Kostümsitzung ausrichtet und ein Prinzenpaar stellt, der irrt gewaltig, denn in den nächsten Wochen stehen noch weitere Veranstaltungen an.

Hierzu gehören
- die Herrensitzung am 14.01.2018
- die Kindersitzung am 05.02.2018
- die Kölsche Mess am 11.02.2018
- der Karnevalsumzug am 11.02.2018
- die After Zoch Party am 11.02.2018
 
Vita Bröler Prinzenpaar

Prinz Stefan II. und Prinzessin Caroline I. aus dem Hause Ries sind seit neun Jahren ein Paar. Im Oktober 2012 haben sie den Bund fürs Leben geschlossen. Kennengelernt haben sich die Beiden im Internet.

Prinz Stefan II.
Geboren am 21.05.1973 in Wertheim (Franken). Er erlernte in seinem Heimatort Waldenhausen den Beruf des Bäckers.
Als zweite Ausbildung lernte er den Beruf des Restaurantfachmanns im schönen Schwarzwald.
Nach Stationen im In- und Ausland kam er schließlich nach einer Weltreise 2004 ins schöne Rheinland. Heute arbeitet er im Grand Schlosshotel Bensberg in Bergisch-Gladbach. Seit 2016 ist Stefan aktiv in der KG Rot-Weiß Bröl.
 
Prinzessin Caroline I.
kam am 26.06.1981 in Siegburg zur Welt. Sie ist eine echte Brölerin! Gebürtig kommt sie aus dem Hause Irlenborn.
Seit dem Kindergarten ist sie mit dem Karnevalstreiben in Bröl verbunden. Durch den Job von Stefan zog sie für drei Jahre nach Lohmar, bis sie wieder 2014 in das schöne Bröl zurückkehrte.
Von Beruf ist sie Köchin und arbeitet seit 12 Jahren im Gasthof Röttgen in Neunkirchen-Seelscheid.
Zu den Hobbies des Prinzenpaares zählen das Reisen, das Wandern sowie die Kulinarik.
 
Text und Fotos: Frank Specht

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