Eventberichte 1/2020

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Kostümsitzung Erste Hennefer KG

Erste Hennefer KG präsentiert große Karnevalssause

Vollen Einsatz der jecken Gäste forderte die Kostümsitzung der Ersten Hennefer KG. Unter der Leitung von Sitzungspräsident Frank Kasolowsky präsentierte der Verein in der seit Monaten ausverkauften Hennefer Meiersheide ein kurzweiliges Programm, bei dem das Partygefühl nicht zu kurz kam. Damit bildete die Kostümsitzung eine Kontrastveranstaltung zu der am 02.02.2020 in der Meys Fabrik stattfindenden Nostalgiesitzung „Janz höösch & Alaaf“ der KG.

Die bunt kostümierten Jecken bildeten ein tolles Bild im einheitlich dekorierten Saal und die Jecken hatten sich bei ihrer Kostümauswahl viele Gedanken gemacht. Insbesondere die größeren einheitlich kostümierten Gruppen waren ein visueller Augenfang.

Nach dem Einzug des Elferrates, der Vereinsmitglieder und der befreundeten Vereine, konnte die große Karnevalssause beginnen.  Wie der Einzug, wurde auch der gesamte Abend musikalisch begleitet durch das Orchester Sepp Dietrich.

Die musikalischen Beiträge nahmen auch eine zentrale Rolle bei der Veranstaltung ein. Domstürmer, Querbeat, Funky Marys, Kasalla, und Cat Ballou heizten den Saal ein und gönnten den jecken kaum eine Verschnaufpause. Immer wieder erhoben sich die Gäste von ihren Stühlen, um zu tanzen, zu schunkeln und die Musiker gesanglich zu unterstützen. So manch ein Gast war sicherlich nach der Veranstaltung heiser und erfüllte seine sportliche Tages-, wenn nicht sogar die Wochenration. Während ein eventueller Muskelkater und die Heiserkeit nach einigen Tagen verschwunden sein dürfte, bleibt aber die Erinnerung an eine tolle Sitzung in ausgelassener Atmosphäre. Beeindruckend war das Trommelsolo vom Frontmann der Domstürmer, der seiner Liebe zu rockigen Klängen freien Lauf ließ und Kasalla zeigte seine Gesangskunst in Form eines a-capella-Stückes.

Eine kleine körperliche Erholungspause wurde dann doch ermöglicht, als Volker Wenninger, alias der Sitzungspräsident von seinen Erlebnissen berichtete. In seiner unvergleichlichen Art animierte er das jecke Publikum zum Zuhören und die Lacher hatte er auf seiner Seite.

Auch Frau Kühne ließ den Gästen etwas Zeit zum Durchatmen und präsentierte ihr diesjähriges Sitzungsprogramm. 

Zurecht großen Wert legt Sitzungspräsident Frank Kasolowsky auf den jährlichen Auftritt einer Tanzgarde. Diese jährliche Tradition wurde diesmal erfüllt durch die Kölner Hoppemötzjer, Diese 1968 gegründete und seit 2019 in Kooperation mit der Traditionsgesellschaft „Große Kölner“ stehende Tanzformation beeindruckte mit ihrer choreografischen Perfektion, den Hebefiguren und den von einer tollen Ausstrahlung begleiteten Hüftschwung. Standing ovations und Applaus durch die Sitzungsgäste war ihnen sicher.

Aus Troisdorf angereist waren die Tänzerinnen und Tänzer der Fidelen Sandhasen. Dieses Tanzcorps gehört zu den regional erfolgreichsten Tanzcorps und ist die Tanzgruppe der KG „Die Große von 1823“ aus Köln. Seit 1998 wurde das Tanzcorps in der Disziplin „Gemischte Garde“ des BDK 3 x Deutscher Meister, 4 x Deutscher Vize-Meister, 11 x Norddeutscher Meister. Das diese Titel verdient ertanzt wurden, bewies die Tanzgruppe auf der Bühne der Meiersheide. Leistungssport auf höchstem Niveau.

Von der Atmosphäre angesteckt wurde auch das Hennefer Prinzenpaar Prinz Bernd II. und Prinzessin Susanne I., die mit ihren Adjutanten das Geschehen von ihrer Loge auf der Bühne verfolgen konnten. Zuvor genossen sie jedoch den Einzug durch den Saal, begleitet von der Bürgergarde „blau-gold“ aus Köln in großer Mannschaftsstärke und richteten ihr Wort an die Gäste. Über ihre ersten Erlebnisse in der bisherigen Session als Hennefer Prinzenpaar berichteten sie und man sah ihnen ihre Freude an, wieder auf der Bühne der Meiersheide zu stehen.

Unterstützt vom eigenem Regimentsspielmannszug, tanzten die Mitglieder der Ehrengarde. Regimentstochter und Tanzoffizier präsentierten ihr Solo mit perfekten Hebefiguren.

Im Rahmen der Sitzung wurden auch neue Senatoren in die Erste Hennefer KG aufgenommen.

Stephan Decka und Matthias Kipping fungierten als neue Elferratsmitglieder und als neue Elferratsanwärter wurden Robert Kolvenbach, Tom Gaida, Sebastian Christen, Robert Gerstner, Michael Keulerz und Marko Kirchhausen vorgestellt.

Nach ca. fünf pausenfreien Stunden war der offizielle Teil der Sitzung beendet, was jedoch nicht bedeutete, dass im Foyer der Meiersheide nicht weiter gefeiert wurde. Eine extra für diese Veranstaltung errichtete Cocktailbar ergänzte das Getränkeangebot und wurde stark frequentiert. Zu der Musik von DJ Wolfgang (Meyer), der auch die Sitzung professionell mit Ton- und Lichttechnik betreute, wurde noch bis zum nächsten Tag gefeiert.

Neben den Sitzungen der befreundeten Vereine, bewies auch diese Kostümsitzung der Ersten Hennefer KG, dass der Karneval in Hennef eine tolle, ausgelassene Atmosphäre bildet und die Hennefer feiern können. Hiervon konnten sich erneut auch Besucher überzeugen, die extra für diese Sitzung aus Coburg angereist sind und eine Besucherin, die aus Indien zu Besuch in Hennef ist, hatte ebenfalls sichtlichen Spaß.

Zum Gelingen der Sitzung(en) tragen natürlich auch die vielen Helfer im Hintergrund bei, die ihre teilweise ehrenamtliche Freizeit hierfür einsetzen.

Text und Fotos: Frank Specht

 

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Sitzung der Fidelen Flotte

Flottenmädels zeigten großes Entertainment

Die Mitglieder der Fidelen Flotte nahmen bei ihrer Jubiläumssitzung das jecke Publikum mit zum Kap der guten Laune. Bereits zum 70. Mal legte das Flottenschiff ab und nahm die Jecken mit auf große Fahrt. Das ausgewogene Sitzungsprogramm überzeugte und die ausgelassene Stimmung in der ausverkauften Hennefer Meiersheide machte die Veranstaltung zu einem tollen Abend.

Ein auf der Leinwand abgespielter Filmtrailer leitete den Beginn der Sitzung ein und diese wurde fortgeführt mit dem Empfang befreundeter Karnevalsvereine und nach der Begrüßung der Gäste durch Sitzungspräsidentin Anne Dietrich startete das Sitzungsprogramm.

Die Westerwaldsterne überzeugten mit choreografisch anspruchsvollen Gardetanz. Hebefiguren und tänzerische Perfektion gepaart mit einer tollen Ausstrahlung konnten die Jecken erleben und als in den Tänzen eingebaut auch noch die Tanzmariechen durch die Luft flogen, hielt das Publikum den Atem an und würdigten diese Akrobatik mit Zwischenapplaus.

In seiner Paraderolle präsentierte sich Volker Weininger als Sitzungspräsident, der gerne während seines Vortrages seine Kehle mit einer größeren Anzahl von Kölsch ölte.  Natürlich hatte dies Auswirkungen auf seine Aussprache, was wiederrum zu Lachern im Publikum führte. Es sei aber direkt darauf hingewiesen, dass sich Sitzungspräsidentin Anne Dietrich an dieses Vorgehen kein Beispiel nahm und die Sitzung souverän und mit einer klaren Aussprache leitete.

Seit 2014 widmet sich die Kölner Band StadtRand der kölschen Musik. Ihren Durchbruch erlangten die fünf Musiker Ende November 2018, als sie mit zwei weiteren Bands das 14 Live-Casting „Loss mer singe“ gewannen. Frontmann Roman Lob konnte bereits internationale Erfahrung sammeln, als er 2012 in Baku den achten Platz beim Eurovision Song Contest belegte. Bei der Flottensitzung bewies die Band, dass sie ihren Platz im Karneval gefunden haben.

Das „Bad“ in der Menge genoss das Hennefer Prinzenpaar Prinz Bernd II. und Prinzessin Susanne I., als sie mit ihrem Gefolge durch den Saal der Meiersheide Richtung Bühne einmarschierten. Strüßjer flogen in das Publikum und auf der Bühne angekommen, richteten die beiden Tollitäten ihr Wort an das närrische Volk.

Sie gehören zu den Newcomern der letzten Jahre und brachten auch diesmal den Saal „zum Kochen“.  Musikalisch zueinander fanden die fünf Jungs von der Schäl Sick während ihrer gemeinsamen Schulzeit und nach einem musikalischen Ausflug in den Rock und Punk, gründeten die Musiker schließlich in einer WG-Küche die Kölsche Band Miljö und der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bei der Flottensitzung durften natürlich die Hits der Band  nicht fehlen.

Von Schülern gegründet wurde 2011 die Band „Lupo“. Zu den bekanntesten Liedern der fünf Musiker gehört der Titel „Jespenster“, den sie auf der Bühne – neben weiterer Titel – präsentierten.

Ein absoluter Profi im Bühnengeschäft und seit vielen Jahren im Karneval unterwegs ist Bernd Stelter. Er versteht es immer wieder, die Zuhörer zu begeistern und hiervon konnten sich auch die Gäste der Flottensitzung überzeugen. In seinem Vortrag nahm er aktuelle Themen auf und verpackte diese kunstvoll in Worte und Gesang. Der Applaus der Hennefer war ihm sicher.

Bei den zahlreichen Hennefer Sitzungen war die Fauth Dance Company schon oft zu Gast, doch dieses Mal sollten nicht weibliche Tänzerinnen die Bühne erobern, sondern mit der Formation Fauth Dance Gentlement überzeugten diesmal die männlichen Tänzer. Insbesondere die Damen im Saal waren begeistert. Die Tänzer gaben alles und natürlich wurde eine Zugabe verlangt.

Er füllt jährlich die Lanxessarena bis auf den letzten Platz. Ein Erfolg jagte in den letzten Jahren den Nächsten und begeistert mit seinem Kölner Mitsingkonzert, bei dem kölsche Hits präsentiert werden. Kurzerhand machte er auch die Flottensitzung zu einem Mitsingkonzert. Schlag auf Schlag wurden Hits von ihm angesungen und die Jecken sangen mit. Natürlich waren bei diesem Musikpotpourri auch Hits dabei, die zum Schunkeln einluden.

Im Rahmen der Sitzung wurden Wolfgang Meyer und Marc Lüke zu Senatoren der Flotte ernannt.

Doch das Beste kommt immer zum Schluss!

Jedes Jahr überzeugen die Flottenmädels mit einem spektakulären Eigenauftritt. In diesem Jahr steht der Vortrag unter dem Thema „Let me entertain you“ und was die Damen der Komiteegesellschaft präsentierten war Entertainment auf höchstem Niveau.

Moderiert durch Nadine Flöhl und Elena Jogwer wurde auf der Bühne der Meiersheide ein Potpourri aus Gesang und Tanz geboten.

Einmal mehr bewiesen Anja Schmitt mit dem Karnevalshit „Isch han de Millowitsch jesehn“ und Inga Becker mit dem Knallerhit „Für die Iwigkeit“ ihr gesangliches Talent und die Kunst das närrische Volk zu begeistern.

Durch hartes Training, ganz viel Disziplin, dem Gefühl für die Umsetzung einer tollen Choreografie und sehr viel Spaß studierten die Tänzerinnen der Flotte, bestehend aus Linda Wick, Katharina Kaluza, Giuliana Burkhardt, Meike Laufenberg, Samira Klauke, Melanie Stiegemann, Claudia Schulte, Kathrin Schmitz und Renate Holtze in den letzten Monaten einen temporeichen Tanz ein. Die Freude an der Darbietung und die Ausstrahlung der Tänzerinnen übertrug sich schnell auf das Publikum und vom Jubel der Gäste getragen, absolvierten sie ihren Tanz mit Bravour.

Doch wer glaubte, dass die Flottendamen nicht noch eine Steigerung anbieten können, irrte sich. Es folgte durch die Tänzerinnen ein Säbeltanz unter einer riesigen „Meeresplane“.

Zum Höhepunkt des Vortrages und für das Abschlussbühnenbild der Veranstaltung griffen die Komiteedamen das Motto „Alle unter einem Dach“ des amtierenden Hennefer Prinzenpaares Prinz Bernd II. und Prinzessin Susanne I. auf und baten aus den Reihen der Senatoren und Deckoffiziere, die Komiteepräsidenten, das Prinzenpaar der Stadt Hennef und alle Flottenmädchen auf die Bühne. Doch wurde dieser Zusammenhalt nicht nur visuell mit dem Bühnenbild dokumentiert, sondern die Sitzungspräsidentin Anne Dietrich sang zusammen mit Inga Becker noch den Song „Mir sin eins“ und ergänzte damit die Aussage musikalisch/gesanglich.

Mit diesen durchaus auch emotionalen Abschlussbild entließen die Flottendamen die Jecken aus der Sitzung und wer wollte, durfte natürlich im Foyer noch weiterfeiern und die Vereinsmitglieder zu der erfolgreichen Sitzung gratulieren.

Für einige Besucher endete dieser wundervolle und kurzweiliger Abend erst Stunden später.

 

Foto und Text: Frank Specht

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Prunksitzung der KG Quer durch de Waat

Karnevalistisches Feuerwerk in der Hennefer Meiersheide

Dass die Waater feiern können und Literat Udo Lambertz ein Händchen für die Zusammenstellung einer Sitzung hat ist bekannt und natürlich war auch die diesjährige Prunksitzung der KG Quer durch de Waat wieder ein Feuerwerk, bestehend aus karnevalistischen Höhepunkten.

Der in den Farben der KG geschmückte Saal der Meiersheide war ausverkauft und ein buntes Farbenmeer an Kostümen ergänzte das Bild der Saaldekoration.

Sitzungsbeginn war diesmal eine einzigartige Überraschung, die bis zum Lüften des Vorhanges vor der Bühne streng gehütet wurde.  In dieser Session steht der Zusammenhalt der Hennefer Vereine im Vordergrund und um dies auch auf der Bühne zu dokumentieren, begann die Sitzung mit einem tollen Bühnenbild, welches für Gänsehaut sorgte. Auf der Bühne standen gemeinsam aus den Ortsteilen Bröl, Söven, Uckerath und Zentrum, Tänzerinnen aus vier Kindertanzgruppen. Insgesamt ca. 150 Tänzerinnen in ihren Tanzuniformen, die in der Folge ihr tänzerisches Können bewiesen. Anfang machte die TSG Söven, gefolgt von den Westerwaldsternen, danach tanzte die KG Rot-Weiss Bröl und abschließend präsentierte die Stadtgarde Schwarz-Rot Hennef ihren Tanz. Die Überraschung ist der KG Quer durch de Waat gelungen und die Jecken im Saal waren begeistert.

Weiter ging die Sitzung mit dem traditionellen Einmarsch der befreundeten Karnevalsvereine durch den Saal, über die Bühne und wieder zurück aus dem Saal. Mit eingezogen war auch der Elferrat und Sitzungspräsident Jörg Steinhauer, der durch die folgende Sitzung souverän führte.

Im Jahre 1970 wurde eine der Erfolgsbands in Köln gegründet und nicht umsonst erhielten Sie den Beinamen „Mutter aller kölschen Bands“. In diesem Jahr feiern die Bläck Fööss ihr 50-jähriges Jubiläum und – trotz einer teilweisen Verjüngung der Bandmitglieder in den letzten Jahren - hat diese Band nichts an ihrer Faszination verloren. Die neuen Bandmitglieder um den Hennefer Frontmann Mirko Bäumer haben sogar neue und moderne Akzente in der Band gesetzt und sind damit sehr erfolgreich. Hiervon konnten sich die Jecken im Saal überzeugen. Neben den seit Jahren bekannten Ohrwürmern wurden auch Neuproduktionen dargeboten. Der Funke sprang schnell auf das Publikum über und sorgte für ausgelassene Stimmung.

Ebenfalls seit Jahren sehr erfolgreich im Karneval ist die Band Paveier. Mit ihren Erfolgshits „Leev Marie“ und „Kumm Mädche danz“ begeisterten sie bei ihrem Auftritt. Ein Feuerwerk musikalischer Hits sorgte bei den Gästen der Sitzung für erhebliche körperliche Aktivitäten in Form von Tanz und Schunkeln. Als kleine Erholungspause gestand die Band dem Publikum eine kleine Pause zu, als sie mit dem Lied „Heimat es“ für etwas ruhigere Töne sorgten. Mitgesungen wurde trotzdem.

Die Räuber mit dem seit einem Jahr neuen Frontmann Sven West setzte das musikalisch, karnevalistische Feuerwerk fort. Fazit: Keine Erholungspause für die Jecken. Natürlich zeigte Gitarrenvirtuose Schrader mit auffallender Gestik an der Gitarre sein Können und Sven West ließ es sich nicht nehmen, einen Ausflug in das Publikum vorzunehmen.

Er gilt als Sonnyboy der karnevalistischen Bühne und mit seiner Band „Domstürmer“ begeistert Micky Nauber und sein Team.  Einen Ausflug durch Micky Nauber von der Bühne in die Jecken war auch bei der Sitzung in der Meiersheide obligatorisch. Zahlreiche Hits der Band sorgten für ausgelassene Stimmung.

Bekannt als „fussich Julche“ wurde Marita Köllner. Sie liebt die Nähe zum Publikum und mit ihrem Temperament riss sie die verkleideten Jecken von den Stühlen. In der Meiersheide machte sie kurzerhand die Tische zu ihrer Bühne und legte einen tollen Auftritt hin. Natürlich flogen auch ihre Schuhe wieder durch die Luft.

Mit intelligentem und schwarzem Humor weiß Dave Davis in seiner vielfach ausgezeichneten Paraderolle als sanitäre Fachkraft Motombo Umbokko zu begeistern. Die Herausforderungen des Alltags, aber auch tiefgreifende Themen, weiß der gebürtige Kölner in seinen Darbietungen bestens zu verquicken. Situationskomik und Schlagfertigkeit begleiteten seinen Auftritt auf der Bühne der Meiersheide. Für die jecken Gäste war es ein hervorragendes Kontrastprogramm zu den musikalischen Auftritten.

Kabarettistin Ingrid Kühne, alias Frau Kühne erzählte Anekdoten aus ihrem Leben und sorgte bei den Besuchern der Meiersheide für die Beanspruchung der Lachmuskeln.

Im Rahmen der Prunksitzung der KG Quer durch de Waat zählte natürlich auch das Hennefer Prinzenpaar Prinz Bernd II. und Prinzessin Susanne I. inklusive Gefolge zu den Gästen. Die im November proklamierten und von der KG Großen Geistinger gestellten Tollitäten genossen den Einmarsch durch die Halle. Begleitet wurden sie hierbei durch die Funken Rot-Weiss Hürth-Gleuel, die nach der Begrüßung des Prinzenpaares mit einer musikalischen und tänzerischen Darbietung überzeugten. Auf der Bühne angekommen richteten Sie ihre Worte an das jecke Volk und erzählten von ihren ersten Erfahrungen als Prinzenpaar von Hennef. Als Ehrengäste durfte das Hennefer Prinzenpaar samt Gefolge die Loge auf der Bühne beziehen und die Sitzung hautnah verfolgen. Als Geschenk gab es dann für den Prinzen, der leidenschaftlicher Motorradfahrer ist, einen Helm mit Federn und Wappen der Komiteevereine, der Schmetterlinge und der Geistinger Garde.

Heinz Hochgeschurz, der langjährige Präsident der KG Quer durch de Waat und Hennefer Prinz von 1994 wurde während der Veranstaltung zum Ehrenpräsidenten der KG ernannt.  Zum Ehrensenator wurden Marc Lüke, Wolfgang Meyer und Dr. Ali Navidy ernannt.

Musikalisch begleitet wurde die Sitzung durch die Sitzungskapelle Helmut Blödgen.

Nach der Sitzung ließen die Gäste und Vereinsmitglieder den Abend mit einer Party im Foyer ausklingen. Dies zu der Musik von DJ Wolfgang (Wolfgang Meyer), der auch erneut professionell die Sitzung hinsichtlich des Sounds und des Lichtes begleitete.

Hoch zufrieden konnten die Mitglieder der KG Quer durch de Waat mit dieser sehr gelungenen Sitzung sein.

Fotos und Text: Frank Specht

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Rejimentsappell der Stadtsoldaten

Zum traditionellen Rejimentsappell konnte der Baas der Hennefer Stadtsoldaten, Paul Jacobs die eingeladenen Gäste in der Meys Fabrik gestern begrüßen.

Im Rahmen dieser familiär angehauchten Veranstaltung wurde Erbsensuppe gereicht und ein kleines Rahmenprogramm seitens der Hennefer Stadtsoldaten zusammengestellt. In diesem Jahr gab es einen Beitrag von Thomas Cüpper, alias „Et Klimpermännche“, der Anekdötchen aus dem Leben und dem alten Köln erzählte. Aufgepeppt wurde sein Beitrag durch bekannte und beliebte Lieder, die die anwesenden Gäste zum Schunkeln verleiteten.

Noch nicht lange besteht die Stadtgarde Schwarz-Rot Hennef. Diese Garde hat es jedoch in kürzester Zeit geschafft, sich mit an die regionale Spitze der Tanzformationen zu tanzen. Die kleine Bühne der Meys Fabrik wurde professionell durch die Tänzerinnen für ihre Tanzdarbietungen genutzt. In einheitlicher Formation zeigten diese ihr Können.

Zwischen den Beiträgen und während des Essens gab es aber auch ausreichend Zeit für die Gäste sich untereinander auszutauschen. Geschichten aus dem Karnevalsleben blieben dabei sicherlich auch nicht unberücksichtigt.

Auf der kleinen Bühne der Meys Fabrik zeigten die statze Kerle der Stadtsoldaten und die Stadtsoldaten-Pänz zu der Musik der Regimentskapelle ihre Tänze, die zuvor im Kurhäuschen trainiert wurden. Die Knabüß stellte bei den Tänzen teilwiese ein unverkennbares Requisit dar.

Selbstverständlich durfte auch das amtierende Hennefer Prinzenpaar Bernd II. und Susanne I. samt Gefolge nicht fehlen. Beide Tollitäten würdigten die Hennefer Stadtsoldaten in ihrer Ansprache. Prinz Bernd II., der selber Stadtsoldat ist, bekräftigte, wie gerne er diesem Verein angehört und Prinzessin Susanne I. äußerte gar, dass sie stolz sei beim Rejimentsappell anwesend sein zu dürfen. Ein großes Lob hatten beide Tollitäten noch für die Hennefer Stadtsoldaten, als sie die Jugendarbeit des Vereins würdigten.

Traditionell hatten die Hennefer Stadtsoldaten für das Hennefer Prinzenpaar noch ein Geschenk parat. Da Prinz Bernd II. beruflich Bio-Landwirt ist, erhielt das Prinzenpaar eine Knabuß an deren Spitze des Laufes ein Dreschflegel montiert war. Diese hat der Prinz nun stets mit zu führen. Neben dem Geschenk gab es noch eine weitere Überraschung für das Hennefer Prinzenpaar. Über eine Leinwand wurden Grüße des Berliner Prinzenpaares Prinz Klaus und Prinzessin Jessica übermittelt und Baas Paul Jacobs übergab dem Hennefer Prinzenpaar den Orden des Prinzenpaares Berlin.

Auch das Uckerather Prinzenpaar Prinz Charly I. und Prinzessin Andrea II. verfolgten zunächst den Veranstaltungsablauf aus dem Saal und hatten sichtlich Freude dabei, bevor auch sie die Gäste von der Bühne begrüßten.

Ein wesentlicher Teil des Rejimentsappells war aber auch die Ernennung neuer Stadtsoldaten, Legionäre und Ehrenstadtsoldaten. So konnten in diesem Jahr als Ehrenstadtsoldat „Palmwedel“ Dirk Busse und als Ehrenstadtsoldat „Piel“ Björn Franken ernannt werden. Als Legionär „Kanns“ wurde Frank Jagdmann und als Legionär „Jasflämmche“ wurde Martin Wimmer ernannt.

Darüber wurden im Rahmen der Veranstaltung sechs neu Stadtsoldaten ernannt, die ihren feierlichen Eid auf der Stadtsoldatenfahne ablegten.

Die neuen Stadtsoldaten sorgten auch für einen Auftritt der besonderen Art. Begleitet vom Akkordeon und der Gitarre, sangen sie live kölsche Lieder und die anwesenden Gäste stimmten schnell ein und sangen mit. Abschließend wurden von den Stadtsoldatenanwärtern noch einige Mitglieder des Vereins als Dank für die Unterstützung ein Orden in Form einer Blutwurst verliehen.

Für seine Verdienst im Verein erhielt „Stadtsoldat „Ständche“ Franz Schenkelberg den Verdienstorden des Vereines und für seine Verdienste im Hennefer Karneval erhielt Stadtsoldat „Verdrieher“ Christian Schwindt den Komiteeorden.

Das liebgewonnene Regimentsappell war auch in diesem Jahr wieder ein tolles Kontrastprogramm zu den diversen Sitzungen im Stadtgebiet.

Fotos und Text: Frank Specht

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Karnevalssitzung SKC Söven mit Proklamation Kinderprinzenpaar Söven

Ausgelassene Stimmung beim SKC

In diesem Jahr hat der Sövener-Karnevals-Club 1957 e.V. (SKC) ein kleines Jubiläum zu feiern, denn mit der heutigen Sitzung fand die Proklamation des 60. Sövener Kinderprinzenpaares statt. Auch diese hervorzuhebende Tatsache spiegelt die enge Verbundenheit zum Ortsteil Söven genauso wider, wie die familiäre Atmosphäre bei der jährlich stattfindenden Karnevalssitzung des Vereins. Viele Gäste sind Stammbesucher der Sitzung und die diversen weiteren, jährlichen Aktivitäten des Vereins in Söven bilden einen unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Lebens des Ortes.

Kulisse der heutigen Sitzung und Proklamation bildete der Saal des Sövener Hofes. Dieser liebevoll dekorierte Saal und die bunt kostümierten Jecken begrüßten zu Beginn den Vorstand des SKC im Rahmen seines Einzuges. Sitzungspräsident Wolfgang Neuhöfer eröffnete die Veranstaltung und führte durch das Programm.

Gleich nach Einzug der befreundeten Vereine stand die Proklamation des 60. Sövener Kinderprinzenpaares auf dem Programm. Vorgenommen wurde diese durch Bürgermeister Klaus Pipke.

Mit Prinz Leo I. und Prinzessin Luise I. (Vita: s. Ende des Beitrages) wird der SKC und Ortsteil Söven auch in diesem Jahr wieder hervorragend im Hennefer Karneval vertreten sein und repräsentiert werden. Ihren ersten Auftritt auf der Bühne des Sövener Hofes absolvierten die beiden Jungtollitäten – trotz einer sicherlich vorhandenen Aufregung – souverän. Die jecken Gäste waren begeistert und während das Sitzungsprogramm mit dem Auftritt der Tanzgruppe Rot-Weiß Söven e.V. (TSG) im Programm fortfuhr, nahm das Kinderprinzenpaar die ersten Gratulationen im Saal entgegen.

Die Tänzerinnen des TSG zeigten auf der Bühne diverse Tänze aus ihrem Programm. Der TSG und dessen 1. Vorsitzenden Klaus Nohr samt Team sind ein Beweis dafür, wie sich der Einsatz regionaler Jugendarbeit und die Freude an der ehrenamtlichen Vereinsarbeit auszeichnet. Unerwartet für Klaus Nohr erfolgte dann auch die Ehrung seiner Vereinsmitglieder für sein Engagement und des 10-jährigen Jubiläums als 1. Vorsitzender. Man hat es in den letzten Jahren erfolgreich geschafft, drei Gardetanzgruppen und aktuell sogar eine Showtanzgruppe aufzubauen, die auch jenseits des Stadtgebietes Hennef Auftritte absolvieren. Erfolgreich war auch der Auftritt bei der Sitzung des SKC und das Publikum dankte es mit viel Applaus.

Mitglieder des Sövener-Karvevals-Clubs verbindet auch die enge Zusammenarbeit mit dem Komitee Hennefer Karneval und natürlich ließ es sich das sympathische Hennefer Prinzenpaar Prinz Bernd II. und Prinzessin Susanne I. nicht nehmen, die Sövener Freunde zu besuchen und die Sövener Jecken von der Bühne zu begrüßen. Der Hennefer Prinz Bernd II. wies erfreut darauf hin, dass nun mit der Proklamation des Sövener Kinderprinzenpaares die Prinzenpaare im Stadtgebiet vollzählig proklamiert sind. Das Hennefer Prinzenpaar stellte auch ihr Prinzenbrot aus biologischem Angebot vor. Das Getreide liefert hierfür Prinz Bernd II., der als Bio-Landwirt tätig ist¸ unentgeltlich und die Firma DLS aus Hennef verarbeitet dieses Getreide zum Prinzenbrot, welchen man in Bioläden und bei DLS käuflich erwerben kann. Ein Euro je verkauftes Brot fließt als Spende der Hennefer Tafel zu.

Die Geistinger Garde, die das Hennefer Prinzenpaar in den Saal begleitete, präsentierten nachdem die Tollitäten die Bühne verlassen hatten, einen neuen Tanz.

Neben den regionalen Gästen sorgte Literat Martin Bender aber auch für ein ausgewogenes Sitzungsprogramm mit überregionalen Gästen.

Musikalisch standen Wicky Junggeburth, Firlefanz, Kaschämm und Spökes auf dem Programm und sorgten für ein Feuerwerk musikalischer Hits. Während sich die Jecken bei den ruhigeren Tönen einhakten und schunkelten, sorgten die fetzigen Stimmungskracher für Partystimmung. Kaum einen Gast hielt es auf den Stühlen und mit rhythmischen Bewegungen wurden die Künstler unterstützt.

Für körperliche Erholungspausen sorgten die Redner und Comedians der Veranstaltung, wenngleich die Lachmuskeln durchaus strapaziert wurden. Richi XXS stand erstmalig in Söven auf der Bühne und Klaus und Willi und Liselotte Lotterlappen sorgten für exzellente Vorträge. Beide waren in Höchstform. Die Partykracher vervollständigten die Beiträge mit ihrem Auftritt.

Die Showtanzgruppe der Sternschnuppen zeigten dann noch ihr Können und präsentierten ihr aktuelles Tanzprogramm.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden durch Sitzungspräsident Wolfgang Neuhöfer noch Ehrungen vorgenommen.

Musikalisch begleitet wurde das Sitzungsprogramm durch das Duo Rainer Gast und Helmut Euskirchen und nach ca. fünf Stunden guter Unterhaltung endete die Sitzung. Das ausgewogene Programm, die familiäre Atmosphäre und die ausgelassene Stimmung machten diese Sitzung erneut zu einem Erfolg.

Text und Fotos: Frank Specht

 

Vita 60. Kinderprinzenpaar Luise I. und Leo I.

 

Luise I. Ramme * 09.09.2010, 53773 Hennef-Söven

Eltern:  Oliver und Claudia Ramme 

Geschwister:  Maike (14) 

Schule:   Kastanienschule GGS Obergemeinde

Lieblingsfächer:  Sport, Musik 

Hobbies:   TSG Rot-Weiß Söven, Reiten

Leibgericht:  Hähnchenkeule

Luise mag:  Tanzen und Reiten

Berufswunsch: Reitlehrerin 

 

Leo I. Büchler *18.04.2010, 53773 Hennef-Söven

Eltern:  Bernhard u. Vera Büchler

Geschwister:   Vivien (15), Fabio (21), Marvin (26)

Schule:   Kastanienschule GGS Obergemeinde

Lieblingsfächer:  Sport, Mathe und Kunst

Hobbies:   Scooter fahren, Turmspringen

Leibgericht:  Wraps

Leo mag:  Minecraft spielen, mit Freunden spielen, Lego und 3 Katzen

Berufswunsch: Bauarbeiter

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Karnevalssitzung mit Proklamation der KG Rot-Weiß Bröl

Standesgemäße Jubiläumssitzung in der Bröl

Das 

Jahr 2020 wird als 60-jähriges Jubiläumsjahr der KG Rot-Weiß Bröl in deren Geschichte eingehen.

Im Jahre 1960 versammelten sich zur Gründung der Karnevalsgesellschaft, die Vertreter der bestehenden Dorfvereine:  Der Heimatverein, der Männergesangsverein, der Frauenchor sowie die Kegelclubs "Alle Neun", "Sumpfhühner" und "Frohsinn" im Saal des Landgasthofes. Erster Präsident der Gesellschaft wurde Jean Unterstell. 1961 stellte die KG mit Prinz Karl I. und Prinzessin Helene I. (Karl und Helene Schmitz) ihr erstes Prinzenpaar. Das Vereinslogo entwarf Friedhelm Pützstück.

Bis zum heutigen Tage ist die KG Rot-Weiß Bröl neben anderen Vereinen von Bröl, ein fester und unverzichtbarer Bestandteil des Dorflebens. Dem Verein ist es seit Gründung gelungen, jedes Jahr ein Prinzenpaar zu stellen und der Verein ist ein wesentlicher Bestandteil des jährlichen Bröler Karnevalszuges. Auch richtet der Verein seit Jahren diverse Karnevalssitzungen aus.

Gleich zu Beginn des Jahres 2020 überzeugte der Verein mit einer standesgemäßen und sehr gelungenen Jubiläumssitzung. An diesem Freitag sollte der Saal des Landgasthauses Bröl der karnevalistische Mittelpunkt der Region sein, was auch gelang.

Im ausverkauften Saal sorgten Domstürmer und Boore für ein temporeiches, musikalisches Feuerwerk, bei dem kaum ein Gast nicht infiziert wurde. Tanzen, schunkeln und singen war angesagt und die agilen Künstler auf der Bühne, zeigten sich in Höchstform. Für Stimmung sorgten auch die Kölsch Fraktion, die in dieser Konstellation 2020 letztmalig auftreten, da Frontmann Peter Horn seinen Rücktritt erklärte. Sie nahmen die Jecken im Saal zu einem Ausflug von Hits der letzten Jahrzehnte mit. Neben den Erfolgshits „Blootwosch, Kölsch un e lecker Mädche“, „Ich bin ene Räuber“, „Dat Hätz vun der Welt“, „Echte Fründe“ präsentierte die Band aber auch ihr neuestes Werk „Dat jecke Hätz“.

Eine Besonderheit sollte dann das Publikum zum Ende der Sitzung noch erwarten. Die Räuber spielten ein 45-minütiges Konzert und begeisterten. Die Band holte aus den bunt kostümierten Jecken nochmals das Letzte heraus.

Eng wurde es im Saal, als das Kölner Traditionscorps „Nippeser Bürgerwehr“ einmarschierten. Die auch wegen ihrer Uniform als Appelsinefunken bekannten Musiker begleiteten das noch designierte Prinzenpaar 2020 zu ihrer Proklamation auf die Bühne des Saales, wo sie von Bürgermeister Klaus Pipke und Sitzungspräsident Thorsten Büth bereits erwartet wurden. Da die Identität des Bröler Prinzenpaares traditionell bis zum Einmarsch in den Saal nicht bekannt gegeben wird, lag dementsprechend eine Spannung „über dem Saal“ und für einige Jecke war das Ergebnis sicherlich eine Überraschung.

Auf der Bühne angekommen, sah man dem zukünftigen Prinzenpaar ihre Freude an und um dieses würdevolle Amt offiziell zu machen, schritt Bürgermeister Pipke zur Tat und proklamierte im neu dekorierten Saal des Landgasthauses Bröl das neue Bröler Prinzenpaar. Herzliche Glückwunsch dem neuen Bröler Prinzenpaar

Prinz Sebastian I. und Prinzessin Kerstin I.

(Vita: s. Ende des Artikels)

Beide Tollitäten begrüßten in einer kleinen Ansprache die Saalgäste und verkündeten anschließend die 11 Paragraphen. Diese 11 Paragraphen beinhalten Vorgaben/Anforderungen des Prinzenpaares, die durch Dritte zu erfüllen sind.

Pipke hatte für die KG und Bröl noch ein Geschenk der besonderen Art im Gepäck. Seit Jahren war der Fortbestand des Landgasthauses Bröl ungewiss. Auch ein eventueller Abriss wäre möglich gewesen und damit hätte der Saal der KG nicht mehr zur Verfügung gestanden. Der Stadtrat der Stadt Hennef beschloss einstimmig, das Anwesen zu kaufen, was in 2019 noch erfolgte. Somit dürften zukünftige Veranstaltungen dort gesichert sein.

Neben der Proklamation, als Höhepunkt der Veranstaltung und den musikalischen Vorträgen der tollen Band, sorgten aber auch Motombo Umbokko und Frau Kühne für gute Unterhaltung. Mit ihren Vorträgen hatten die beiden Künstler die Lacher auf ihrer Seite.

Bestandteil der KG Rot-Weiß Bröl sind auch die Tanzgarden des Vereins. Hervorragend ist das Engagement bei der Jugendarbeit. Mini- und Kindergarde und die Junioren überzeugen stets mit tollen Auftritten. Dies auch über Hennef hinaus. Natürlich durften auch die Tanzgarden und die Showtanzgruppe im Rahmen der Jubiläumssitzung nicht fehlen. Während die Tanzgarden dem bunt kostümierten Publikum den Gardetanz näher brachten, zeigten die Jecken Kalver Schnütche ein tolles Showtanzprogramm.

Die Jecken Kalver Schnütche feiern in dieser Session ihr 11-jähriges Jubiläum. Für diesen jecken Geburtstag haben sie sich ein besonderes Motto ausgesucht: „Die Liebe gewinnt“! Die Uraufführung erfolgte im Rahmen der Sitzung.

 

Die rund 20 Mädels der Jecken Kalver Schnütche boten ein kreatives und mitreißendes Programm aus Einmarsch, drei Tänzen und Ausmarsch, bei denen musikalisch für jeden etwas dabei war.

Von Klassikern wie Abba über Pop-Ikonen wie Madonna und Whitney Houston bis hin zu deutschen Schlager-Stars und kölschen Hits, die direkt ins Herz gehen.

 

Auch tänzerisch wurde Neues geboten: Neben verschiedensten Tanzstilen und den gewohnt eindrucksvollen Hebungen, gab es erstmals ein Tanz-Duell auf der Bühne. Vertanzt wurde die Geschichte von verwöhnten Frauen, die sich nur für Materielles interessieren – den „Rich Girls“ –  und die bereits zu Beginn der Darbietung auf die „Love Girls“ trafen, denen Liebe und ein gutes Herz wichtiger ist, als Reichtum und Ansehen.

 

Wieder einmal bewies diese Tanzformation ihr Können.

 

Im Rahmen der Sitzung wurden neue Anwärter und neue Mitglieder des Vereins den Gästen vorgestellt. Für die Lebenspartnerin eines neuen Vereinsmitgliedes gab es dann noch eine Überraschung, als ihr auf der Bühne ein Heiratsantrag gemacht wurde, welchen diese auch unter Beifall und Jubel der Gäste annahm.

 

Nach dem offiziellen Ende der Jubiläumssitzung feierten das jecke Publikum und die Mitglieder der KG in den Räumlichkeiten des Landgasthofes Bröl noch weiter und sicherlich wurden auch Anekdoten aus 60 Jahre Vereinsgeschichte erzählt.

Fotos und Text: Frank Specht

Vita Bröler Prinzenpaar 2020

Prinz Sebastian I. und Prinzessin Kerstin I. aus dem Hause Steinke sind seit 20 Jahren verheiratet und haben drei Kinder im Alter von 16, 12 und 9 Jahren. Seit nunmehr 20 Jahren wohnen Sie in ihrem selbst errichteten Häuschen in Bröl.

Prinz Sebastian I. wurde am 11.12.1977 in Bad Godesberg geboren. Aufgewachsen ist er in Uckerath. Seine Ausbildung als Radio- und Fernsehtechniker absolvierte er in Bröl und aktuell arbeitet er bei der Firma Ryanair am Köln Bonner Flughafen.

Zu seinen Hobbies zählen das Eishockeyspielen und den Handwerkern.

 

Prinzessin Kerstin I. wurde am 30.07.1977 in Troisdorf geboren. Nach der schulischen Ausbildung ist sie nunmehr seit 25 Jahren als Finanzbeamtin beim Finanzamt Siegburg tätig.

Verbunden mit dem Bröler Karneval ist sie schon seit der Kindheit. Mit den „Bröltalschwalben“ ist sie seit jeher im Bröler Zug mitgegangen. Ihre jüngste Tochter tanzt seit drei Jahren bei der Mini- und Kindergarde der KG. Zu ihren Hobbies zählen das Lesen, die Familie und das Reisen mit dem Wohnmobil.

 

 


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