Eventberichte 2/2019

 

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Damensitzung der Geistinger Schmetterlinge

Jecke Wiever rocken den Saal!!!

Ein fester Bestandteil im karnevalistischen Kalender von Hennef ist die große Damensitzung der Geistinger Schmetterlinge an Weiberfastnacht.

In der nahezu ausverkauften und liebevoll dekorierten Aula der Gesamtschule-West, präsentierten die Mitglieder der Damen Karnevals Gesellschaft wieder ein vielseitiges und bunten Programm.

Die bunt kostümierten Jecken waren in Feierlaune und dementsprechend ausgelassen war die Stimmung.

Pünktlich um 16.00 Uhr marschierten die Mitglieder der Schmetterlinge durch den Saal gen Bühne und wurden bereits jetzt mit viel Applaus und Herzlichkeit begrüßt.

Die hochschwangere Sitzungspräsidentin Katharina Carstensen erwiderte diese Herzlichkeit in ihrer Begrüßung und man sah ihr und den Schmetterlingen die Freude an, dass die Sitzung nun endlich beginnen konnte.

Als Schmetterlingsanwärterin konnte Olesia Pätzold aufgenommen werden und die Ehrenvorsitzende Rita Busch wurde für ihre 50-jährige Mitgliedschaft im Verein geehrt.

Unter dem Motto „Laache und Maache“ findet in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz am 05.07.2019 eine durch die Geistinger Schmetterling initiierte Blutspendenaktion statt. Hierzu hatte der Verein bereits vor einigen Wochen einen Aufruf in Facebook veröffentlicht und zahlreiche Karnevalisten haben ihre Beteiligung erklärt.

Natürlich wurde auch im Rahmen der Damensitzung Werbung für diese tolle Aktion gemacht.

Nachdem der Elferrat seine Plätze eingenommen hatte, konnten die Jecken im Saal die Jugendabteilung der Westerwaldsterne auf der Bühne begrüßen. Die Tanzgarde begeisterte mit Hebefiguren und Beinschwünge und die blau-weißen akkurat getragene Tanzuniformen bildeten einen wunderschönen Kontrast zu dem bunten Bühnenhintergrund der Schmetterlinge. Viel Applaus ernteten die jungen Tänzerinnen und Tänzer.

Dass das Eheleben nicht immer einfach ist, bewiesen Lydia und Rolf als „die Beckendörfer Knallköpp“. Als Kölsches Ehepaar nahm sich das Rednerduo mit frechen Sprüchen gegenseitig „auf´s Korn“. Die Pointen waren hervorragend gesetzt und somit hatten die Beiden die Lacher auf ihrer Seite.

Sie gelten als Newcomer der Session im Kölner Karneval. „Planschemalöör“ sind vier Musiker/Sänger, die aktuell mit ihrem Hit „Heimat“ die Bühnen der Region erobern.

Seit vielen Jahren macht diese Band bereits Musik, allerdings erst seit letztem Jahr auch im Karneval. Die Bandmitglieder erreichten auch in Geistingen das jecke Publikum.

Das Hennefer Prinzenpaar zieht traditionsgemäß an Weiberfastnacht ab dem frühen Morgen durch die Säle und Region. Dies mit sehr großem Gefolge, denn Abordnungen der Komiteevereine sind mit von der Partie. Auf ihren Weg durch die Region besuchten das Hennefer Prinzenpaar Dirk I. und Eva II. samt Gefolge natürlich auch die Damensitzung der Geistinger Schmetterlinge. Die Bühne reichte kaum aus, für die große Anzahl an Gefolgemitgliedern. 

Während in der Vergangenheit Prinz Dirk I. einen wesentlichen zeitlichen Anteil an der Tollitätenrede hatte, übernahm diesmal Prinzessin Eva II. „das Zepter“ bei der Rede und traditionell erhielt das Hennefer Prinzenpaar eine Torte durch die Mitgliede der Geistinger Schmetterlinge als Geschenk.

Gefolgemitglied Claudia Gerhards wurde durch die Geistinger Schmetterlinge zur Ehrensenatorin ernannt.

Als nachfolgender Programmpunkt folgte ein Angriff auf die Lachmuskeln der Jecken.

Kai Kramosta. Der Komiker, Autor und Schauspieler überzeugte mit einem spritzigen Vortrag. Dies angereichert mit einer entsprechenden Mimik. Selbstironie inbegriffen.

Gardetanz auf höchstem Niveau boten „De Höppemötzjer“. Mit ihrer tollen Ausstrahlung und choreografischen Zusammenstellungen überzeugten sie uneingeschränkt. Neben den aufwändigen Hebefiguren präsentierte die Tanzgruppe Mariechen, die durch die Luft gewirbelt wurden und zwischen der Decke des Saals und den fliegenden Tanzmariechen blieb nur wenig Platz.

Für Partystimmung sorgten die Kölschen Adler. Zu bekannten Stimmungshits tanzten, schunkelten und sangen die jecken Wiever. Gleiches galt beim Auftritt der Eschweiler Stimmungsband „Brass on Spass“. Die Wiever rockten den Saal!!!

Die Geistinger Schmetterlinge zeigten erneut mit ihrer großen Damensitzung eine Veranstaltung der Extraklasse mit ausgelassener Stimmung und viel Herzlichkeit. Das kurzweilige Programm war vielseitig und die Begeisterung der Jecken im Saal bewies dies uneingeschränkt.

Nach der Sitzung wurde zur Musik des DJ´s noch gefeiert und hierzu hatten auch die Herren nun Zutritt.

Text und Fotos: Frank Specht

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Hennefer Rathauserstürmung durch die Karnevalisten

Man sollte meinen, dass Petrus ein Hennefer Stadtsoldat sein muss, denn die heutige Rathauserstürmung erfolgte bei sonnigem Wetter mit blauem Himmel. Sonnenbrillen waren Pflichtprogramm.

Jedes Jahr versucht der Hennefer Bürgermeister Klaus Pipke mit seinen Mitstreitern, die Karnevalisten an der Übernahme des Hennefer Rathauses zu hindern. Bislang stets erfolglos. Nur die Gnade der Karnevalisten erlaubt es dem Bürgermeister nach den tollen Tagen des Karnevals wieder zu regieren. Doch anstatt dankend die Begnadigung anzunehmen und die zuvor gut gemeinten Ratschläge der Jecken umzusetzen, plant Pipke unterjährig eine Verteidigungsstrategie für den nächsten Rathaussturm und strapaziert damit die Geduld der zahlreichen Karnevalisten.

Aber die Karnevalisten sind ein eingeschworenes Team und lassen sich dies natürlich nicht bieten. Einigkeit bestand auch in diesem Jahr darin, dass man Herrn Pipke über die Karnevalstage nicht die Regentschaft im Rathaus lässt. Die Mobilmachung trug Früchte und die Frankfurter Straße vor dem Rathaus von Hennef füllte sich mit unzähligen Karnevalisten. Geeint durch den starken Willen sich gegenüber der städtischen Obrigkeit durchzusetzen.

Mit musikalischer Begleitung marschierte der Tross vom Rathaus in einer Ehrenrunde über dem Marktplatz, um wieder das Rathaus zu erreichen. Leider nutzte der Bürgermeister diese kurze Zeit nicht, um sich zu ergeben. Nun hieß es, den Bürgermeister und den Rathausverteidigern das Zittern zu lehren. Viele Sympathisanten, in Form von bunt verkleideten Jecke, erwarteten die Karnevalisten vor dem Rathaus.

Auf der Bühne versammelten sich die anwesenden Tollitäten, das Prinzenpaar aus Hennef, das Uckerather Prinzenpaar, das Bröler Prinzenpaar, die Sövener und Uckerather Kinderprinzenpaare und als besondere Unterstützung das Dreigestirn aus Eulenberg.

Die Karnevalisten versuchten Einlass in das Rathaus mit versöhnlichen Tönen zu erlangen. Dem Bürgermeister und seinen Verbündeten wurden keine Vorwürfe gemacht. Auch erfolgten keine Forderungen. Lediglich das Hennefer Prinzenpaar übermittelte einen kleinen verbalen Seitenhieb an die Adresse der Ersten Bürgers der Stadt.

Dieses gut gemeinte Friedensangebot ignorierte dieser jedoch. Auch die im Hunsrücker Dialekt vorgetragene Ansprache der Hennefer Prinzessin Eva II. und eine Sessionslied des Dreigestirns aus Eulenberg beeindruckte die Verteidiger nicht.

Dem Baas der Hennefer Stadtsoldaten, Paul Jacobs reichte es dann. Er griff zu anderen karnevalistischen Mitteln und begrüßte die Tanzgruppe der Kölschen Dillendöppcher, die mit ihren hervorragend vorgetragenen Tänzen viel Applaus ernteten.

Doch trotz dieser geballten karnevalistischen Kompetenz, verweigerte der Bürgermeister den Zutritt zum Rathaus und damit die Übernahme der amtlichen Gewalt. Wie kann man nur so stur sein?

Nachdem die Tänze der Hennefer Stadtsoldaten ebenfalls fruchtlos verliefen, übernahm das Mariechen der Hennefer Stadtsoldaten das Regiment. Sozusagen geballte „Frauenpower“.

Strategisch geschickt positioniert, mit Rammbock an der Rathaustür, Kanone unter den Jecken, Kinderpänz mit Konfettikanonen in den Fenstern eines gegenüberliegenden Hauses und Spionen im Rathaus, gelang die Erstürmung recht schnell. Hierzu trug auch der farbige Nebel bei, den die Stadtsoldaten auslösten.

Auch der Kamellenregen der Verteidiger gestaltete sich als Harmlose Gegenwehr.

Bleibt zu hoffen, dass die erteilte Lektion nun für die Zukunft dem Bürgermeister im Gedächtnis bleibt und er im nächsten Jahr ohne Gegenwehr die Türen zum Rathaus öffnet. Aber vermutlich plant er nun schon wieder seine Verteidigungsstrategie für das 2020. Nur zu, für die Karnevalisten ist der ständige Sieg eine Genugtuung.

Text und Fotos: Frank Specht

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

​Kostümsitzung der Westerwaldsterne

Uckerath raderdoll

Neben der Teilnahme an dem Karnevalsumzug, ist die Durchführung der eigenen Karnevalssitzung ein Höhepunkt der jeweiligen Session. Insbesondere in einem Jubiläumsjahr (50 Jahre) ist sicherlich eine gewisse vorherige Anspannung vorhanden.

Viele Monate vor der Sitzung wurden bereits die Künstler gebucht und seitdem laufen die Planungen auf Hochtouren.

Den Westerwaldsternen kann man allerdings uneingeschränkt bescheinigen, dass sich die Vorbereitungen für die gestern stattgefundene Sitzung vollends gelohnt haben, denn die Veranstaltung war ein voller Erfolg.

Seit Wochen war die Sitzung ausverkauft und das zusammen gestellte Programm war ein Potpourri aus musikalischen Stimmungskrachern, tänzerische Höchstleistungen und unterhaltsamen Reden. Die Karnevalssitzung sollte ein fulminanter Meilenstein im Jubiläumsjahr der Westerwaldsterne werden, was auch gelang.

Gleich zu Beginn präsentierten sich auf der Bühne des Uckerather Rosensaals die Vereinsmitglieder in ihren prachtvollen Kostümen. Eingebettet von sympathischen und in das Publikum lächelnden TänzerInnen, begrüßte Präsident Rainer Becker die Jecken im Saal

Doch an diesem Abend verzauberten die TänzerInnen das Publikum nicht nur mit ihrem Lächeln, sondern präsentierten in bekannter Professionalität ihre Tänze. Unterstützung bekamen sie durch die Jecken, die klatschend begleiteten und bei so manch einer choreografischen Hebefigur oder beim „Flug“ der Tanzmariechen durch die Luft den Atem anhielten. Wieder einmal boten die Westerwaldsterne Höchstleistung.

Ein besonderer Höhepunkt wurde durch ehemalige aktive Tänzer(innen) der Westerwaldsterne präsentiert. Seit November 2018 studierten sie drei Tänze ein, mit denen die Westerwaldsterne in der Vergangenheit erfolgreich auftraten. Ehemalige Tänzerinnen und Tänzer aus den letzten fünf Jahrzehnten standen auf der Bühne und zeigten uneingeschränkt, dass sie nichts verlernt hatten. Selbst Hebefiguren wurden nicht ausgelassen. Was für eine grandiose Leistung, welche das Publikum mit standing ovations und Dauerapplaus begeistert würdigte. 

Beim Einzug des Uckerather Prinzenpaares André I. und Michi I., welches dieses Jahr durch die Westerwaldsterne gestellt wird, war der Jubel im Saal unüberhörbar. Ein Strüssjer-Regen fiel auf die bunt kostümierten Gäste. Auch das Uckerather Kinderprinzenpaar Nils I. und Sophie I. begeisterte die Mengen. Gleiches galt für das Eulenberger Dreigestirn, welches von den anwesenden Jecken auf der Bühne begrüßt werden konnte. Sichtlich Wohl fühlten sich die Tollitäten samt Gefolge auf der Bühne des Rosensaals. Neben ihren Ansprachen an das jecke Volk, wurde auch Gesang und Tanzeinlagen geboten.

Für die Lacher im Saal sorgten Guido Cantz und „Der Sitzungspräsident“ Volker Weininger mit ihren Auftritten. Während Volker Weininger über sein Leben als Sitzungspräsident philosophierte und dabei die flüssigen Genüsse des rheinischen Karnevals (Kölsch) zur Befeuchtung seiner Stimmbänder ausgiebig nutzte, zeigte sich Guido Cantz wortgewandt und schlagfertig. Natürlich fehlte auch ein thematischer Ausflug in die Politik nicht.

Beide Redner strapazierten die Lachmuskeln der Jecken. Irritiert schien Guido Cantz, als Sitzungspräsident Rainer Becker Teile des Elferrats vorstellte, denn die vorgestellten Sitzungsmitglieder sind enge Familienmitglieder. Die Vorstellrunde der Familie ging dann weiter, als auch Vereinsmitglieder im Saal benannt wurden. Ein Steilpass für Guido Cantz, der dies in seiner Rede mit einbaute.

Dass die Hennefer Stadtsoldaten tanzen können bewiesen Sie auch diesmal.

Zwar flogen keine Tanzmarieschen durch die Luft, aber die Hebefiguren fehlten auch beim Tanzpaar Dennis Halm und Gerd Schichel nicht. Synchron die Schrittfolgen der Tänzer das Durchzählen funktionierte perfekt. Baas Paul Jacobs konnte zufrieden sein mit seinen Stadtsoldaten.

Die Stühle überflüssig machten die Auftritte der musikalischen Gäste. Die Boore und die Cöllner luden die Gäste zum Mitsingen ein und diese begleiteten ihren Gesang durch das Schunkeln in langen Reihen. Hendrik Brock, Frontmann der Boore ließ es sich auch nicht nehmen, einen Ausflug zu den Jecken zu unternehmen und die Stimmung auf den Stuhl stehend anzuheizen. Zugaben wurden eingefordert und von den Künstlern gerne geliefert.

Eine gelungene Sitzung präsentierten die Westerwaldsterne und die Auftritte wurden durch zahlreiche Tuscheinschübe des Sitzungsorchesters Sepp Dietrich begleitet.

Rainer Becker moderierte als Sitzungspräsident souverän und sympathisch durch die Sitzung. Seit 44 Jahren ist Rainer Becker Mitglied bei den Westerwaldsternen und feiert somit ein karnevalistisches Jubiläum. Als mehrfacher Deutscher Meister bei Tanzturnieren des Bund Deutscher Karnevalisten, Vorstandsmitglied seit 14 Jahren, Elferratsmitglied seit 1986, ehemaliger Prinzenführer und amtierender Präsident der Westerwaldsterne, ist Rainer Becker maßgeblich an den Erfolg des Vereins beteiligt. 2003/2004 war Rainer Becker Prinz in Uckerath und mit seiner Frau an der Seite bildeten sie das Uckerather Prinzenpaar in dem Jahr. 

Nach der offiziellen Sitzung wurde mit DJ Wolfgang noch weiter gefeiert.

Fotos und Text: Frank Specht

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Häresitzung der Hennefer Stadtsoldaten 

Grandiose Häresitzung der Hennefer Stadtsoldaten

Die größte Herrensitzung im Stadtgebiet Hennef wird alljährlich von den Hennefer Stadtsoldaten in der Halle Meiersheide durchgeführt und auch in diesem Jahr schaffte es der Verein, dass die Veranstaltungsstätte nahezu ausverkauft war.

Die männlichen Gäste konnten sich auf eine tolle und vielseitige Sitzung freuen und auch in diesem Jahr beinhaltete das Programm gleich mehrere hochkarätige Redner.

Bereits der Einmarsch der Hennefer Stadtsoldaten war geprägt von einer Besonderheit, denn die Herren wurden begleitet von dem Damen-Funken-Corps „1. Damengarde Coeln 2014 e.V.“, also einen relativ jungen Verein. Auf der Bühne zeigte sich ein tolles Bild, bestehend aus Stadtsoldaten in blau-rot-weißen und dem Damen-Funken-Corps in blau-weißen Uniformen. Mit eingezogen ist auch der Hennefer Prinz Dirk I. zusammen mit dem Nummerngirl „Cherry“.

Dieses Bild zog sich auch durch die nachfolgenden Tänze. Abwechselnd präsentierten das Damen-Funken-Corps und die Hennefer Stadtsoldaten ihre Tänze auf der großen Bühne der Meiersheide.

Nachdem der Elferrat seine Plätze eingenommen hatte, konnte durch den Baas der Hennefer Stadtsoldaten, Paul Jacobs der erste Redner angesagt werden.

Selbst bei trinkerfahrenen Jecken stellt sich schon die Frage: „wie macht der das?“

Gemeint ist der Sitzungspräsident. Nein nicht etwa Paul Jacobs, sondern der aus Bonn kommende Volker Weininger in seiner Paraderolle als Sitzungspräsident. Markenzeichen: ständig ein frisch gezapftes Kölsch an seiner Seite, welches natürlich mehrfach während seines Vortrages von ihm geleert wurde und durch Köbes Willi mit einem gefüllten Glas ausgetauscht werden müsste. Sein Vortrag über die Probleme und leidvollen Erfahrungen als Sitzungspräsident und anderen Alltäglichkeiten kam sehr gut bei den Zuhörern an.

Seit der Gründung der Klüngelköpp im Jahre 2003 hatte diese Band zahlreiche Erfolgshits. Temporeich aber auch gefühlvoll sind ihre Hits und eine perfekte Show u.a. mit Trommeln machten ihren heutigen Auftritt bei der Häresitzung zu einem der Höhepunkte der Sitzung. Das Publikum dankt es und singt und tanzt z.B. zu „Bella Ciao“ und „Jedäuf met 4711“ oder schunkeln zu den „Stääne“.

Kaum zu halten waren die Hennefer Jecken im Saal als die Trommelreihe aufgebaut wurde, der Saal verdunkelt wurde und die Künstler mit wilden Trommelschlägen und bunter Lichttechnik den Saal einheizten. Was für ein grandioser Auftritt!!!

Diese Rolle muss man spielen können. Seit vielen Jahren setzt Ne Knallkopp, alias Dieter Röder verbale Ausrufungszeichen bei den Herrensitzungen. Sehr direkt sind seine Anspielungen und mit seinem Vortrag traf er bei den Jecken ins Schwarze. Die Mimik und Behäbigkeit des Dieter Röder sucht dabei seines Gleichen.

Die Fauth Dance Company gehört zu den tänzerisch besten Tanzgruppen der Region. Mit viel Ausstrahlung und jährlich neuem Outfit, zeigen sie choreografische Höchstleistung. Die Zugaben waren Ihnen am heutigen Tage sicher.

Spitzenredner Guido Cantz, der gern gesehener Gast bei der Häresitzung der Stadtsoldaten ist, zeigte sich erneut sehr schlagfertig und rhetorisch perfekt. Im weinroten Anzug tat er zu vielen Themen unverhohlen seine Meinung kund. Dies gerne auch mit einem verschmitzten Grinsen. Zweideutige Anspielungen blieben natürlich dem aufmerksamen Zuhörer nicht verborgen.

Ganz anders als Ne Knallkopp agierte Motombo, alias Dave Davis auf der großen Bühne der Meiersheide. Schnellsprechend und sehr agil wechselte er seine Positionen auf der Bühne und erzählte dabei von seinen Lebenserfahrungen. Auf seiner besonderen Art und Weise erklärte er die Unterschiede zwischen den Deutschen und anderen Nationalitäten. Dabei bezeichnete er sich natürlich wieder selber als „Albinoäffchen“. Die Lacher waren jedenfalls auf seiner Seite. Ein Motombo in Höchstform!

Micky Brühl gründete vor Jahren die „Micky Brühl Band“, nachdem er zuvor jahrelang als Frontmann der Paveier unterwegs war. Seit Ende der letzten Session tritt er mit neuen Musikern auf, aber die Hits sind geblieben und wurden hervorragend präsentiert. Gerne präsentiert er gesangliche Liebeserklärungen an Köln.  „Zo Fooss noh Kölle jonn“ aus dem Jahre 2013 ist eines dieser Lieder, welches zur Freude der Anwesenden dargeboten wurde.

Eines der führenden Tanzgarden aus der Region sind die Grün-weißen Funken der Zippchen. Mit herausragenden Hebefiguren zu rhythmisch mitreißender Musik zeigten die Zippchenfunken Gardetanz auf höchstem Niveau und konnten sich des uneingeschränkten Applauses der Herren sicher sein.

Der letzte Programmteil der Häresitzung hatte es nochmals in sich. Tolle Musik zum Mitsingen präsentierte die Band „Cat Ballou“ und die jecken Gäste standen klatschen und mitsingend auf ihren Stühlen.

Die Band war der Abschluss eines kurzweiligen und vielseitig zusammen gestellten Sitzungsprogramms mit einem Höhepunkt nach dem Anderen. Die Stimmung war ausgelassen und die Hennefer Stadtsoldaten erwiesen sich erneut als sehr gute Gastgeber.

Das Orchester Sepp Dietrich begleitete die Sitzung musikalisch und das Nummerngirl sorgte für optisch reizvolle Pausenüberbrückungen.

Text und Fotos: Frank Specht

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

​Große Prunksitzung der KG Quer durch de Waat

Ein karnevalistischer Höhepunkt nach dem Anderen präsentierte die KG Quer durch de Waat bei ihrer großen Prunksitzung in der Meiersheide.

Das Stimmungsbarometer bewegte sich bei den tänzerischen und musikalischen Darbietungen immer am oberen Rand der Skala und die Jecken waren kaum zu halten.

Auftritte musikalischer Höhepunkte wie die Funky Marys, die Big Maggas, die Micky Brühl Band, die Räuber und nicht zuletzt die jungen Trompeter heizten ein und die bunt kostümierten Karnevalisten im Saal dankten es mit Tanz und Gesang. Auch die vielen Alaaf-Rufe reihten sich in das Stimmungspotpourri ein.

Dankend wurden aber auch die durch die Künstler eingebauten ruhigeren Töne angenommen. Man hakte sich ein und schunkelte in langen Reihen.

Das Publikum kürte durch das Mitmachen und ihrer Begeisterung die Veranstaltung zum karnevalistischen Mittelpunkt der Region.

Um das Publikum nach den jeweiligen musikalischen Feuerwerk und der ausgelassenen Stimmung  wieder zum Zuhören zu animieren, bedarf es schon einiger Kunst. Doch auf der Bühne der Meiersheide stand ein Profi, der mit seiner jahrelangen Erfahrung routiniert diese Aufgabe mit Bravour erfüllte. Fritz Schopps überzeugte mit seiner Darbietung. Reinmreden des Fritz Schopps suchen seines Gleichen und das Zuhören durch das zuvor noch tobende Publikum war ihm garantiert.

Nicht ganz so ruhige Töne präsentierte das Duo Willi und Ernst. Auch wenn die Beiden in ihrem biederen Outfit augenscheinlich eher als Vertreter der gemächlichen Art einzustufen wären, so haben sie es doch faustdick hinter den Ohren. Manch eine Dame im Saal sah sich dem erhöhten Testosteronspiegels des Duos verbal ausgesetzt. Die Künstler hatten die Lacher auf ihrer Seite und der präsentierte Hüftschwung tat das Übrige.

Die Redner im Sitzungsablauf sind ein wichtiger Bestandteil einer karnevalistischen Veranstaltung und sorgen für den Ausgleich zu den musikalischen Darbietungen. Literat Udo Lambertz hat es auch dieses Jahr wieder geschafft, ein vielseitiges Programm zu erstellen. Dies ist nicht selbstverständlich, denn neben der terminlichen Koordination mit den Künstlern und den befreundeten Vereinen und den Kosten fällt es auch immer schwieriger, gute Redner zu verpflichten. Es fehlt leider der Nachwuchs.

Zu einer guten Sitzung gehört neben Rednern und Musikern natürlich auch eine Tanzgarde. Die Quer durch de Waat präsentierte die Kölner Rheinveilchen. Blau-weiß sind ihre Farben und sie gehören seit dem Jahre 2000 zu den erfolgreichsten Tanzgarden der Region. Beeindruckende Hebungen und Würfe sowie tänzerische Akrobatik gepaart mit einer guten Choreografie prägen die Auftritte der TänzerInnen.

Voller Bewunderung verfolgten die jecken Gäste den Auftritt.

Das kurzweilige und gelungene Programm kam sehr gut bei den Gästen an. Natürlich auch bei dem Hennefer Prinzenpaar Prinz Dirk I. und Prinzessin Eva II., die das Programm von ihrer Prinzenloge auf der Bühne der Meiersheide sichtlich ausgelassen verfolgten.  Diese ausgelassene Stimmung erfüllte bereits den Saal bei ihren Einzug in die Meiersheide. Begleitet von den Funken Rot Weiß Hürth-Gleuel war der Einzug standesgemäß. Hierbei wurden durch die beiden Tollitäten Stüssjer und Bützjer verteilt und natürlich richtete das sympathische und beliebte Hennefer Prinzenpaar liebenswerte Worte an ihre Untertanen im Saal. Zwischenzeitlich ließ es sich das Hennefer Prinzenpaar nicht nehmen, die musikalischen Künstler tänzerisch auf der Bühne zu begleiten. In der Loge vertreten waren auch das Sövener Kinderprinzenpaar Erik II. und Lena I.

Im Rahmen der Prunksitzung wurden Martin Bender und Toni Löhr zu Ehrensenatoren benannt. Ehrungen seitens des Bund Deutscher Karneval erhielten die aktiven Mitglieder Dieter Hombücher und Hans Josef Rohe für ihre 25-jährige und Heinz Nümm für seine 50-jährige Mitgliedschaft in der KG.

Nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung, die durch Sitzungspräsident Jörg Steinhauer auch in diesem Jahr hervorragend geleitet wurde, ging die Party im Foyer der Meidersheide weiter. Für die gute Stimmung sorgten Wolfgang Meyer und sein Team, die auch diese Karnevalssitzung professionell im Saal mit der entsprechenden Technik begleiteten. Auch das Orchester Sepp Dittrich begleitete musikalisch die Sitzung.

Ihnen und allen anderen helfenden Beteiligten gilt große Anerkennung für ihre Dienste.

 

Text und Fotos: Frank Specht

 


Datenschutzerklärung
powered by Beepworld